
100 Kilometer durch den Llevant: Neuer Fernwanderweg GR 226 eröffnet
100 Kilometer durch den Llevant: Neuer Fernwanderweg GR 226 eröffnet
Der neue Fernwanderweg East Mallorca GR 226 verbindet fünf Llevant-Gemeinden auf 100,4 km. Niedriger Schwierigkeitsgrad, knapp 1 Mio. Euro Investition, Eröffnung nahe Cala Agulla am 17.02.2026.
Neuer Wanderweg verbindet das östliche Mallorca: GR 226 ist eröffnet
Am frühen Morgen auf dem Plaça d'Artà, wenn die Bäcker die letzten Brote aus dem Ofen holen und die Lerchen über den Mandelhainen singen, merkt man: Hier ist Platz für Neues. Dieses Neue heißt GR 226, offiziell East Mallorca, eine lange Route, die jetzt komplett begehbar ist und 100,4 Kilometer Landschaft entlang des Llevant verbindet.
Was wurde gebaut — und von wem?
Die Strecke ist Ergebnis einer gemeinsamen Initiative der fünf Llevant-Gemeinden Artà, Capdepera, Manacor, Sant Llorenç de Cardassar und Son Servera. Die Bauarbeiten lagen in der Verantwortung des Inselrats (Consell de Mallorca). Die Investitionssumme beträgt knapp eine Million Euro — kein Gigantprojekt, aber genug, um Wege auszuzeichnen, Hinweisschilder zu setzen und zwei Zugangswege anzulegen, die die Hauptroute ergänzen.
Streckenprofil und Nutzerkreis
Mit einer Gesamtlänge von 100,4 Kilometern besteht die neue Fernwanderroute aus einem Hauptabschnitt von 89,62 Kilometern, gegliedert in vier Etappen, plus zwei Seitentrassen als Zugänge. Der Schwierigkeitsgrad ist bewusst niedrig gewählt. Familien mit Kindern, ältere Spaziergänger und Genusswanderer sollen genauso auf ihre Kosten kommen wie Tagesgäste, die nur kurze Teilabschnitte erkunden möchten.
Wie passt GR 226 ins Inselnetz?
GR 226 ist die dritte Langstreckenverbindung auf Mallorca. Vervollständigt mit den bekannten Routen GR 221 (Ruta de Pedra en Sec) und GR 222 umfasst das Fernwanderwegenetz der Insel etwa 600 Kilometer. Für die Ostküste bietet der neue Weg eine Ergänzung: weniger steile Pfade, andere Vegetation, andere Dörfer; das verteilt Besucherinnen und Besucher und bringt neue Wege in die Tourismusplanung.
Warum das für Mallorca gut ist
Die Gemeinden verfolgen das Ziel, die Saison zu verlängern und Tourismus sanfter zu gestalten — weg von Hitze und Strandtrubel, hin zu Wandern, kleinen Gasthöfen und lokalen Erlebnissen. Auf einer Probeetappe hört man neben dem Schritt der Wanderer den Wind im Ginster, das Klappern einer Tuchfabrik in Manacor und gelegentlich das ferne Bellen schottischer Hirtenhunde in Son Servera — diese Mischung aus Natur und Alltag ist ein Plus für Einheimische und Gäste.
Praktische Hinweise für die ersten Ausflüge
Die Etappen sind so geplant, dass man gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln an- und abreisen kann; viele Startpunkte liegen in der Nähe von Dörfern mit Unterkunftsmöglichkeiten. Trittsichere Schuhe reichen normalerweise, und wer im Frühjahr geht, sollte eine leichte Jacke mitnehmen — die Winde aus dem Meer können überraschend frisch sein. Respekt vor Terrassenkulturen, Sinn für Müllvermeidung und Rücksicht auf Landwirtschaft gehören zum Wandern vor Ort.
Eröffnungstermin und erste Eindrücke
Die offizielle Einweihung fand nahe der Cala Agulla statt; der Termin fiel auf den 17. Februar 2026. Wer an diesem Tag am Strand spazierte, sah nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische, die neugierig Wegeabschnitte erkundeten. An kleinen Bars entlang der Strecke wurde Kaffee ausgeschenkt, und der Klang von Unterhaltungen über Pläne für Wochenenden machte deutlich: Die Route entsteht nicht nur auf dem Papier, sie wächst langsam im Alltag.
Blick nach vorn
GR 226 ist kein Selbstläufer. Damit die Strecke ihre Wirkung entfaltet, braucht es Beschilderung, Arbeit der Gemeinden und Vernetzung mit Transport und Unterkunft. Positiv ist: Die Grundarbeit ist gemacht. Wer jetzt schon eine Idee sucht: Eine viertägige Etappe von Artà nach Capdepera bietet Kultur, ruhige Küstenblicke und kleine Landgasthöfe — ideal für eine kurze Flucht aus dem Alltag.
Fazit: Ein neuer Weg ist eröffnet, der dem östlichen Mallorca eine Stimme gibt. Bei einem Spaziergang am späten Nachmittag, wenn die Mallorquiner auf dem Dorfplatz sitzen und die Kaffeetassen klirren, merkt man: So kann nachhaltiger Tourismus aussehen — vernetzter, langsamer und lokaler.
Für Dich gelesen, recherchiert und neu interpretiert: Quelle
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