
Chris Brandon kommt nach Mallorca: 'Der Inselgeist bleibt bei mir'
Der blinde Sänger Chris Brandon bringt im September Strandluft, Erinnerungen und eine Portion Lebensfreude mit nach Palma. Bei der Live‑Show Music & Talk trifft er auf ein ARD‑Fernsehteam, Jetskis und das vertraute Geräusch des Hafens.
Ein Abend, ein Team und das Meer in den Ohren
Ende September lag noch Sommer in der Luft, als Chris Brandon in Palma ankam. Nicht nur das Licht hat ihn offenbar gefangen genommen — der Sänger, früher Schlagzeuger im Kinderzimmer, sagt von sich, die Stimme sei sein Instrument. Das klingt fast wie eine Binsenweisheit, fühlt sich bei ihm aber echt an: kurz, klar, mit der festen Überzeugung eines Menschen, der sein Handwerk lebt.
Musikalische Wurzeln, die man riechen kann
In seinen Geschichten drehen sich die Bilder um Kassetten, die im Elternhaus rauf und runter liefen, um Chuck‑Berry‑Riffs und Elvis‑Gesten. Brandon spricht nicht nur über Musik, er ruft sie wach — mit Anekdoten, kleinen Gesten, einem Lachen. Für ihn sind Soundskizzen Erinnerungsräume: Als Blinder verlässt er sich auf Gerüche, Geräusche und das Gedächtnis. Auf Mallorca sind das Salz in der Luft, das ferne Rauschen der Wellen und das Klappern einer Tasse am frühen Morgen im Hafen‑Café. Dabei ist Mallorca mehr als eine schöne Kulisse — es wird oft ins Fernsehen gezoomt, wo die Insel viele Geschichten erzählt.
Mallorca als Sinneskarte
Das Bemerkenswerte: Für Brandon ist die Insel nicht nur Kulisse. Sie ist Kompass und Telefon zugleich — eine Karte aus Düften und Klängen, auf der sich Momente einprägen. Der Paseo Marítimo, der Wind, der durch die Palmen fährt, oder die Stimmen aus den Bars am Abend — all das ist Teil seines Bildes. Er sagt, der „gute Spirit“ der Insel bleibe bei ihm. Keine Sentimentalität, eher ein praktisches Mitnehmen: ein Gespräch im Backstage, ein offenes Café, eine Nachtfahrt am Meer, die sich wie ein kurzes Zuhause anfühlt. Vielleicht ist das auch der Grund, warum Kristina Bach sich immer wieder mit Mallorca verbindet.
Kleine Überraschungen im Gepäck
Sein letzter Kurzfilm „Promised not to Drive“ sorgte für Gesprächsstoff: Liebe als Grund, Dinge zu tun, die man sonst vielleicht lassen würde. Die Szene in einem Fahrschulwagen ist frech und sympathisch — eine Idee, so schlicht wie wirkungsvoll. Beruflich hat er mit Kollegen wie Ryan Presley gearbeitet, privat sagt er gerne Ja zum Leben. Das bedeutet auf Mallorca auch mal Jetski fahren mit Show‑ und Stunt‑Künstler Marco König. Wer ihn um 20 Uhr nach dem Soundcheck auf dem Paseo Marítimo gesehen hätte, wüsste sofort: Er meint das ernst. So spannend wie die Geschichten, die die Insel bietet, sind auch die neuen Formate, die in den Medien entstehen.
Live: Music & Talk in Palma
Am Mittwoch, 24. September, steht Brandon bei Music & Talk auf der Bühne. Ein Kamerateam der ARD ist dabei, um den Abend für ein Magazin zu dokumentieren — ein bisschen Lampenfieber gehört dazu, aber auch ein Hauch von Feier. Wer schon einmal an einem lauen Abend in Palma am Hafen stand, kennt das Gedränge aus Stimmen, Gitarren, dem Klacken von Besteck und dem gelegentlichen Rufen der Möwen. Genau in dieses Ambiente bringt Brandon seine Lieder und Geschichten, während die Welt um ihn herum weitergeht.
Warum der Inselgeist bleibt
Was bleibt nach einem solchen Auftritt? Bei ihm ist es der Eindruck, dass die Insel nicht nur ein Ort ist, sondern eine Art Resonanzboden. Das ist kein großes Pathos, sondern eher eine kleine, alltägliche Wahrheit: Menschen, die man kurz trifft, ein Café, das nachts noch geöffnet hat, das Salz auf der Haut nach einer Fahrt am Meer. Kleinigkeiten, die sich sammeln und später als Melodie wiederkehren. Gerade diese Erinnerungen machen den Aufenthalt auf Mallorca so besonders, ähnlich wie die Familienauszeit der Beckhams, die einmal mehr zeigt, wie die Insel inspiriert.
Und danach? Wahrscheinlich ein Spaziergang am Hafen, ein Stück Olivenbrot, das leise Summen einer Melodie, die noch lange im Kopf bleibt. Vielleicht ein kurzes Gespräch mit dem Fernsehteam. Vielleicht ein letzter Blick auf das Wasser, bevor die Stadt zur Ruhe kommt. Wer will, kann dabei den leisen Beweis sehen, dass Inseln manchmal mehr sind als Postkarten — sie sind Musik, die bleibt.
Terminhinweis: Music & Talk, Mittwoch, 24. September. Einlass und Zeiten variieren; leichter Regenschauer möglich — gehört ja auch ein bisschen zu Mallorca.
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