Copa del Rey: RCD Mallorca schlägt Numancia 3:2

Copa del Rey: RCD Mallorca ringt Numancia 3:2 nieder

Copa del Rey: RCD Mallorca ringt Numancia 3:2 nieder

Auswärts in Soria setzte sich der RCD Mallorca knapp mit 3:2 durch. Llabrés und Abdón trafen früh, Numancia machte es nach der Pause noch einmal spannend. Trainer Jagoba Arrasate: „Wir haben gelitten, aber zum Glück sind wir durch.“

Copa del Rey: RCD Mallorca ringt Numancia 3:2 nieder

Sieg mit Nervenprobe — Mallorca weiter, Erleichterung in Palma

Es war einer dieser Abende, an denen man als Mallorquiner den Fernseher ein paar Sekunden länger anlässt, weil irgendwo in Palma eine Bar aufbricht und auf dem Paseo Marítimo eine Gruppe Fußballfans lautstark hupend aneinander vorbeifährt. Aus Soria kam die Nachricht: 3:2 für den RCD Mallorca — ein Weiterkommen, das sich spannender anfühlte, als die erste Halbzeit verhieß.

Der Mannschaft von Trainer Jagoba Arrasate reichte ein starker Start. Llabrés und Abdón sorgten in der ersten Hälfte für die frühe 2:0-Führung, die Sicherheit gab und den Reisenden aus Mallorca etwas Ruhe verschaffte. In Soria, auf dem staubigen Rasen und bei kühler Abendluft, wirkte Mallorca in den ersten 45 Minuten ballsicherer, kombinierte entlang der Seiten und suchte bewusst den Weg nach vorn.

Doch Fußball ist kein Stundenplan, er ist ein Herzschlag. Nach dem Seitenwechsel verkürzten die Hausherren, plötzlich war das Spiel wieder offen. Die letzten Minuten zogen sich, auf den Gesichtern der mitgereisten Mallorquiner auf der Tribüne las man Anspannung, in den Bars an der Plaça de Cort hielt man den Atem an. Am Ende reichte es für die Inselmannschaft — die Freude in Palma war groß, das Aufatmen spürbar.

Trainer Jagoba Arrasate fasste es kurz und ehrlich zusammen: „Wir haben gelitten, aber zum Glück sind wir durch.“ Kein Pathos, eher eine nüchterne Feststellung. Und genau das beschreibt, was viele Anhänger heute brauchen: keine übergroßen Versprechungen, sondern Resultate, die stimmen.

Was bringt dieser Sieg für Mallorca? Zunächst einmal sportlich die Möglichkeit, im Copa del Rey weiterzukommen und wertvolle Erfahrungen für die Mannschaft zu sammeln. Für die Insel bedeutet ein vorwärtsstrebendes Team auch etwas soziales: am Wochenende füllt sich das Restaurant neben dem Stadion, die örtlichen Kneipen freuen sich über Fans, und junge Spieler in Llucmajor oder Manacor träumen noch lauter von einer Profikarriere. Ein Weiterkommen ist deshalb nicht nur ein Spielgewinn, sondern ein kleiner Beitrag zum täglichen Leben auf der Insel.

Persönliche Alltagsszene am Rande: Auf dem Heimweg nach dem Spiel lief in einer Bar in Santa Catalina das Radio. Ältere Herren mit dicken Mänteln strahlten, Jugendliche in Vereinskleidung diskutierten über die Einwechslungen — und draußen pustete ein frischer Wind vom Meer, der die Sorgen zumindest für ein paar Stunden davontrug.

Wenn man nüchtern auf die Partie schaut, bleibt aber auch klar, woran gearbeitet werden muss. Die zweite Halbzeit zeigte, dass Konzentration bis zum Schlusspfiff gefragt ist. Defensiv sind Abstimmung und Kompaktheit Themen, die Arrasate sicher in den Trainingseinheiten der kommenden Tage ansprechen wird. Die Offensive hat Potenzial — Llabrés und Abdón bestätigten das mit ihren Treffern —, gleichzeitig braucht die Mannschaft die Balance, um in engen Spielen Ruhe zu bewahren.

Für die Fans heißt das: weiter unterstützen, aber auch fordern. Nicht in lauten Parolen, sondern in der geduldigen Erwartung, dass die Mannschaft Schritt für Schritt besser wird. Die Copa del Rey bietet dazu die ideale Bühne: Spiele mit Zugzwang, bei denen junge Akteure Erfahrung sammeln und Routiniers Verantwortung übernehmen können.

Der Blick bleibt nach vorne gerichtet. Nächste Aufgaben warten in der Liga und im Pokal. Wenn Mallorca die Mischung aus Kampfbereitschaft und Spielwitz findet, kann aus einem schmalen Pokalsieg ein Fundament für stabilere Ergebnisse werden. Für heute aber gilt: feiern, ein bisschen stolz sein und den Klang der Autohupen in Palma genießen — es sind kleine Momente, die zeigen, wie eng Sport und Alltag auf der Insel verbunden sind.

Spielverlauf kurz: Llabrés, Abdón (erste Halbzeit) sorgten für die 2:0-Führung, Numancia stellte nach der Pause auf 2:1 und brachte die Partie wieder in Gefahr, am Ende entschied Mallorca 3:2. Ein Weiterkommen, das Atem gekostet hat — und Freude für die Insel zurückbringt.

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