
Ganzjährig zum Airport: Mehr Busse verbinden Palma mit dem Inselinneren
Ab sofort fahren die Flughafenlinien A11, A33, A43 und A51 auch im Winter täglich — früher Start, spätes Ende, und mehr Verlässlichkeit für Frühschichten, Langzeiturlauber und Pendler.
Ganzjährig gut angebunden: Flughafenbusse fahren jetzt auch im Winter
Wer morgens am Flughafen in Palma steht, kennt das Mosaik aus verschlafenen Touristinnen, Koffern und Arbeitnehmern, die zur Frühschicht müssen. Ab diesem Samstag wird das Warten planbarer: Die Überlandlinien, die den Airport mit Orten wie Calvià, Inca, Manacor, Alcúdia, Llucmajor und Campos verbinden, verkehren nun auch in der Nebensaison täglich.
Mehr Fahrten, mehr Flexibilität
Betroffen sind die Linien A11, A33, A43 und A51. Künftig bietet jede Strecke zwischen 26 und 38 Fahrten pro Tag, mit einem Rhytmus von etwa einer Stunde bis maximal 75 Minuten. Die ersten Busse rollen bereits zwischen 04:15 und 04:40 Uhr in Richtung Zentrum, die letzten Abfahrten liegen meist zwischen 22:30 und 23:40 Uhr. Für alle, die früh fliegen oder spät landen, ist das ein echter Zugewinn.
Praktisch ist das vor allem für diejenigen, die die mautfreie MA-19 nutzen und nicht unbedingt ein Taxi bezahlen wollen. Die neue Regelung bringt mehr Planungssicherheit — nicht nur für Touristen, sondern auch für Beschäftigte in Gastronomie, Pflege und Handel, die oft zu ungewöhnlichen Zeiten unterwegs sind.
Warum die Umstellung sinnvoll ist
Die Verantwortlichen nennen den anhaltenden Gästezustrom in den kühleren Monaten als Grund. Mallorca ist längst keine reine Sommerinsel mehr: Geschäftsreisende, Langzeiturlauber, Familien und Arbeitskräfte sind auch im Herbst und Winter präsent. Mehr Busse bedeuten außerdem weniger Mietwagen auf den Straßen — das schont die Nerven auf der MA-19 und den Dörfern entlang der Routen.
Natürlich wirft das Fragen auf: Reichen die Kapazitäten in sehr ruhigen Stunden? Wie ist die Personalsituation, wenn Fahrerpausen anstehen? Aus dem täglichen Leben ein pragmatischer Hinweis: Mittags sind die Busse meist leerer, abends Richtung Airport dagegen voller. Wer einen Anschlussflug hat, sollte ein paar Extra-Minuten einplanen — lieber einen Café mehr als Hektik am Gate.
Netz statt Ersatz: Wie sich Verbindungen ergänzen
Die Aerotib- und Tib-Linien bleiben koexistieren. Die Regionalverbindungen zum Intermodal-Bahnhof sind weiterhin da; die Flughafenbusse ergänzen das bestehende Netz, ersetzen es aber nicht. Wer also am Passeig Mallorca oder am Bahnhof startet, hat weiterhin viele Optionen — je nach Koffer, Zeit und Laune.
Am Terminal beobachtet man gleich praktische Szenen: ein leiser Wind, der an den Glasfronten raspelt, ein paar Durchsagen, das Klackern von Kofferrädern. Eine ältere Dame atmete hörbar auf, als der Bus pünktlich anhielt — so ein kleines Stück Alltagssicherheit kann viel bedeuten.
Ein Blick nach vorn
Die Ausweitung ist kein Allheilmittel, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn die Insel winterfest werden will, braucht sie verlässliche Mobilität — für Gäste und für die Menschen, die hier leben und arbeiten. Wer sich in den kommenden Monaten auf die neuen Fahrpläne einstellt, profitiert: mehr Komfort, weniger Kosten und ein entspannter Start in den Tag.
Mein Tipp für die erste Woche: Ziehen Sie eine leichte Jacke an — an der Küste kann der Morgenwind bei 10–14 °C scharf wehen — und genießen Sie den neuen Takt. Es ist eine kleine Veränderung mit großer Wirkung für den Alltag auf Mallorca.
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