
Grippeimpfkampagne 2025/26 auf Mallorca startet: Schulen zuerst, dann Risikogruppen
Ab 6. Oktober beginnen auf Mallorca die Grippeimpfungen für Vorschulkinder, eine Woche später sind Risikogruppen an der Reihe. Was Familien und ältere Nachbar:innen jetzt wissen sollten — praxisnah und mit lokalen Tipps.
Grippeimpfkampagne 2025/26 auf Mallorca: Das sollten Sie jetzt wissen
Wenn morgens die Möwen über dem Parc de la Mar kreischen und auf den Schulhöfen die ersten Kinderlachen anschwellen, startet auf der Insel auch wieder die jährliche Grippeimpfkampagne. Dieses Jahr beginnt die Aktion am 6. Oktober – mit einem Fokus, der für viele Eltern praktisch ist: Zuerst sind die Vorschulkinder an der Reihe.
Warum zuerst die Jüngsten?
Kitas und Vorschulen sind kleine, laute Mikrokosmen: Bastelkleber, Pausensand und jede Menge nasale Schnupfnasen im Winter. Indem die Kleinsten geimpft werden, lässt sich nicht nur ihre Gesundheit schützen, sondern oft auch der Alltag in Familien und Betreuungseinrichtungen entspannen. Ab dem 13. Oktober öffnen die Termine dann für die klassischen Risikogruppen — Ältere, chronisch Erkrankte, Schwangere sowie Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich.
Das Gesundheitsnetz hat für die Saison knapp 277.000 Dosen bereitgestellt. Das klingt beruhigend: genug, um viele der besonders Gefährdeten zu erreichen, vorausgesetzt die Termine werden rechtzeitig wahrgenommen.
Wie bekomme ich einen Termin?
Die Wege sind die bekannten: Über InfoSalut Connecta, das Patientenportal online oder direkt im Centro de Salud Ihrer Gegend. Wer es traditioneller mag, ruft an. Ein praktischer Tipp: Legen Sie beim Buchen Ihre tarjeta sanitaria (Gesundheitskarte) bereit — das erspart Rückfragen und beschleunigt die Anmeldung.
In den letzten Tagen haben Hinweise und Aushänge an Gesundheitszentren in Palma, Inca oder Manacor bereits die üblichen Fragen beantwortet: Öffnungszeiten, welche Unterlagen mitzubringen sind und kurze FAQs. Die Empfehlung der Gesundheitsbehörden ist klar: lieber früher als später zur Impfung, nicht erst, wenn die Grippewelle bereits rollt.
Was bedeutet das für Familien und Nachbarschaft?
Für Eltern heißt das konkret: Kalender rausholen, Kita-Infozettel lesen und vielleicht die Großmutter anrufen, damit sie nicht extra zur Anmeldung kommen muss. Auf Mallorca sieht man oft, wie Nachbarinnen und Nachbarn sich gegenseitig helfen — beim Buchen, beim Fahrdienst oder einfach mit einem Kaffee nach der Impfung. Solche kleinen Gesten machen den Unterschied.
Und wenn Sie jemanden kennen, der beim Online-Buchen unsicher ist: Ein Angebot zur Hilfe ist oft leichter als gedacht und wird sehr geschätzt. In vielen Zentren gibt es zudem telefonische Unterstützung für Menschen, die das Internet nicht nutzen.
Praktische Hinweise und ein Blick nach vorn
Bringen Sie zur Impfung Ihre Gesundheitskarte mit, wenn möglich auch einen kurzen Überblick über bestehende Vorerkrankungen und gegebenenfalls den Mutterpass bei Schwangeren. Die Impfungen sind Teil der öffentlichen Gesundheitsversorgung — für die genannten Gruppen unkompliziert erreichbar und kostenfrei.
Ein kleiner Ausblick: Wenn viele Familien und Risikopersonen die Impfangebote nutzen, bedeutet das weniger Druck auf die Praxen und Krankenhäuser im Winter. Das heißt weniger Warteschlangen, weniger abgesagte Termine und mehr Ruhe in den Haushalten — und das ist gerade auf einer Insel, auf der wir das Miteinander schätzen, eine gute Perspektive.
Kurz zusammengefasst: Termine für Vorschulkinder ab 6. Oktober, für Risikogruppen ab 13. Oktober. Anmeldung über InfoSalut Connecta, das Patientenportal oder im Centro de Salud. Karte bereithalten und Nachbar:innen helfen — ein bisschen Gemeinschaft tut in diesen Wochen gut.
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