
Lockerere Flüssigkeitsregeln in München: Was Mallorca-Reisende merken werden
Am Flughafen München wird die 100‑Milliliter-Regel an allen Kontrollspuren aufgehoben — dank neuer CT-Scanner dürfen künftig auch bis zu zwei Liter Flüssigkeiten im Handgepäck bleiben. Für Abflüge ab Palma ändert sich vorerst nichts, aber die Reisevorbereitung wird entspannter.
Lockerere Flüssigkeitsregeln in München: Was Mallorca-Reisende merken werden
CT-Technik ersetzt teilweise das mühsame Umräumen am Sicherheitsfilter
Die Pfanne mit Sonnencreme, die Wasserflasche, das kleine Shampoo – wer schon einmal am Flughafen die durchsichtigen Beutel gesucht hat, kennt das Ritual. In München wird dieses Ritual ab Freitag, dem 18. September, an allen Kontrollspuren deutlich leichter: Dort, wo moderne Computertomographen (CT) zum Einsatz kommen, dürfen Passagiere Flüssigkeiten in Behältern von bis zu zwei Litern im Handgepäck lassen. Die bisher weit verbreitete 100‑Milliliter‑Beschränkung entfällt an den mit CT ausgestatteten Spuren.
Hintergrund ist eine großangelegte Modernisierung der Kontrolleinrichtungen in Bayern: Das zuständige Ministerium hat in den Ausbau der CT-Technik investiert, um die Sicherheitskontrollen schrittweise zu verändern. Rund 45 Millionen Euro fließen laut Angaben der Behörden in die Umrüstung, damit immer mehr Kontrollspuren die neuen Geräte nutzen können. In Nürnberg ist die Umstellung bereits abgeschlossen, in Städten wie Frankfurt und Berlin laufen ebenfalls CT‑Einführungen an einzelnen Kontrolllinien.
Was das konkret heißt: An CT‑Spuren müssen kleine Flaschen, Gele oder Cremes nicht mehr in einen speziellen, transparenten Beutel gepackt werden; auch Laptops müssen nicht zwingend aus dem Gepäck herausgeholt werden. Der Vorteil ist zweifach: Reisende sparen Zeit beim Packen und am Filter, und die Kontrollprozesse lassen sich schneller abwickeln — sofern der betreffende Flugsteig mit CT‑Scannern ausgestattet ist.
Für viele, die regelmäßig zwischen Mallorca und Deutschland pendeln, ist das eine willkommene Erleichterung. Auf der Plaça de Cort in Palma, wo Straßenkehrer ihren Besen anlehnen und der Duft von frisch gebrühtem Café durch die Morgenluft wabert, hört man bei Gesprächen am Kiosk bereits Stimmen wie: "Wenn das so funktioniert, ist der Abflug entspannter." Die Szene ist typisch: Ein Paar aus Deutschland steckt noch schnell eine große Wasserflasche in den Rucksack, weil der Urlaubstag lang wird — und hofft, dass sie am Kontrolldurchgang nicht aussortiert werden muss.
Wichtig für Mallorca-Abreisende: Der Airport Palma de Mallorca arbeitet bislang weiterhin nach der klassischen Regelung. Die 100‑Milliliter‑Grenze gilt dort weiterhin; Tuben und Flaschen müssen in durchsichtigen Zipperbeuteln verpackt sein. Eine Erleichterung gibt es trotzdem: Seit November 2024 müssen die Flüssigkeiten an der Kontrollstelle am Flughafen Palma nicht mehr extra aus dem Handgepäck herausgeholt werden, was das Ein- und Ausräumen deutlich reduziert.
Unser Tipp aus der Praxis: Prüfen Sie vor der Fahrt zum Flughafen, welche Technik an Ihrem Abflugterminal eingesetzt wird. Die Webseiten der Flughäfen und Hinweise an den Terminals nennen oft, ob CT‑Scanner in Betrieb sind und an welchen Gates sie stehen. Wer mit viel Kosmetik oder größeren Wasserflaschen reist, kann so gezielt eine CT‑Spur ansteuern — oder sich anderweitig organisieren, zum Beispiel Wasser nach der Sicherheitskontrolle kaufen.
Für die Zukunft lässt sich gut vorstellen, dass weitere Flughäfen auf Mallorca und anderswo nachziehen, wenn die neue Technik ihre Effizienz und Sicherheitsstandards bestätigt. Bis dahin bleibt es eine Sache der Routenplanung: Abflüge ab München, Nürnberg oder an CT‑ausgerüsteten Spuren in Frankfurt und Berlin bringen mehr Freiraum beim Packen; Abflüge ab Palma verlangen weiterhin sorgfältiges Einpacken in die bekannten Beutel.
Auf den Straßen Palmas hört man abends oft das Rattern der Busse vom Flughafen, Mopedfahrer kreuzen, und am Café am Passeig Mallorca wird noch diskutiert, ob man die große Bodylotion einfach im Koffer lässt oder ins Handgepäck packt. Diese kleinen Entscheidungen werden mit modernerer Technik ein Stück unaufwändiger – und das ist eine Nachricht, über die sich Pendler und Urlauber gleichermaßen freuen dürfen.
Kurz und praktisch: 1) In München (ab 18. September) an CT‑Spuren: Flüssigkeiten bis 2 Liter erlaubt, Laptops meist im Koffer lassen. 2) In Nürnberg bereits umgestellt; Frankfurt und Berlin haben teilweisen CT‑Einsatz. 3) Flughafen Palma: 100‑Milliliter‑Regel bleibt, Flüssigkeiten seit Nov. 2024 nicht mehr zwingend herausnehmen. 4) Vorher auf der Website des Abflughafens prüfen und bei Unsicherheit etwas Zeit am Check‑in einplanen.
Häufige Fragen
Welche Änderungen gelten bei Flüssigkeiten am Münchner Flughafen mit CT-Spuren?
Wie erkenne ich, ob mein Abflugterminal München CT-Spuren nutzt?
Was gilt am Flughafen Palma de Mallorca bei Flüssigkeiten im Handgepäck?
Welche Rolle spielen CT-Spuren an Nürnberg, Frankfurt und Berlin für Mallorca-Reisende?
Wie wirkt sich die neue Technik auf Pendler zwischen Mallorca und Deutschland aus?
Was sollte ich beim Packen beachten, um Zeit am Check-in zu sparen?
Wie wirkt sich CT-Spuren auf Kosmetik aus, im Vergleich München vs Palma?
Gibt es Hinweise, dass weitere Flughäfen dem Münchner Modell folgen könnten?
Ähnliche Nachrichten

Seit 45 Jahren auf Mallorca – und dann das: Wie ein Marktbesuch in Santa Ponça zur Lehre wurde
Eine Frau, die seit Jahrzehnten auf der Insel lebt, verlor beim Mercat Setmanal in Santa Ponça Geld und wichtige Dokumen...
10‑Prozent‑Aufschlag am Strand: Wie legal und transparent ist das Zusatzgeld an der Playa de Muro?
Ein deutscher Teilzeitresident bemerkt Tage nach dem Restaurantbesuch in Playa de Muro: Auf der Rechnung steht ein pausc...

Leiche in der Nähe des Llevant-Markts: Was dieser Tod über unsere Stadt sagt
Ein Mann wurde am Sonntagnachmittag unweit des Llevant-Markts tot aufgefunden. Die Polizei spricht von natürlichem Tod. ...

Promis, Ein-Punkt-Drama und Sommerabend in Santa Ponça: Padel feiert auf Mallorca
Rund 400 Spieler, ein radikales Format – und prominente Gäste auf den Courts des Mallorca Country Club: Die One Point Ch...

Wer bleibt, wer geht? Ein Reality-Check zur Zukunft der Mallorquiner
Ein emeritierter Inselgeograf sieht die Mallorquiner in der Defensive: Was bedeutet das für Alltag, Wohnraum und die Ide...
Mehr zum Entdecken
Entdecke weitere interessante Inhalte