
Neuer Fuß- und Radweg an der Playa de Palma fertiggestellt
Neuer Fuß- und Radweg an der Playa de Palma fertiggestellt
Eine 420 Meter lange, beleuchtete Verbindung zwischen Es Pil·larí und der Playa de Palma macht den Weg für mehr Zu-Fuß- und Radverkehr frei. Ein kleiner, sichtbarer Schritt Richtung vernetzter Stadt.
Neuer Fuß- und Radweg an der Playa de Palma fertiggestellt
420 Meter, Beleuchtung und der Blick auf die Autopista — ein Stück Stadt rückt zusammen
Wer in den frühen Morgenstunden an der Playa de Palma entlang joggt, kennt das: der Wind trägt Salz vom Meer herüber, die ersten Lieferwagen tuckern noch, und über allem ziehen die Lichter der Flugzeuge zur Startbahn. Genau an diesem Randstück hat die Stadt jetzt ein neues Band aus Asphalt gelegt: rund 420 Meter Fuß- und Radweg zwischen Es Pil·larí und der Playa de Palma, beleuchtet, klar abgegrenzt — fertiggestellt und freigegeben.
Das ist keine große Schlagzeile, aber eine, die man im Alltag spürt. Mütter mit Kinderwagen, Rentner mit Einkaufstüten, Radpendler auf dem Weg zur Arbeit — sie alle bekommen einen sicheren, durchgehenden Weg, der bisher immer wieder am Straßengraben der Flughafenautobahn abbrach. Die Trennung durch die Autopista hat Stadtviertel kleingeschnitten; das neue Stück gehört zu einem größeren Projekt, das in mehreren Phasen weitergeführt werden soll, bis die Verbindung bis nach Sant Jordi reicht.
Praktisch heißt das: mehr Leute werden kurze Wege zu Fuß oder per Rad erledigen können. Die Beleuchtung macht einen Unterschied in der dunklen Jahreszeit. Abends, wenn die Strandbars schließen und das Rauschen der Wellen lauter wird, fühlt sich der Weg schon jetzt sicherer an. Und morgens tut es gut zu sehen, wie ein klares Band die Promenade mit dem Hinterland verknüpft.
Man merkt die Details: Die Abgrenzung zur Fahrbahn ist bewusst gestaltet, genug Raum für Passanten und Radfahrer bleibt. Es gibt Stellen mit Bänken, ein paar Palmen, die dem nächtlichen Schein der Lampen Silhouetten verleihen. Keine großen Architekturposen — einfach solide Stadtarbeit, die man anfassen kann. Warum das für Mallorca zählt? Weil es die Art ist, wie Städte kleinteilig besser werden. Kürzere Wege, weniger Autos für kurze Strecken, mehr Platz für Menschen — genau das hilft, den Alltag leiser und freundlicher zu machen. Für Anwohner bedeutet es weniger Hupen, für Gäste eine entspanntere Anreise zum Strand, und für Radfahrer eine sicherere Spur, die an Bedeutung gewinnt, je mehr Abschnitte verbunden werden.
Der Blick geht bereits nach vorn. Die Pläne sehen vor, die Strecke Schritt für Schritt bis Sant Jordi zu verlängern. Wenn die weiteren Abschnitte kommen, wird die Verbindung nicht nur praktisch, sondern auch ein Signal: Palma denkt in Wegen, nicht nur in Straßen. Und das auf einer Strecke, die früher durch die Autobahn zerschnitten war.
Wer heute über den neuen Abschnitt geht, hört außerdem etwas anderes: Gespräche auf Mallorquin, das Klappern von Fahrradkettchen, das gelegentliche Piepen eines E-Bikes und das entfernte Brummen der Autopista. Kleine Töne, große Wirkung. Es ist ein Stück Stadt, das sich wieder annähert. Für die nächsten Monate heißt das: ausprobieren, laufen, radeln. Achten Sie auf die Markierungen, respektieren Sie den kombinierten Gebrauch von Fußgängern und Radlern, und genießen Sie die kurze, aber spürbare Verbindung zwischen Strand und Stadt. Wenn anschließend die Pläne für den weiteren Ausbau umgesetzt werden, könnte aus diesem 420-Meter-Segment bald ein selbstverständliches Stück der täglichen Wege werden — ohne Umwege, ohne Umständliches.
Ein vorsichtiges, aber spürbares Plus für das tägliche Leben an der Playa de Palma. Kein großes Spektakel, eher ein pragmatischer Griff zur Straßenkarte: die Stadt nähert sich langsam wieder den Menschen an.
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