Palma: Velodrom El Tirador wird Park – 11.900 m² Grün geplant

Aus Velodrom wird Stadtpark: Palma pflanzt neue grüne Lunge

Aus Velodrom wird Stadtpark: Palma pflanzt neue grüne Lunge

Die brachliegende Radrennbahn El Tirador mitten in Palma soll bis 2027 in einen öffentlichen Park verwandelt werden. Historische Bauten bleiben erhalten, knapp 12.000 m² werden grün.

Aus Velodrom wird Stadtpark: Palma pflanzt neue grüne Lunge

Mitten im Geräusch des Verkehrs auf den Avenidas, zwischen dem leisen Rauschen des Torrent de Sa Riera und den Café-Tellern auf dem Passeig Mallorca, liegt seit Jahrzehnten ein stiller Fleck: die ehemalige Radrennbahn El Tirador. Jetzt soll daraus ein öffentlich zugänglicher Park werden – ein Stück Grün, das der Innenstadt Atem verschaffen soll.

Was geplant ist

Die Stadtverwaltung hat einen Entwurf vorgelegt, nach dem das rund 22.300 Quadratmeter große Gelände in einen weitgehend naturbelassenen Park umgewandelt wird. Etwa 11.900 Quadratmeter sollen künftig als Grünfläche dienen; Wege, Sitzbereiche und Hinweise zur Geschichte des Ortes ergänzen das Konzept. Die historische Bebauung und die Bahn selbst bleiben erhalten und werden in das neue Ensemble integriert, weil das Areal unter Denkmalschutz steht (Bien de Interés Cultural).

Finanziell sind für die Maßnahmen rund 3,6 Millionen Euro eingeplant. Die Verantwortlichen peilen den Beschluss des endgültigen Projekts noch in diesem Jahr an; der Baubeginn ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

Wie sich das auf den Stadtalltag auswirkt

Der künftige Park wird nicht allein für Spaziergänger und Hundebesitzer da sein. Geplant sind neue Zugänge vom Altstadtring, ein dichtes Wegenetz, Aufenthaltszonen und zwei Fußgängerbrücken, die das Areal mit dem benachbarten Parc des Canòdrom verbinden sollen. Dadurch entsteht ein weiterer Abschnitt der sogenannten Falca Verda, eines durchgehenden Grüngürtels, der den Parc de Sa Riera mit dem Passeig Mallorca verknüpft und verschiedene Viertel besser verbindet.

Wer an einem lauen Abend die Avenidas entlangspaziert, sieht bereits die Vorteile: mehr Schatten in Sommerhitze, zusätzliche Flächen für Kinder zum Rennen und für Nachbarn, die sich auf einer Bank treffen können. Es ist vorstellbar, dass auf den neuen Pfaden Jogger die Runde drehen, ältere Menschen unter Zitrusbäumen plaudern und Schulklassen hier Biologie-Unterricht im Freien bekommen.

Ort, Geschichte und Natur

Die Radrennbahn hat seit 1973 keine reguläre Nutzung mehr erfahren und wirkt bis heute wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. Die Lage am östlichen Ufer des Torrent de Sa Riera, nur einen Straßenzug vom Altstadtring entfernt, macht das Gelände stadtökologisch wertvoll: Wasserläufe und Bäume können kühlen, Insekten und Vögel anlocken und eine kleine Oase in der sonst dicht bebauten Innenstadt schaffen.

Die Restaurierung der markanten Bauten soll die historische Identität bewahren. Die neue Gestaltung betont bewusst natürliche Beläge und Vegetation, um die biologische Vielfalt zu fördern und möglichst viele heimische Pflanzenarten einzusetzen.

Warum das für Palma wichtig ist

Städtisches Grün ist in Palma mehr als Dekoration. Gerade in heißen Sommern sinken Temperaturspitzen dort, wo Bäume Schatten spenden. Grünflächen sind Treffpunkte, verbessern die Luftqualität und schaffen Räume, in denen Nachbarschaften zusammenrücken. Der Schritt, ein lange abgesperrtes Gelände wieder öffentlich zu machen, sorgt dafür, dass städtischer Raum zurück an die Menschen gegeben wird.

Blick nach vorn

In der Praxis wird es darauf ankommen, wie der Park betrieben und gepflegt wird. Ideen aus anderen Teilen der Insel zeigen: Gemeinschaftliche Pflanzaktionen, ein kleiner Jahreskalender mit Veranstaltungen und eine klare, niedrigschwellige Pflegeplanung sorgen dafür, dass neue Grünanlagen nicht nur beginnen, sondern auch bestehen bleiben. Die Verbindung zur Falca Verda öffnet außerdem die Chance, Spazierwege und Naturerfahrungen durch die Stadt zu verlängern.

Wer in ein paar Jahren an der Brücke über den Torrent de Sa Riera steht, kann statt Zaun und Rost vielleicht das Zwitschern von Vögeln hören und sehen, wie eine Fläche wiederbelebt wurde, die lange still lag. Für Palma ist das ein Stück Alltag, das grüner wird – und ein Angebot an alle, dieses Stück Stadt miteinander zu nutzen.

Zeitleiste in Kürze: Fläche: ca. 22.300 m²; Geplante Grünfläche: ca. 11.900 m²; Budget: rund 3,6 Mio. Euro; Projektentscheidung: bis Ende 2026; Baubeginn: erstes Quartal 2027.

Häufige Fragen

Was passiert mit der alten Radrennbahn El Tirador in Palma?

Die ehemalige Radrennbahn El Tirador in Palma soll zu einem öffentlich zugänglichen Stadtpark werden. Geplant ist ein weitgehend naturnahes Grünareal mit Wegen, Sitzplätzen und Hinweisen zur Geschichte des Ortes. Die historischen Gebäude und die Bahn selbst sollen erhalten bleiben, weil das Gelände unter Denkmalschutz steht.

Wann soll der neue Park in Palma gebaut werden?

Der Baubeginn ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Vorher muss das endgültige Projekt noch beschlossen werden, was die Stadt noch im laufenden Jahr anpeilt. Bis dahin geht es vor allem um Planung, Genehmigungen und die konkrete Ausgestaltung des Areals.

Wie viel Grünfläche entsteht auf dem Gelände von El Tirador in Palma?

Von dem rund 22.300 Quadratmeter großen Gelände sollen etwa 11.900 Quadratmeter als Grünfläche genutzt werden. Dazu kommen Wege, Aufenthaltsbereiche und Elemente, die an die Geschichte des Ortes erinnern. Das Konzept setzt bewusst auf eine naturnahe Gestaltung mit möglichst vielen heimischen Pflanzen.

Wie teuer wird der neue Stadtpark in Palma?

Für die Umgestaltung sind rund 3,6 Millionen Euro eingeplant. Die Summe soll die neue Parkanlage, die Wegeführung und die behutsame Einbindung der historischen Bausubstanz abdecken. Konkrete Details zur späteren Ausführung können sich im Planungsprozess noch verändern.

Wird die alte Architektur der Radrennbahn in Palma erhalten?

Ja, die historische Bebauung und die Bahn sollen erhalten bleiben. Das Gelände steht unter Denkmalschutz, deshalb wird die neue Parkgestaltung so angelegt, dass die alte Anlage sichtbar und lesbar bleibt. Geplant ist also kein kompletter Neubau, sondern eine Umwandlung mit Respekt vor dem Bestand.

Was bringt der neue Park an der Avenidas in Palma im Alltag?

Der Park soll mehr Schatten, Aufenthaltsqualität und eine ruhigere grüne Fläche in der Innenstadt schaffen. Geplant sind außerdem Verbindungen für Fußgänger, damit das Areal besser in den Stadtalltag eingebunden wird. Für Spaziergänge, kleine Pausen oder den Weg durch die Stadt kann das eine spürbare Verbesserung sein.

Ist der neue Park in Palma auch für Hunde und Spaziergänge gedacht?

Ja, der künftige Park soll auch ein Ort für Spaziergänge und den Alltag im Viertel werden. Vorgesehen sind Wege, Sitzbereiche und offene Flächen, die sich für kurze Runden oder eine Pause im Grünen eignen. Die genaue Nutzung hängt später davon ab, wie der Park betrieben und gepflegt wird.

Wie verbessert die Falca Verda die Grünverbindung in Palma?

Die Falca Verda soll verschiedene Grünräume in Palma miteinander verbinden und einen durchgehenden grünen Abschnitt durch die Stadt schaffen. Der neue Park auf dem Gelände von El Tirador ist als Teil dieses Netzes gedacht und soll den Parc de Sa Riera mit dem Passeig Mallorca besser verknüpfen. So entstehen nicht nur einzelne Grünflächen, sondern auch längere Wege durch die Stadt.

Ähnliche Nachrichten