
Früher an die Leine: Schermesserfisch-Saison auf Mallorca und Menorca startet am 31. August
Die Balearenregierung erlaubt Hobbyanglern auf Mallorca und Menorca einen Tag früher loszulegen: Die Schermesserfisch-Saison beginnt am 31. August. Was Angler jetzt wissen sollten.
Schermesserfisch-Saison beginnt einen Tag früher: 31. August auf Mallorca und Menorca
Wer am Kai steht, hört das leise Klacken der Ruten, den Duft von Espresso und das entfernte Brummen eines auslaufenden Fischerboots. Dieses kleine Morgenritual hat seit heute einen neuen Takt: Auf Mallorca und Menorca dürfen Freizeitangler den sogenannten Schermesserfisch bereits ab 31. August fangen — einen Tag früher als ursprünglich vorgesehen. Die Balearenregierung hat dafür eine Ausnahmegenehmigung erteilt.
Warum die Regelung vorgezogen wurde
Hinter dem vorgezogenen Start steht kein spektakuläres Politikmanöver, sondern eher eine pragmatische Entscheidung: Die Bestandslage wird aktuell als stabil eingeschätzt, und man möchte den lokalen Freizeitfischern etwas Spielraum geben. Besonders in kleinen Orten wie Port d'Alcúdia oder Portocolom bedeutet ein zusätzlicher Tag weniger Gedränge am ersten Septembermorgen und mehr Zeit, die Wochenenden besser zu verteilen.
Ich war früh am Fischersteg von Port d'Alcúdia — Nebel über dem Wasser, zwei Männer mit Eimern, die Netze noch etwas feucht vom Vortag. Einer lächelte verschmitzt und meinte: „Besser einen Tag früher als später – da ist der Kaffee auf dem Kai noch heiß.“ Solche Beobachtungen sind typisch für die Insel: praktisch, mit einem Augenzwinkern und immer verbunden mit der Hoffnung auf einen guten Fang.
Wichtige Regeln für Angler
Auch wenn das Freigeben eines zusätzlichen Tages wie ein Geschenk wirkt, gelten klare Grenzen: Pro Person sind maximal 50 Schermesserfische pro Tag erlaubt — eine Vorschrift, die sowohl für Mallorca als auch für Menorca gilt. Für Ibiza und Formentera ändert sich nichts; dort bleibt der Saisonstart beim 1. September. Wer an beliebten Stränden wie Cala Millor oder in beschaulichen Häfen wie Portocolom angelt, sollte den Angelschein dabeihaben und sich lokal über weitere Bestimmungen informieren.
Verantwortungsbewusstsein bleibt zentral: Keine unnötigen Fänge, Rücksicht auf Schonmaße und Rückfragen beim Rathaus, wenn etwas unklar ist. Auf den Inseln kennt man die Kontrollen — besser eine kurze Nachfrage am Morgen als eine unangenehme Begegnung mit der Kontrolleurin später.
Was die Änderung für Einheimische und Gäste bedeutet
Für die Inselbewohner heißt das früh aufstehen, für die Wochenendpläne etwas mehr Ruhe und für Touristen eine Einladung, sich an lokale Gepflogenheiten zu halten. Wer die Rute auswirft, sollte sich der Tradition bewusst sein: Hier geht es nicht nur ums Fangen, sondern ums Miteinander am Meer — Gespräche über den besten Köder, das richtige Wetterfenster und das Austauschen von Rezepttipps für den Abend.
Praktischer Tipp: Auf die Gezeiten achten, frischen Köder verwenden und eine Kühlbox dabei haben. Wer etwas fängt, kann lokalen Geschäften oder dem kleinen Fischmarkt im Ort eine Freude machen — so bleibt die Wertschöpfung in der Gemeinde.
Ausblick
Der zusätzliche Tag mag unscheinbar wirken, ist aber ein netter Zug in Richtung Alltagserleichterung für viele Hobbyfischer. Wenn alle mit Bedacht handeln, bleibt genug für kommende Saisons — und das Meer schenkt uns weiterhin diese frühen Morgenstunden, wenn die Insel noch schläft und nur die Möwen und die Rufe der Fischer die Stille durchbrechen.
Also: Rute einpacken, Schein bereithalten, respektvoll fischen — und vielleicht vorher noch einen Espresso auf dem Kai. Die See hat ihren Rhythmus; wir dürfen gern einen Tag früher mit ihm schwingen.
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