
Steve Buscemi kommt nach Palma: Ein New Yorker bringt Hollywood‑Flair zum EMIFF
Am 21. Oktober verleiht das Evolution Mallorca International Film Festival Steve Buscemi den Evolution Icon Award. Mehr als ein roter Teppich: Das Festival zeigt 130 Filme, stellt lokale Produktionen aus den Balearen ins Rampenlicht und verwandelt Palma für ein paar Herbsttage in einen Treffpunkt der Filmwelt.
Ein New Yorker Schauspieler bringt ein Stück Hollywood an die Bucht
Am Passeig Mallorca, zwischen dampfenden Espressotassen und Lieferkartons, wirkt die Nachricht fast surreal: Steve Buscemi, dieser New Yorker Charakterkopf mit der schiefen Miene, kommt im Oktober nach Palma. Am 21. Oktober soll er im Palau de Congressos den Evolution Icon Award des Evolution Mallorca International Film Festival entgegennehmen — ein kleines Spektakel, das die Stadt für einige Tage in Filmstimmung taucht. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
Wann, wo, wie sich Palma verändert
Die Eröffnungsgala am Abend wird sich anders anfühlen als ein gewöhnlicher Herbstspaziergang: Menschen in verschiedenen Sprachen, das Klackern von Baugerüsten irgendwo hinter dem Hafen, eine Möwe, die über dem Passeig Mallorca ihre Runden zieht. Vom Hotel Portitxol bis zum Teatre Principal mischen sich Einheimische und Festivalgäste, und für ein paar Stunden atmet Palma Kino. Es ist kein Cannes, aber genau das macht den Reiz aus — nahbar, ein bisschen improvisiert, mit dem Geruch von Meer und Kaffeebohnen in der Luft. Wer mehr über die Veranstaltung erfahren möchte, kann hier klicken.
Buscemi, sein Film und das Programm
Steve Buscemi ist nicht der klassische Hollywoodstar – er ist der Mann für die Ecken und Kanten, die Rollen, die hängen bleiben. Seine Anwesenheit verleiht dem Festival eine zusätzliche Schicht Glaubwürdigkeit. Im Programm taucht auch sein aktueller Film Psycho Therapy auf; insgesamt zeigt das EMIFF rund 130 Filme, vom spanischen Klassiker bis zum experimentellen Kurzfilm. Das ergibt eine dichte Woche mit Vorführungen, Q&As und überraschenden Begegnungen auf den Gängen des Palau. Für einen tieferen Einblick in die Bedeutung des Festivals lohnt sich ein Blick auf diesen Artikel.
Gäste, Ehrungen und lokale Stimmen
Neben Buscemi werden noch andere Namen erwartet: Ingrid García Jonsson bekommt einen Nachwuchspreis, Kameramann Phedon Papamichael ist mit einer Sonderprojektion präsent, und Regisseur Julio Medem zeigt eines seiner früheren Werke. Festivalgründerin Sandra Lipski beschreibt die Auswahl als „stark“ — eine kurze, sympathische Bestätigung, die man in den Straßencafés mit einem zweiten Espresso begleitet.
Made in Baleares: Fenster für lokale Filmschaffende
Ein besonders wichtiger Teil des Festivals ist das Segment Made in Baleares. Rund fünfzig Produktionen aus der Region werden gezeigt — kurze Filme, Dokumentationen, Mutproben junger Filmemacherinnen und Filmemacher. Für die lokale Szene ist das mehr als eine Vorführung: Es ist die Chance, vor Nachbarn, Freunden und internationalen Gästen zu bestehen. Jemand, der sonst nur beim Inselsommer Festivalsäle füllt, kann hier plötzlich ins Rampenlicht treten.
Warum das für Mallorca mehr als ein Event ist
Ein Filmfestival bringt nicht nur Besucher ins Hotel, es schafft Begegnungen und Netzwerke. Lokale Crews knüpfen Kontakte, Nachwuchsregisseurinnen finden Mentoren, und die Stadt zeigt sich kulturell offen — zwischen Fischerbooten und Baustellen. Ökonomisch sind es ein paar gute Wochen für Bars und Kinos, kulturell aber entsteht etwas Substanzielleres: Ein Ort, an dem Geschichten erzählt und geteilt werden.
Ironisch gesagt: Für ein paar Tage darf die Insel ein kleines Stück Filmwelt sein. Und wer demnächst am Passeig Mallorca seinen Espresso hebt, wird vielleicht nicht sofort ein Hollywood-Stern sehen — aber ganz sicher einen New Yorker, der sich auf den Abend vorbereitet.
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