Maria José Montiel und Miquel Estelrich: Liederabend im Castell de Bellver

Von Brücken und Seelen: Montiel und Estelrich bringen Lieder in den Castell de Bellver

Von Brücken und Seelen: Montiel und Estelrich bringen Lieder in den Castell de Bellver

Am 25. August treten Maria José Montiel und Miquel Estelrich im Castell de Bellver auf – ein Abend mit Liedern aus Spanien, Frankreich und Lateinamerika, der die lauen Sommernächte Mallorcas bereichert.

Von Brücken und Seelen: Montiel und Estelrich bringen Lieder in den Castell de Bellver

Ein Abend für Stimmen, Klavier und die laue Luft über Palma

Wenn man abends den Fahrstuhl vom Passeig Mallorca Richtung Castell de Bellver nimmt, riecht man oft noch die Hitze des Tages in den Kiefern. Dann setzen sich die Stimmen der Stadt leise zusammen: Touristen suchen den Weg, ein Pärchen streitet über die richtige Straßenecke, irgendwo klappert Besteck aus einer Tapas-Bar – und über all dem liegt Musik, die man kaum erwartet, bis sie plötzlich da ist. So ein Abend steht am 25. August bevor, wenn die Mezzosopranistin Maria José Montiel und der Pianist Miquel Estelrich das Programm „De puentes y almas“ im Rahmen der Nits a Bellver spielen.

Das Duo bringt ein Repertoire mit, das zwischen Spanien, Frankreich und Lateinamerika pendelt. Auf dem Plan stehen Lieder von Xavier Montsalvatge und Manuel de Falla – letzteren ehrt das Konzert in einem Jahr, in dem sein 150. Geburtstag erinnert wird – ebenso wie Stücke von Joaquín Turina, Ernesto Halffter, Ernesto Lecuona und anderen Komponisten, die in vielen Wohnzimmern und Konzertsälen dieser Sprachräume präsent sind. Auch Namen wie Ravel, Debussy oder Ginastera finden ihren Platz; es ist ein Programm, das musikalische Verbindungen sichtbar macht, ohne sich in historischem Ballast zu verlieren.

Montiel ist international bekannt und wurde mit dem spanischen Nationalen Musikpreis ausgezeichnet. Heute lehrt sie Gesang an der Universität der Künste in Berlin. Estelrich hat als Pianist und Pädagoge Spuren auf Mallorca hinterlassen: Er gründete das Conservatori Superior de Música de les Illes Balears und steht seit Jahren als Pianist und Begleiter auf Bühnen. Ihre lange Zusammenarbeit ist hörbar: In kleinen Akzenten, in Pausen, in der Art, wie die Stimme und das Klavierspiel einander zuhören. Solche Details machen ein Konzert zu einem Erlebnis, das man nicht nur hört, sondern spürt.

Warum das gut tut für Mallorca? Weil es zeigt, dass die Insel mehr ist als Strand und Party. Der Castell de Bellver, mit seinen runden Mauern und der Aussicht auf die Bucht, ist so ein Ort, an dem sich Musik und Landschaft verbinden. Ein Konzert dort bringt Menschen aus unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten zusammen: Einheimische, die nach einem Arbeitstag auf dem Fahrrad auftauchen, Konzertgänger, die den Abend planen, und Besucher, die überrascht sind, eine so sorgfältig zusammengestellte Liedersammlung zu hören. Das stärkt das kulturelle Leben in Palma in einer Zeit, in der die Insel von vielen Seiten beansprucht wird.

Die Veranstaltung wird von der Associació d’Amics de la Música de les Illes Balears (Aulos), dem Ajuntament de Palma und dem Institut d’Estudis Baleàrics organisiert; Daikin und Vivenda unterstützen das Konzert. Solche Kooperationen sind kein Selbstzweck: Sie ermöglichen Programme, die kleineren, besonderen Momenten Raum geben – etwa einem Liederabend, der in intimer Besetzung stattfindet und dennoch ein großes Publikum erreicht.

Es lohnt sich, schon vorab eine Karte zu sichern. Ein Konzert mit dieser Besetzung füllt sich leicht, nicht zuletzt weil der Klang eines Stimmen-Klavier-Duos in einem historischen Gemäuer eine eigene Magie entfaltet. Für die Insel bedeutet das auch einen Impuls für junge Musiker: Wenn Studierende des Conservatori über die Mauern hinweg hören, was auf einer solchen Bühne möglich ist, wirkt das inspirierend.

Ich stelle mir vor, wie die Abendluft langsam kälter wird, wie die Zikaden aufhören und die ersten Töne über die Terrasse ziehen. Ein Lied hebt an, das Publikum hält den Atem, und für einen Moment sind alle Brücken spürbar, die Musik zwischen Ländern und Menschen schlägt. Solche Nächte bleiben im Gedächtnis – und geben dem Alltag auf Mallorca eine andere Farbe.

Praktisch: Das Konzert beginnt um 21 Uhr. Wer die Sommerhitze gegen einen musikalischen Abend tauschen will, findet in Bellver einen Ort, an dem Stimme und Klavier miteinander sprechen und das Publikum zuhört. Es ist ein Termin, der zu den ruhigen, besonderen Erlebnissen des Spätsommers gehört – genau das, was Palma in diesen Wochen gut gebrauchen kann.

Ausblick: Wenn die Zusammenarbeit von Montiel und Estelrich weiter Raum in den Programmen der Insel findet, heißt das: mehr feine, kammermusikalische Abende, mehr Austausch zwischen Lehrenden und Lernenden, und mehr Möglichkeiten, Mallorca als Ort ernstzunehmender Musik zu erleben.

Häufige Fragen

Welche Stücke sind beim Liederabend von Montiel und Estelrich im Castell de Bellver zu hören?

Der Abend präsentiert Lieder aus Spanien, Frankreich und Lateinamerika. Geplant sind Werke von Xavier Montsalvatge, Manuel de Falla, Joaquín Turina, Ernesto Halffter und Ernesto Lecuona, ergänzt durch Stücke von Ravel, Debussy und Ginastera. Die Sängerin Maria José Montiel und der Pianist Miquel Estelrich arbeiten im Wechsel und hören einander aufmerksam zu – typisch für ein kammermusikalisches Duo.

Wie fühlt sich ein Konzertabend im Castell de Bellver an?

Man spürt die warme Luft des Sommers, dazu die Stille des historischen Gemäuers und den Blick auf Palma. Ein Stimmen-Klavier-Duo spricht leise miteinander, und Pausen arbeiten wie Atemzüge. Der Klang verschmilzt mit der Abendstimmung und macht den Ort einzigartig.

Wann und wo findet der Liederabend statt?

Der Auftritt findet am 25. August um 21 Uhr im Castell de Bellver in Palma statt. Die Veranstaltungsreihe Nits a Bellver begleitet das Konzert in diesem besonderen Ambiente. Das Programm bietet intime Kammermusik, fernab größerer Bühnen.

Welche Bedeutung hat dieses Konzert für Mallorca?

Es zeigt, dass Mallorca mehr ist als Strand und Party und stärkt das kulturelle Leben, indem besondere Momente stattfinden. Die Veranstaltung bringt Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten zusammen – Einheimische, Besucher und Konzertgänger. Solche Abende tragen zur Vielfalt der Insel bei.

Welche Organisationen stehen hinter dem Konzert?

Es wird von der Associació d’Amics de la Música de les Illes Balears (Aulos), dem Ajuntament de Palma und dem Institut d’Estudis Baleàrics organisiert; Daikin und Vivenda unterstützen das Konzert. Diese Kooperationen ermöglichen intime, sorgfältig zusammengestellte Programme.

Wie wirkt sich Montiel und Estelrichs langjährige Zusammenarbeit aus?

Die lange Zusammenarbeit zeigt sich in feinen Akzenten, Pausen und in der Art, wie Stimme und Klavier einander zuhören. Dadurch entsteht ein Kammermusik-Erlebnis, das mehr zu hören als zu sehen ist. Das Duo begleitet das Publikum in eine fragile, hörbare Nähe.

Gibt es Hinweise, dass solche Abende Nachwuchsmusiker inspirieren?

Ja. Die Zusammenarbeit erzeugt Inspiration für Studierende des Conservatori de Música de les Illes Balears, die hören, was auf einer professionellen Bühne möglich ist. Solche Abende zeigen, was auf der Insel möglich ist und motivieren junge Musiker, ähnliche Wege zu gehen.

Wie klingt das Repertoire als kulturelle Reise?

Es präsentiert eine Reise durch verschiedene Kulturen: Spanien, Frankreich und Lateinamerika, interpretiert von Montiel und Estelrich. Die Stücke umfassen Komponisten wie Montsalvatge, Falla, Turina, Lecuona, Halffter, Ravel, Debussy und Ginastera. Die Verbindung dieser Klangräume macht die Musik greifbar, ohne in historischen Ballast zu verfallen.

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