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Weihnachten auf Mallorca: Alte Bräuche, neue Freude

Kurzer, persönlicher Führer zu mallorquinischen Weihnachtsritualen – von der Mitternachtsmesse bis zur Ankunft der Reyes Magos.

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MM
Mallorca Magic
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3. Dezember 2025
5 Min. Lesezeit
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Weihnachten auf Mallorca: Alte Bräuche, neue Freude
Ich wohne seit Jahren auf der Insel und finde: Weihnachten hier ist ein eigener kleiner Kosmos. Die Abende sind frisch, aber nicht frostig, und die Stadtkerne von Palma und die Dörfer entlang der Küste füllen sich mit Familien und Lichtern. Vieles dreht sich um Nochebuena am 24. Dezember – das gemeinsame Essen, die dicken Tassen heiße Schokolade und die coca de Nadal auf dem Tisch. Und dann gibt es den 5. und 6. Januar, die Tage, an denen die Kinder wirklich im Zentrum stehen. Die Ankunft der Reyes Magos in Palma ist ein Spektakel mit Schiff, Musik und Süßigkeitenregen; in kleineren Orten steigen die Könige auch gern auf Esel oder ziehen mit Traktoren durch das Dorf. Wer hier ist, sollte eine Mitternachtsmesse mit dem Cant de la Sibila erlebt haben, auch wenn man nur draußen im Einatmen der kalten Luft lauscht. Tipps: warme Schuhe, eigene Tüte für die Bonbons und ein Stück Roscón für unterwegs – am besten frisch, mit viel Orangenaroma und einer kleinen Überraschung drin.

Ankunft der Heiligen Drei Könige in Palma

Die Szene am Hafen von Palma am 5. Januar ist immer wieder etwas Besonderes. Man steht auf den Stufen bei La Llotja oder am Passeig Marítim, fröstelnd, mit einem heißen Getränk in der Hand, und wartet auf das Schiff. Es kommt mit Trompeten, Feuerwerk und einer erstaunlichen Choreografie: Schauspieler, Musikgruppen und ein gut geöltes Team, das alles über die Pier dirigiert. Die drei Könige steigen aus, wechseln fix ihre Mäntel gegen prächtige Gewänder und setzen die Kronen auf. Danach bewegt sich die Prozession durch Jaume II und den Born bis zur Plaça Cort. Kinder recken die Hände, Eltern fangen Bonbons – wer seine Taschen nicht festhält, geht leer aus. Ich erinnere mich an einen kleinen Jungen, der ein ganzes Meer aus Papierkonfetti in den Haaren hatte und trotzdem breit grinste. Wenn du mit Kindern kommst: plane das Schiff und die Parade als Tages-Highlight, aber rechne mit Menschenmengen und nimm kleine Snacks mit. In Palma sind die Umzüge am größten, aber das Herz der Tradition ist überall auf der Insel spürbar – an kleinen Kais genauso wie in der großen Kathedrale, wenn die Krippe noch leer ist und die Straßen glitzern.

Nochebuena: Essen, Musik und die Sibylle

Die Szene am Hafen von Palma am 5. Januar ist immer wieder etwas Besonderes. Man steht auf den Stufen bei La Llotja oder am Passeig Marítim, fröstelnd, mit einem heißen Getränk in der Hand, und wartet auf das Schiff. Es kommt mit Trompeten, Feuerwerk und einer erstaunlichen Choreografie: Schauspieler, Musikgruppen und ein gut geöltes Team, das alles über die Pier dirigiert. Die drei Könige steigen aus, wechseln fix ihre Mäntel gegen prächtige Gewänder und setzen die Kronen auf. Danach bewegt sich die Prozession durch Jaume II und den Born bis zur Plaça Cort. Kinder recken die Hände, Eltern fangen Bonbons – wer seine Taschen nicht festhält, geht leer aus. Ich erinnere mich an einen kleinen Jungen, der ein ganzes Meer aus Papierkonfetti in den Haaren hatte und trotzdem breit grinste. Wenn du mit Kindern kommst: plane das Schiff und die Parade als Tages-Highlight, aber rechne mit Menschenmengen und nimm kleine Snacks mit. In Palma sind die Umzüge am größten, aber das Herz der Tradition ist überall auf der Insel spürbar – an kleinen Kais genauso wie in der großen Kathedrale, wenn die Krippe noch leer ist und die Straßen glitzern.

Dia de Reyes: Roscón und kleine Könige

Der 6. Januar gehört den Kindern. Überall wird Roscón geteilt, eine Krone aus Teig mit kandierten Früchten. Wer die versteckte Bohne findet, darf am Tag die Papierkrone tragen. In vielen Dörfern ist es Brauch, Schuhe mit Heu ans Fenster zu stellen, damit die Kamele etwas finden – und am Morgen gibt es kleine Geschenke.

Feiern in Dörfern: Schiffe, Esel und Traktoren

Auf dem Land wird weniger mit Feuerwerk, mehr mit Witz gefeiert: Könige kommen per Kutsche, Esel oder sogar Traktor. Am Strand legen sie an, in kleinen Häfen steigen sie aus und verteilen Süßes an die Kinder. Diese intimen Umzüge sind weniger spektakulär, dafür herzlicher und unkomplizierter.

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