Air Canada startet Montreal–Palma: Dreimal wöchentlich ab Juni

Air Canada verbindet Montreal und Palma: Dreimal pro Woche ab Juni

Air Canada verbindet Montreal und Palma: Dreimal pro Woche ab Juni

Ab 18. Juni fliegt Air Canada regelmäßig zwischen Montreal und Palma – ein Dreamliner soll mittwochs, freitags und sonntags landen. Was das für Mallorca bedeutet und wie die Insel davon profitieren kann.

Air Canada verbindet Montreal und Palma: Dreimal pro Woche ab Juni

Neue Direktstrecke bringt kanadische Gäste im Dreamliner auf die Insel

An einem milden Morgen am Passeig del Born, wo die Kaffeedüfte der kleinen Bodegas gegen die salzige Brise vom Hafen ankämpfen, spricht man schon leise über die neuen Flüge: Ab dem 18. Juni wird eine Maschine aus Montreal regelmäßig auf Palma zusteuern. Air Canada nimmt die Strecke auf – ein Boeing 787 Dreamliner mit rund 260 Plätzen soll die Verbindung bedienen.

Die Flüge werden nach aktuellem Fahrplan dreimal wöchentlich angeboten: Montreal nach Palma (Flug AC 924) jeweils mittwochs, freitags und sonntags, Abflug aus Montreal um 19:05 Uhr mit Ankunft am nächsten Morgen um 08:30 Uhr. Die Rückflüge (AC 925) starten in Palma montags, donnerstags und samstags um 12:15 Uhr und landen in Montreal um 14:25 Uhr Ortszeit. Damit steht Mallorca neben der schon länger existierenden Saisonverbindung aus dem Großraum New York als direktes Ziel für Nordamerika noch deutlicher auf der Karte.

Der Dreamliner ist nicht bloß ein Name: Die Maschine ist für ihre großen, elektronisch dimmbaren Fenster bekannt, für sparsameren Treibstoffverbrauch und vergleichsweise leise Antriebe. Für Reisende bedeutet das oft mehr Komfort auf Langstrecken; für die Insel bedeutet es zusätzliches Potenzial ohne die lautesten Jets im Tagesbetrieb.

Warum das gute Nachrichten sind? In Cafés der Altstadt und an der Playa de Palma hört man die Erwartungen: Hoteliers, Vermieter kleiner Ferienwohnungen und Restaurantbetreiber rechnen mit Gästen, die gerne in Kultur und Gastronomie investieren. Besucher aus Nordamerika bleiben häufig mehrere Tage, buchen Ausflüge ins Tramuntana-Gebirge oder suchen sich Reihen an Kunstgalerien und Konzerten – Aktivitäten, die nicht nur am Strand Geld in die lokale Kasse spülen.

Für die Inselverwaltung und das Gewerbe bietet die Verbindung außerdem praktische Chancen, die Saison etwas zu strecken. Ein Abendflug, der früh am nächsten Morgen ankommt, passt gut zu Tagesplänen von Urlaubern, die Zeit mit Kultur und Stadtleben verbinden wollen. Taxiunternehmer am Flughafen, kleine Traditionsläden in der Nähe des Mercat de l’Olivar und die Fähren Richtung Nachbarhäfen dürften die zusätzlichen Ankünfte spüren.

Ich sehe an einem Sonntagnachmittag den typischen Alltag: Ein Lieferwagen rumpelt die Carrer de Sant Miquel hoch, Touristen mit Pullis und Rucksäcken mischen sich mit Einheimischen, und in einer Bäckerei werden früh gebackene Ensaimadas in Tüten gesteckt. Solche Szenen werden sich in den Sommermonaten vielleicht häufiger wiederholen, wenn Fluggäste aus Montreal aussteigen und erstmal einen Kaffee suchen.

Was lässt sich daraus machen? Kleine, pragmatische Schritte bringen oft viel: bessere Information am Flughafen in Englisch und Französisch, Kooperationen zwischen lokalen Veranstaltern und Reiseveranstaltern in Kanada, gezielte Werbeaktionen für Kulturangebote in Palma. Auch gastronomische Angebote, die kanadische Vorlieben berücksichtigen, können helfen — man muss ja nicht gleich Ahornsirup in jedes Café hängen, aber eine übersetzte Speisekarte oder Hinweise auf lokale Weine sind oft willkommen.

Die neue Verbindung ist kein Allheilmittel gegen Saisonschwankungen, aber ein Baustein. Wenn Palma seine Qualitäten als Stadt mit Kultur, Restaurants und kurzen Transfers zu Stränden klar kommuniziert, ist die Chance groß, dass die Insel mehr Gäste anzieht, die bewusst Zeit und Geld für Erlebnisse investieren. Und das wiederum sorgt für Arbeitsplätze in Bereichen, die auch außerhalb der Hochsaison wichtig sind.

Am Ende bleibt ein kleines, herzliches Bild: ein älterer Straßenkehrer am Plaça Major, der den ersten kanadischen Reisenden ein freundliches „Bon dia“ zuruft, ein Portier, der ein paar Sicherheitsnadeln aushändigt, und eine Stadt, die sich ein bisschen internationaler fühlt — ohne dabei die eigenen Ecken zu verlieren. Das ist die beste Nachricht für Mallorca in diesem Frühling.

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