
A.M.Y.: Zwischen Finca, Kornfeld und Schulhof – eine 13‑Jährige, die Mallorca zum Mitsummen bringt
A.M.Y.: Zwischen Finca, Kornfeld und Schulhof – eine 13‑Jährige, die Mallorca zum Mitsummen bringt
Mit Sonnenbrille, Rockgitarre und dem Mut, gegen lästige Stimmen anzusingen: Amy Horber, 13, lebt mit ihrer Familie auf Mallorca und mischt mit eigenem Songmaterial, kurzen Videos und Auftritten die lokale Szene auf.
A.M.Y.: Zwischen Finca, Kornfeld und Schulhof – eine 13‑Jährige, die Mallorca zum Mitsummen bringt
Wie eine junge Musikerin aus Costitx mit eigenen Songs, Instrumenten und einem Musikvideo die Insel aufhorchen lässt
Es ist einer dieser Spätsommernachmittage auf Mallorca: die Sonne steht noch warm über den steinigen Wegen rund um Costitx, Zikaden zirpen, und in der Luft liegt der Duft von getrocknetem Thymian. Zwischen alten Steinmauern und einer kleinen Finca taucht eine Szene auf, die in den letzten Wochen öfter zu sehen war: ein Mädchen mit orangenen Sonnenbrillengläsern, eine Band, eine Rockgitarre – und plötzlich klingt etwas, das man so nicht jeden Tag hört.
Die junge Musikerin heißt Amy Horber, sie ist 13 Jahre alt und tritt unter dem Kürzel A.M.Y. auf. Ursprünglich aus der Schweiz stammend, lebt sie seit ihrer frühen Kindheit mit ihrer Familie auf der Insel. Was auffällt: Amy ist kein typischer Kinderstar‑Projekt. Sie schreibt mit, sie spielt mehrere Instrumente – Gitarre, Bass, Piano und sogar Schlagzeug – und beteiligt sich aktiv an Produktion und Videoideen. Für ihr aktuelles Stück „GOSS!P“ ließ sie die Band vor einer Graffiti‑wand proben, filmte Szenen auf einer Finca und inszenierte Aufnahmen in einem Kornfeld; der Song selbst ist ein hell klingendes, selbstbewusstes Stück, das davon handelt, sich nicht von Gerede und Zweifeln leiten zu lassen.
Musikalisch hat Amy Rückhalt in der Familie: Beide Eltern sind in der Szene unterwegs. Der Vater arbeitet als Schlagzeuger und Produzent, die Mutter singt in einer Dark‑Rock‑Formation. Solche Abende auf der Finca, wenn die Instrumente ausgepackt werden und Nachbarn kurz stehen bleiben, gehören längst zum Alltag. Ein jüngerer Bruder ist zwar noch mit dem Skateboard unterwegs, doch die Familie atmet in weiten Teilen Musik – ein Umfeld, das Talent zwar fördert, aber nicht ersetzt: „Es muss von innen kommen“, hört man immer wieder aus solchen Haushalten, und auch bei Amy spürt man diese innere Antriebskraft.
Die ersten Schritte hat sie schon hinter sich: Vor „GOSS!P“ erschien ein erstes Stück mit dem Kürzel „N.O.A.“, und aktuell arbeitet Amy an weiteren Songs. Ihre Auftritte sind noch überschaubar, oft in der Nähe – Schule, kleine Jam‑Sessions, lokale Studios. Doch genau darin liegt ein Vorteil für Mallorca: Studios, Musiker und Locations auf der Insel werden genutzt, und das schafft Sichtbarkeit für eine Szene, die sonst leicht im Tourismusrauschen unterginge.
Der Schulhof reagierte schnell: Lehrkräfte waren überrascht, Mitschüler hörten genauer hin, und einmal drehte sich die Pause in eine spontane Wiedergabe ihres Songs. Solche Reaktionen sind kein reines Schaulaufen; sie zeigen, wie Musik Hemmschwellen senkt und junge Leute ermutigt, eigene Ideen laut zu machen. Außerdem bringt Amy Erfahrungen aus Auslandaufenthalten mit – von Los Angeles über Costa Rica bis nach Dubai – und hat so einen bunten musikalischen Rucksack, aus dem sie schöpft. In Los Angeles etwa spielte sie in einer Community‑Band in einem Park und sammelte Bühnenpraxis neben älteren und gleichaltrigen Musikern.
Für die Insel ist das ein gutes Signal: Junge Talente, die hier leben oder hier produzieren, sorgen für einen lebendigen Kulturmix. Wenn Studios und Fincas zu Übungs‑ und Drehorten werden, profitiert das lokale Gewerbe – Techniker, Kameraleute, Tontechniker, kleine Labels und Veranstalter. Darüber hinaus ist es eine Erinnerung daran, dass Mallorca mehr ist als Strände und Hotels; es ist ein Lebensraum, in dem Kreativität wachsen kann.
Was bleibt als Ausblick? Amy arbeitet weiter an neuem Material, bleibt auf der Insel verwurzelt und führt zugleich internationale Erfahrungen mit. Für die, die auf Mallorca leben, ist ihre Entwicklung ein kleines Versprechen: Nachwuchs, der nicht nur konsumiert, sondern selber produziert. Für Eltern und Lehrer ist es ein praktisches Beispiel, wie Förderung, Alltag und ein bisschen Mut zu einer echten Perspektive führen können.
Am Abend, wenn die Straßenlaternen auf dem Dorfplatz von Costitx angehen und ein paar Teenager ihre Boards parken, kann man sich vorstellen, wie erste Akkorde durch die Gassen ziehen. Kein großes Stadion, noch nicht – aber eine Gitarre, ein paar Mikros und eine junge Stimme, die sagt: Ich mache mein Ding. Und das, ganz nebenbei, ist eine ziemlich mallorquinische Form von Zuversicht.
Warum das gut für Mallorca ist: Weil es lokale Musikszene stärkt, Produktionswege auf der Insel nutzt und junge Menschen ermutigt, kreativ zu werden. Eine kleine Welle – mit Potenzial, größer zu werden.
Beobachtet am Rande: Ein Nachmittag in Costitx, Kinderlachen vom Schulhof, das entfernte Klappern eines Traktors und irgendwo in der Ferne das Flirren einer neuen Melodie.
Häufige Fragen
Wie hat sich Amy Horber musikalisch entwickelt und was macht sie besonders?
Welche Instrumente beherrscht A.M.Y. und wie beeinflusst das ihren Sound?
Welche Räume spielen eine Rolle bei der Produktion junger Musikerinnen auf Mallorca?
Wie reagieren Lehrkräfte und Mitschüler auf lokale Talente wie A.M.Y.?
Welche Unterstützung gibt es für junge Musikerfamilien auf Mallorca?
Welche Möglichkeiten bietet Mallorca jungen Künstlern, aufzutreten oder zu produzieren?
Welche Bedeutung hat A.M.Y. für die kultur auf der Insel?
Wie sieht die Zukunft von A.M.Y. aus und welche Schritte stehen an?
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