
Himmelsspektakel vor Heiligabend: Doppelter Regenbogen über Palma
Ein seltener doppelter Regenbogen hat Palma am Morgen des 23. Dezember in ein kurzzeitiges Farbspektakel verwandelt. Kurzer Schauer, tief stehende Sonne und nasse Straßen sorgten für überraschende Stimmung in der Stadt – Bewohner traten mit Kaffee auf Balkone und Fotografen zückten Handys.
Himmelsspektakel vor Heiligabend: Doppelter Regenbogen über Palma
Himmelsspektakel vor Heiligabend: Doppelter Regenbogen über Palma
Ein kleiner, überraschender Farbgruß am Dienstagmorgen
Am frühen Morgen des 23. Dezember zeigte der Himmel über Palma eine Szene, die man nicht alle Tage sieht: Ein doppelter Regenbogen spannte sich über Teile der Stadt und sorgte für kurze, aber intensive Begeisterung in zahlreichen Vierteln. Es war kein lautes Ereignis, eher ein zartes Geschenk der Natur – gleichwohl eines, das viele Menschen dazu brachte, die Arbeit oder den Einkauf kurz zu unterbrechen und nach oben zu schauen.
Die Bedingungen waren typisch winterlich: kühle Luft, Wolkenfelder und kurze, leichte Schauer. Genau dieses Wechselspiel aus Regen und Sonne machte den Effekt möglich. Aus der Inselmitte zog in den Morgenstunden noch Regen auf, während an einigen Stellen die tief stehende Sonne durchbrach und die Regentropfen im richtigen Winkel traf. So bildete sich nicht nur ein heller Hauptbogen, sondern oberhalb davon ein blasser zweiter Bogen mit invertierter Farbenfolge. Wer mehr über die Auswirkungen von Regen auf das Wetter in Palma erfahren möchte, kann hier nachlesen.
Auf den Straßen rund um Passeig des Born und in Vierteln wie La Lonja und Santa Catalina sah man Menschen mit dampfendem Kaffee auf Balkonen stehen. Die Cafés füllten sich für einen Moment mit Plaudern, weil jemand gerufen hatte, man solle doch „rausgucken“. In Portixol blieben Spaziergänger am Kai stehen, Fischer schienen kurz die Arbeit zu überwachen und nicht mehr als den Himmel zu kontrollieren. Das Geklapper von Löffeln, das Glockenspiel in Plaça Cort und das entfernte Motorgeräusch einer Straßenbahn bildeten die Stadtkulisse für diese stille Vorstellung.
Fotos und kurze Videos wanderten schnell durch Nachbarschaftsgruppen und soziale Netzwerke. Nicht weil eine große Meldung daraus wurde, sondern weil solche kleinen Überraschungen etwas Verbindendes haben: Menschen zeigen anderen, was sie im Moment bewegt. Es ist eine harmlose Flucht aus dem vorweihnachtlichen Gedränge – ein paar Sekunden Stillstand, in denen der Alltag auf Abstand geht. Sollten Sie darüber nachdenken, wie sich das Wetter auf die Stimmung in der Stadt auswirkt, finden Sie einen interessanten Artikel dazu hier.
Wissenschaftlich betrachtet passiert bei einem doppelten Regenbogen dasselbe wie bei einem einzelnen, nur kommt hier eine zusätzliche Reflexion im Inneren der Wassertropfen hinzu. Dadurch ist der äußere Bogen schwächer und die Farben liegen spiegelverkehrt. Diese physikalische Kleinigkeit macht das Bild für uns aber einfach schöner: zwei konzentrische Farbenringe, als hätte der Himmel eine zweite Bühne aufgebaut.
Warum das gut für Mallorca ist? Solche Momente erinnern daran, dass die Insel nicht nur aus Stränden und Touristenpfaden besteht. Ein spontaner Regenbogen schafft Gespräche zwischen Nachbarn, bringt Passanten zum Lächeln und gibt Fotografen – von Profi bis Amateur – ein neues Motiv. Für lokale Betriebe ist es keine Werbung, aber eine freundliche Erinnerung an die Unberechenbarkeit des Wetters und die Schönheit des Alltags. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Artikel über das herbstliche Wetter in Palma hier.
Wer das nächste Mal einen Regenbogen sucht: Am besten mit dem Rücken zur Sonne stehen, in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag schauen, wenn die Sonne niedrig steht. Und: Nicht immer ist der zweite Bogen kräftig sichtbar. Er kommt öfter vor, als wir ihn bemerken, doch nur bei besonders günstigen Lichtverhältnissen zeigt er sich deutlich.
Für Palma war der Morgen ein kleines Verschnaufen vor Heiligabend. Die Straßen wurden kurz ruhiger, Gespräche leichter, und die alltägliche Hektik trat in den Hintergrund. Ein harmloses Naturereignis, das dennoch einen bleibenden Eindruck hinterließ – und das ist an einem Dezembermorgen gar nicht so selbstverständlich.
Kurzer Tipp: Wer seine Fotos teilen möchte: Die schönste Perspektive ist oft nicht die höchste, sondern die, die einen Teil der Stadt mit dem Regenbogen verbindet – eine bekannte Straße, ein alter Brunnen, ein Fischerboot. Dann wird das Bild zu einer kleinen Erinnerung an diesen ungewöhnlichen Morgen auf Mallorca.
Für Dich gelesen, recherchiert und neu interpretiert: Quelle
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