
„Fifth Season“ in Port d’Andratx: Ein Glasboden-Pool, der Passanten stehenbleiben lässt
Eine ungewöhnliche Superyacht mit dunkler Schale und einem teilweise verglasten Infinity-Pool liegt derzeit im Yachtclub von Port d’Andratx. Was der Anblick für den Ort bedeutet, ein paar Daten zur Yacht und warum Einheimische trotzdem lächeln.
„Fifth Season“ in Port d’Andratx: Ein Glasboden-Pool, der Passanten stehenbleiben lässt
Die 39,2-Meter-Yacht aus Italien bringt Design und ein überraschendes Detail an Mallorcas Südwestküste
Am Dienstagmorgen, 25. August 2026, herrschte im Yachtclub von Port d’Andratx wieder dieses spezielle Durcheinander aus Motorengeräuschen, Möwenschreien und dem Klappern von Fendern an der Kaimauer. Schon von der Uferpromenade aus stoppte der Blick, nicht weil die „Fifth Season“ besonders laut wäre, sondern weil sie anders aussieht: dunkle Rumpffarben, große Glasflächen, klare Linien – irgendwo zwischen Luxusboot und kleines Science-Fiction-Set.
Das bemerkenswerteste Detail verbirgt sich im Bug: ein Infinity-Pool mit teilweise verglastem Boden. Badegäste dort haben nicht nur den Blick aufs offene Meer, sie gleiten quasi über ein Fenster aufs Wasser. Das ist nicht nur ein Gag fürs Fotoalbum; die Konstruktion gehört offenbar zum gestalterischen Plan der Yacht: Glas soll Innen-, Deck- und Meeresraum ineinander auflösen, damit die Übergänge fließend wirken.
Gebaut wurde das Schiff von einer italienischen Werft, die 2024 auslieferte. Formgeberisch arbeiteten die Werft und ein externes Designbüro zusammen, das Interieur entstammt einem italienischen Designeratelier. Für seine Linien erhielt das Boot 2025 eine Auszeichnung bei internationalen Superyacht-Preisen. Technisch ist die „Fifth Season“ mit 39,2 Metern Länge kein Gigant, bietet aber Platz: Bis zu zwölf Gäste finden in fünf Suiten Unterkunft, betreut von sieben Crewmitgliedern. Die Eignerkabine ist auf dem Hauptdeck verortet und wartet mit privatem Arbeitsbereich und einem nach oben offenen Bad auf.
Geschwindigkeitswerte sind moderat: etwa zwölf Knoten Reise- und rund 16 Knoten als Spitze. Am Heck fallen ausfahrbare Terrassen auf, die vor Anker eine Art zweite Lounge auf See erzeugen. Die Yacht gehört nach Auskunft vor Ort einer US-amerikanischen Familie und wird privat genutzt; Charter ist demnach nicht vorgesehen. Für die Menschen hier am Hafen bleibt also vor allem die Aussicht.
Warum das gut für Mallorca ist? Solche Besuche sind kleine Schaufenster: Augen bleiben hängen, Gäste fotografieren, Händler und Handwerker bekommen Anfragen, Lokale füllen sich. Schon beim Ablegen oder beim Festmachen laufen oft Servicearbeiten an: Proviant, Diesel, Sanitäre Nachfüllungen, gelegentlich kleine Reparaturen – das bringt Einkommen, auch wenn dabei nicht jeder Cent sichtbar bleibt.
Am Kai saßen Rentner mit Kaffeetassen, Jugendliche mit Handys, ein Fischer band sein Netz, eine Kellnerin trocknete Teller – und alle schauten zur „Fifth Season“. Solche Szenen gehören zum Sommer im Hafen: das Gedränge an der Promenade, das Klirren von Cappuccino-Löffeln, Gespräche in drei Sprachen. Die Yacht bringt neues Gesprächsthema, für ein paar Stunden auch eine Art Glanz.
Für den Alltag in Port d’Andratx sind zwei Dinge wichtig: Erstens, dass solche Besucher respektvoll anlegen und die Regeln des Hafens einhalten. Zweitens, dass die Chance genutzt wird, den Ort als Service- und Erlebnisziel zu zeigen, ohne ihn zum reinen Event zu machen. Lokalbetriebe entlang der Mole profitieren, wenn Bootsbesatzungen und Eigentümer das Angebot annehmen: Catering, Handwerk, sogar Crew-Unterkünfte sind Nischen, die immer wieder Kunden brauchen.
Die „Fifth Season“ steht also nicht nur für Designspielerei, sie ist auch Spiegel einer Branche, die an vielen Stellen mit der Insel vernetzt ist. Besucher bringen Aufmerksamkeit, und Aufmerksamkeit schafft Möglichkeiten – für Gastronomie, für Werften, für lokale Dienstleister. Natürlich bleibt der kommerzielle Nutzen im Einzelfall überschaubar; wichtig ist vor allem, was die Insel aus solchen Momenten macht.
Wer die Yacht sehen will, muss nach Port d’Andratx kommen und einen Spaziergang über die Promenade machen. Fotos sind erlaubt, ein Blick von außen ist oft mehr als genug, und manchmal genügt das einfache Vergnügen, in der Nachmittagssonne zu beobachten, wie sich Wasser und Glas vermischen. Solche kleinen, glänzenden Unterbrechungen gehören zum Sommer hier – sie sorgen für Gespräche, für ein bisschen Neugier und, ja, auch für das unvermeidliche Foto, das man später Freunden schickt.
Vielleicht ist das die schönste Erkenntnis: Mallorca bleibt ein Ort, an dem sich Menschen und Boote treffen, an dem Design auf Alltag trifft und an dem man an einem Nachmittag im Hafen genug Eindrücke sammelt, um die Woche mit neuen Geschichten weiterzuerzählen.
Häufige Fragen
Was macht der Glasboden-Pool der Fifth Season in Port d’Andratx so besonders?
Ist die Fifth Season privat oder wird sie vermietet?
Welche gestalterischen Merkmale machen die Fifth Season besonders?
Wie wirkt eine solche Yacht auf den Hafen von Port d’Andratx und die lokalen Betriebe?
Wie kann man die Fifth Season am Kai beobachten oder fotografieren?
Welche Reise- oder Besuchszeiten lohnen sich, um Yachten wie die Fifth Season am Hafen zu erleben?
Was sollte man beim Besuch des Hafens beachten, um die Umgebung gerecht zu erleben?
Gibt es weitere Orte auf Mallorca, an denen ähnliche Yachten sichtbar sind oder ähnliche Erlebnisse möglich sind?
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