Models präsentieren handgefertigte Moda Artesana de Mallorca-Kollektion auf dem Laufsteg bei der Fitur in Madrid.

Fitur 2026: "Moda Artesana de Mallorca" bringt handgemachte Mode nach Madrid

Mallorca stellt bei der Fitur in Madrid die neue Marke "Moda Artesana de Mallorca" vor: Ein Gütesiegel für handgefertigte Mode von bislang 18 Kunsthandwerker:innen. Höhepunkt ist eine Modeschau am 22. Januar in den Cines Callao, später folgt eine Präsentation im Teatro Principal in Palma.

Fitur 2026: "Moda Artesana de Mallorca" bringt handgemachte Mode nach Madrid

Inselrat setzt auf Handwerk, Nachhaltigkeit und lokale Präsenz – Modeschau am 22. Januar in den Cines Callao

Wenn die Fitur in Madrid ihre Hallen öffnet, fährt die Insel nicht nur Postkartenbilder auf, sondern auch Textilien, Körbe und Handschöpfungen. Der Inselrat präsentiert die neue Marke "Moda Artesana de Mallorca" – ein offizielles Gütesiegel für handgemachte Mode. Bisher haben sich 18 Kunsthandwerkerinnen und -handwerker angeschlossen, darunter Betriebe, die traditionelle Techniken wie das Korbflechten pflegen.

Am 22. Januar gibt es in den Cines Callao in Madrid eine große Modeschau, auf der die Kollektion erstmals einem breiteren Publikum gezeigt wird. Für die Insel ist das ein bewusst gesetzter Auftritt: Mallorcas Handwerksbetriebe als Teil des touristischen Angebots sichtbar zu machen, heißt nicht nur schön anzusehen sein, sondern wirtschaftlich sinnvoll vernetzen.

Zurück auf der Insel: Wer an einem milden Januarmorgen durch Palmas Altstadt schlendert, hört das Klappern der Marktstände am Mercat de l'Olivar, sieht Lieferwagen mit frisch gebundenen Korbwaren und trifft vielleicht die junge Modemacherin, die im Hinterhof eines Stadtpalais an handbestickten Oberteilen arbeitet. Diese Szene ist Teil dessen, was die Marke vermitteln will – eine Verbindung von alltäglichem Können und kleinem Designbetrieb.

Die Marke soll Käuferinnen und Käufern signalisieren: Dieses Stück wurde lokal gefertigt, mit Techniken, die weitergegeben wurden. Für Urlauberinnen kann das ein Anlaufpunkt sein: statt Massenware ein echtes Handwerkstück mit nach Hause nehmen. Für die Kunsthandwerkerinnen bedeutet das bessere Auffindbarkeit, Verbindungen zu Verkaufsstellen und ein Erkennungszeichen bei Einkäuferinnen und Einkäufern aus dem Ausland.

Nach der Madrid-Premiere ist eine zweite Modeschau am 27. Februar im Teatro Principal in Palma geplant. Das zweite Datum macht deutlich: Die Initiative ist keine einmalige PR-Aktion. Sie soll im Jahreslauf sichtbar bleiben – auf Märkten, in Pop-up-Shops und bei speziellen Angeboten für Gäste, die mehr als Sonne und Strand suchen.

Was das konkret für Mallorca bedeutet: Ein stärkerer Fokus auf lokale Wertschöpfung, weniger Transportwege für Waren und ein Beitrag zu einem langsameren, bewussteren Konsum. Auf den Gassen von Sineu oder an den Werkbänken in Llucmajor entsteht Kleidung, die Geschichten trägt – und Tourismus kann diese Geschichten erzählen. Hotels könnten künftig kleine Kollektionen im Zimmer anbieten oder Gastgeberinnen Workshops vermitteln; das verleiht dem Aufenthalt eine intensivere Verbindung zur Insel.

Für Besucherinnen und Besucher lohnt sich ein Blick über die Strandpromenade hinaus: Wochenmärkte, Ateliers und kleine Läden sind die Orte, an denen man die neue Marke live erleben kann. Wer im Februar in Palma ist, kann die Präsentation im Teatro Principal sehen und danach den Stoff direkt bei den Machern kaufen oder bei einer Werkstattführung zusehen.

Die Idee hinter "Moda Artesana de Mallorca" klingt einfach, ist aber praxisreich: ein Siegel, das Transparenz schafft und Handwerk wertschätzt. Wenn man an einem lauen Abend den Passeig del Born hinuntergeht und eine Schaufensterbeleuchtung die feinen Nahtkanten betont, merkt man, wie sehr so ein Projekt das Bild der Insel ergänzen kann. Keine Show, die nur für eine Saison glänzt, sondern langsam gewachsene Arbeit, die Tourismus bereichert und zugleich Tradition bewahrt.

Wer Madrid besucht, kann also am 22. Januar einen Eindruck bekommen – und alle, die hier leben, sollten die kommenden Monate als Chance sehen: für Kooperationen, kleine Kollektionen und dafür, die eigene Handwerksgeschichte in den Koffer zu legen. Das ist eine Einladung an Produzentinnen, Händlerinnen und Reisende gleichermaßen: Seht, was Mallorca schafft – mit Händen, nicht mit Maschinen.

Ausblick: Die Marke hat das Potenzial, das Image Mallorcas im Ausland zu schärfen: weg vom reinen Badeziel, hin zu einer Insel mit starken lokalen Gestaltern. Wer demnächst durch Palma läuft, dem winkt vielleicht nicht nur ein Souvenirhändler, sondern ein echtes Stück Inselgeschichte.

Für Dich gelesen, recherchiert und neu interpretiert: Quelle

Ähnliche Nachrichten