Llucmajor verstärkt Maßnahmen gegen Eichenprozessionsspinner in s’Arenal, Cala Blava und Badia Gran

Frühaufsteher gegen Flusen: Llucmajor weitet Schutz vor Eichenprozessionsspinner aus

Weiße Anzüge, gelbe Schilder und frühmorgendliche Teams: Llucmajor hat Einsätze gegen den Eichenprozessionsspinner auf s’Arenal, Cala Blava und Badia Gran ausgeweitet. Was Anwohner jetzt wissen sollten — und warum das für Kinder und Hunde eine gute Nachricht ist.

Frühaufsteher gegen Flusen: Llucmajor weitet Schutz vor Eichenprozessionsspinner aus

Wer in den letzten Tagen an der Landstraße nach s’Arenal entlangfährt oder frühmorgens am Meer joggt, hat sie bestimmt gesehen: Arbeiter in weißen Schutzanzügen, gelbe Warnschilder am Wegesrand und Absperrbänder, die im Tramuntana-Wind flattern. Llucmajor hat seine jährliche Aktion gegen den Eichenprozessionsspinner ausgeweitet — neu auf der Liste stehen Viertel wie s’Arenal, Cala Blava und Badia Gran. Für viele Nachbarn heißt das erst einmal: Erleichterung.

Warum gerade jetzt genauer hingeschaut wird

Die Brennhaare der Raupen sind mehr als ein lästiges Ärgernis. Sie können bei Menschen und Tieren starke Hautreizungen, Augenentzündungen oder gar allergische Reaktionen auslösen. Besonders gefährdet sind Kinder, die unter Eichen spielen, und freilaufende Hunde, die neugierig an den Bäumen schnüffeln. Deshalb konzentriert sich die Gemeinde nicht nur auf dichte Wälder, sondern gezielt auf öffentliche Grünflächen, Schulwege und Spielplätze — die Orte, an denen wir morgens mit dem Kinderwagen oder dem Hund unterwegs sind.

Wie die Einsätze aussehen — und warum sie so früh starten

Schon vor Sonnenaufgang, wenn die Cafeterías noch den Duft von frisch gebrühtem café con leche in die Straßen schicken, sind die Teams unterwegs. Mobile Hebebühnen heben die Spezialisten in die Baumkronen, Absauggeräte saugen Nester weg, und wo nötig kommen Kettensägen zum Einsatz. In sensiblen Bereichen kommen biologische Präparate zum Einsatz; andernorts werden die Nester abgesaugt und fachgerecht entsorgt. Nach einem Einsatz hängen oft Warnschilder — meist gilt ein kurzes Betretungsverbot von 24 bis 48 Stunden, damit niemand mit den feinen Brennhaaren in Kontakt kommt.

Ein Anwohner aus s’Arenal sagte, die Teams hätten bereits um sechs Uhr gearbeitet „damit die Kinder auf dem Schulweg nichts mitbekommen“. Das trifft den Kern: Früh arbeiten heißt, später weniger Flusen in den Schuhen und weniger besorgte Eltern an den Spielplätzen.

Was Anwohner jetzt praktisch tun können

Ein paar einfache Verhaltensregeln reichen oft, um den Alltag sicherer zu machen: Keine Gespinste anfassen, Hunde an die Leine nehmen, Spielplätze meiden, wenn Warnschilder stehen. Wer verdächtige Nester entdeckt, sollte das Rathaus informieren — Llucmajor hat ein Bürgertelefon eingerichtet und reagiert in der Regel zügig. Für private Gärten gilt: Lieber die Fachleute rufen, statt selbst zu experimentieren. Schon ein kurzer Anruf kann verhindern, dass jemand mit den gefährlichen Brennhaaren in Kontakt kommt.

Blick nach vorne: Fördern statt nur reaktiv handeln

Die aktuelle Ausweitung wirkt nicht wie ein einmaliges Großreinemachen, sondern wie der Aufbau einer dauerhaften Strategie. Die Gemeinde plant, Kontrollen in den kommenden Wochen fortzuführen, gefährdete Bäume regelmäßig zu überprüfen und die Einsätze zeitlich so zu legen, dass Familien möglichst wenig gestört werden. Langfristig setzt man auf eine Kombination aus gezielter Überwachung, Information der Anwohner und der richtigen Mischung aus biologischen und mechanischen Maßnahmen.Die Gemeinde plant, die Bevölkerung zu informieren und die Einsätze zu optimieren.

Das ist kein Grund zur Panik, eher ein Aufruf zur Aufmerksamkeit: Wer sich an die Hinweisschilder hält, Verdachtsfälle meldet und im Zweifel Fachleute holt, hilft der Gemeinde, schneller und zielgerichteter zu reagieren. Für uns bedeutet das: entspanntere Herbstausflüge, weniger Besuche beim Kinderarzt und ruhigeres Gassigehen am Strand.Künftige Ausflüge könnte man mit einem Besuch zu gesetzlichen Festlichkeiten kombinieren.

Und falls Sie an diesem Wochenende an der Playa vorbeischauen: Der Wind trägt heute Kiefernnadeln, nicht Flusen. Ein kleiner Trost — und ein schönes Geräusch beim Spaziergang.

Ähnliche Nachrichten