Medizinisches Personal verabreicht Grippeimpfung an Patientin auf Mallorca

Mehr Grippeimpfungen auf den Balearen – Mallorca zieht mit

Mehr Grippeimpfungen auf den Balearen – Mallorca zieht mit

In dieser Saison haben sich auf den Balearen deutlich mehr Menschen gegen Influenza impfen lassen: rund 219.000, davon mehr als 180.000 auf Mallorca. Vor allem in Risikogruppen und beim medizinischen Personal stieg die Bereitschaft sichtbar an.

Mehr Grippeimpfungen auf den Balearen – Mallorca zieht mit

Über 219.000 Impfungen, stärkere Beteiligung in Kliniken und Gemeinden

An einem kühlen Januarmorgen hört man in Palmas Viertel Santa Catalina die Kaffeemaschinen schnaufen und vor der Apotheke diskutieren Nachbarinnen übers Impfen — nicht nur leise Sorge, sondern am Ende oft Erleichterung. In dieser Saison wurden auf den Balearen rund 219.000 Grippeimpfungen verabreicht, das sind etwa 31.000 mehr als im Vorjahr; auf Mallorca entfielen davon mehr als 180.000.

Die Quote in den offiziell definierten Risikogruppen liegt aktuell bei gut 34 Prozent. Das fällt auf, weil die Inseln in den vergangenen Jahren bei der Influenza-Impfung oft hinter dem Festland zurückblieben. Kliniken und Gesundheitszentren bemerkten Teams, dass auch unter Ärztinnen, Pflegern und anderem medizinischen Personal die Bereitschaft sichtbar zugenommen hat — weniger Vorbehalte, mehr Termine.

Was sich hier auf der Straße und in den Wartezimmern zeigt, hat eine einfache Auswirkung: Wenn weniger Beschäftigte in Pflege und Klinik krank ausfallen, bleibt die Versorgung stabiler. In Arztpraxen, an Busfahrplänen und in kleinen Läden bedeutet das weniger unerwartete Schließungen oder Personalausfälle in Hochsaison-Phasen — ein praktischer Vorteil für den Alltag auf der Insel.

Für Bewohnerinnen und Besucher ist das kein abstraktes Gesundheitsdatum. Mehr Impfungen reduzieren das Risiko, dass Hotels, Restaurants oder Schulen kurzzeitig schließen müssen. In Orten wie Port de Sóller oder Alcúdia, wo viele Familien leben und alte Nachbarn regelmäßig zusammenkommen, kann ein weniger heftiger Grippeverlauf bedeuten, dass Alltagstermine gehalten und kleine Betriebe geöffnet bleiben.

Aus der Praxis: In einer Gemeindeklinik außerhalb von Palma berichten Mitarbeitende, dass mobile Impfteams an Wochenmärkten und Quartierszentren neue Gruppen erreicht haben. Die Szenen sind simpel: ein Stand mit Thermokannen, ein Plakat, eine kurze Beratung — am Ende lässt sich ein älterer Mann auf einen Stuhl setzen und geht erleichtert zurück in die Nachbarschaft.

Wie lässt sich dieser Trend nutzen? Erstens: Impfbemühungen dorthin bringen, wo Menschen sowieso sind — Märkte, Gemeindezentren, berufliche Weiterbildungen für Pflegepersonal. Zweitens: Praxisnahe Info, keine Predigten: Menschen möchten wissen, was die Impfung für ihren Alltag bedeutet. Drittens: Kooperation zwischen Apotheken, Hausärzten und Arbeitgebern, damit Termine flexibel und in Schichten angeboten werden können.

Die Zahlen zeigen einen Schritt in die richtige Richtung, doch es gibt Luft nach oben: Mehr gezielte Angebote für Menschen mit Mobilitätsproblemen oder mit Sprachbarrieren könnten die Quote weiter anheben. Wer morgens am Passeig Marítim joggt oder abends in einer Bar an der Plaça Major sitzt, bemerkt es vielleicht nicht sofort — aber weniger Husten und weniger Ausfalltage lassen die Insel leiser und verlässlicher leben.

Am Ende bleibt ein Bild, das in Palma, Inca oder Manacor zu sehen ist: Menschen, die kurz anstehen, sich impfen lassen und wieder weitergehen. Kein großes Tamtam, eher Alltagspflege. Für Mallorca heißt das: bessere Absicherung der Gesundheitsversorgung und weniger Störungen für Menschen und Betriebe. Und ein kleiner Auftrieb für jene, die täglich dafür sorgen, dass die Insel funktioniert.

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