
Von Palma nach Montreal: Direktverbindung ab 18. Juni stärkt Mallorcas Tourismus
Von Palma nach Montreal: Direktverbindung ab 18. Juni stärkt Mallorcas Tourismus
Air Canada fliegt ab 18. Juni drei Mal wöchentlich direkt von Palma nach Montreal. Ein Dreamliner mit 260 Sitzen soll die Strecke bedienen – gute Nachricht für Saisonverlängerung und ein neues Reisepublikum.
Air Canada verbindet Palma und Montreal: Direktflüge ab 18. Juni
Was Reisende und die Insel jetzt erwarten können
Am frühen Morgen, wenn die Sonne gerade über der Bucht von Palma liegt und die ersten Cafés an der Plaça Espanya Kaffeedüfte in die Luft schicken, hebt bald ein weiteres Langstreckenflugzeug Richtung Nordamerika ab: Ab dem 18. Juni startet Air Canada eine neue Direktverbindung zwischen Palma und Montreal. Dreimal pro Woche, mittwochs, freitags und sonntags, soll der Flug bis Ende Oktober angeboten werden. Eingesetzt wird dafür ein Boeing 787 Dreamliner mit rund 260 Sitzplätzen.
Für Mallorcas Alltag bedeutet das mehr als nur ein paar zusätzliche Starts und Landungen am Flughafen Son Sant Joan. Auf der Straße hört man die üblichen Gespräche der Taxifahrer, die sich freuen, wieder öfter internationale Fahrgäste zu sehen; ähnliche Debatten gab es schon bei anderen neuen Strecken wie Etihad bringt Abu Dhabi nonstop nach Palma – ab Juni 2026. In Santa Catalina, an der Markthalle, wird man vielleicht bald das Französisch vermischen mit dem mallorquinischen Spanisch hören, wenn kanadische Besucher neugierig in den kleinen Läden stöbern.
Warum das gut sein kann: Montreal bringt ein anderes Reisepublikum als viele klassische europäische Quellen. Kanadische Gäste reisen häufiger länger, schätzen Kultur, Gastronomie und Naturräume und bringen damit Potenzial für eine Saisonverlängerung über die absoluten Hochsaisonmonate hinaus. Für Restaurants, kleine Hotels und Anbieter von Outdoor-Aktivitäten ist das eine Chance, neue Angebote zu entwickeln — etwa herbstliche Wandertouren in der Serra de Tramuntana oder Kulinarikwochen mit frankophonen Gästen.
Die Wahl des Dreamliners ist kein Zufall. Der Jet ist für lange Strecken ausgelegt und gilt als relativ leise und treibstoffeffizient im Segment seiner Größe. Das kann sich in angenehmeren Flugerlebnissen für Passagiere und in einer ruhigeren Akustik über bewohnten Bereichen auswirken — ein Detail, das Anwohner in Flughafennähe durchaus registrieren.
Praktisch heißt das für Urlauber: Direktverbindung bedeutet weniger Umsteigezeit und geringeres Reise-Stressniveau. Wer Montreal als Startpunkt wählt, kann unkompliziert in den Süden Europas gelangen und zudem auf dem Rückweg einen Zwischenstopp in Palma einlegen. Ebenso eröffnet die Strecke Mallorcas Unternehmen neue Möglichkeiten für Geschäftsverbindungen nach Kanada und umgekehrt.
Natürlich ist eine einzelne Verbindung kein Allheilmittel. Damit die Flüge Erfolg haben, brauchen die Inselhotellerie, Tourismusbüros und lokale Betriebe ein bisschen Fantasie: zweisprachige Angebote, Info-Material auf Französisch und Englisch und Veranstaltungen, die das Interesse kanadischer Gäste wecken. Ein kleiner, konkreter Vorschlag: Abendmärkte oder Degustationsabende mit englisch-französischen Führungen, die lokale Produzenten vorstellen. Solche Formate funktionieren oft besser als bloße Werbeslogans.
Man sieht die Auswirkungen bereits an kleinen Zeichen: Fahrradverleihe in Palma haben in den letzten Jahren verstärkt auf Komforträder gesetzt, Mietwagenanbieter haben Auslandskundenkarten aktualisiert, und die kleinen Boutiquen in der Altstadt haben begonnen, flexible Zahlungsoptionen für internationale Karten anzubieten. Eine direkte Verbindung nach Montreal könnte solche Anpassungen weiter beschleunigen; dazu gibt es weitere Hintergründe in der Berichterstattung zu der Strecke, etwa Air Canada verbindet Palma nonstop mit Montreal ab 2026.
Für die Inselverwaltung und die Branche ist jetzt die Frage, wie man die Saison optimal nutzt. Kooperationen mit Reiseveranstaltern in Kanada, gezielte Promotionen in Montreal und ein offener Austausch zwischen Flughafenbetreiber und Gemeinden sind sinnvolle nächste Schritte, wie auch im Kontext, dass Palma setzt auf Kanada und Abu Dhabi — Wie viele Gäste verträgt die Stadt noch? diskutiert wird. Und ja: Wer an einem warmen Juniabend an der Passeig Marítimo sitzt und den Blick aufs Meer richtet, kann ruhig darüber nachdenken, wie das Klangbild der Insel ein bisschen internationaler wird — mit Gästen, die nach Tapas und Tramuntana-Luft gleichermaßen suchen.
Fazit: Die neue Direktverbindung ist eine willkommene Ergänzung für Mallorcas Angebot. Sie bringt nicht nur zusätzliche Plätze im Flugplan, sondern auch die Chance auf neue Gästegruppen, mehr direkte Kontakte nach Nordamerika und ein paar frische Impulse für Gastgewerbe und Freizeitangebote. Für die Insel heißt das: vorbereiten, anpassen und die neue Route als Sprungbrett für kreative Angebote nutzen — am besten bevor die Herbstwinde einsetzen.
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