Pfarrerehepaar in Playa de Palma rettet Katzenfamilie – Vier Kitten suchen Zuhause

Neue Heimat gesucht: Pfarrerehepaar in Playa de Palma pflegt Katzenfamilie

Eine ausgemergelte Mutterkatze tauchte im Gemeindegarten an der Playa de Palma auf – mit sieben Jungen. Das deutsche Pfarrerehepaar der Evangelischen Gemeinde hat die Tiere aufgenommen; vier Kätzchen suchen noch ein Zuhause.

Neue Heimat gesucht: Pfarrerehepaar in Playa de Palma pflegt Katzenfamilie

Kleine Familie im Gemeindehaus – vier Kätzchen noch zu vermitteln, tierärztliche Betreuung möglich

An einem warmen Morgen, wenn die Müllwagen gerade die Promenade säubern und die Möwen über den Dächern von Playa de Palma kreischen, tauchte eine schwarz getigerte Katze im Gemeindegarten der Evangelischen Gemeinde auf. Sie wirkte abgemagert und suchte offenbar Schutz – kurz darauf folgte die Überraschung: die Mutter hatte sieben Junge bei sich.

Das Ehepaar, das die Gemeinde betreut, nahm die Familie ins Gemeindehaus. Statt großer Tierstationen gab es hier erst einmal ein Gästezimmer, eine ruhige Ecke zwischen Palmenkübeln und einem alten Tisch, auf dem gern die Nachbarin ihren Kaffee abstellt. Dort wuchsen die Kätzchen in den vergangenen Wochen heran, mit viel Geduld, Futter und vorsichtigen Streicheleinheiten.

Begleitet wurde die Aktion von freiwilligen Helferinnen aus der lokalen Tierrettung. Gemeinsam gelang es, die Kitten und die Mutter einzufangen und tierärztlich versorgen zu lassen. Die Mutterkatze wurde kastriert, die Kleinen werden regelmäßig untersucht; auf Wunsch können sie gechipt und geimpft übergeben werden. Drei der Babys haben inzwischen ein neues Zuhause gefunden, vier suchen noch Familien.

Wer die Szene am Kirchhof gesehen hätte, würde bestätigen: aus Scheu wurde Neugier. Anfangs hielten sich die Katzen zurück, kaum laute Geräusche, nur ein vorsichtiges Schnurren. Mit der Zeit wurden sie zugänglicher, essen aus der Hand, spielen mit Wollknäueln und nutzen zuverlässig die Katzentoilette. Kleine Fortschritte, die in einer Nachbarschaft mehr bedeuten als man denkt: weniger Streunen, weniger Notsituationen.

Für Menschen auf Mallorca sind solche Begegnungen Alltag: zwischen Ferienwohnungen, Strandbars und alten Häusern leben viele freilaufende Tiere. Wenn Anwohner, Gemeinden und Tierschützer Hand in Hand arbeiten, entstehen oft pragmatische Lösungen. So auch hier: das Gemeindehaus bot Platz, die Helferinnen Know-how, der Tierarzt die medizinische Versorgung.

Praktisch bedeutet das: Die vier verbleibenden Kätzchen können ab Anfang Oktober in ein neues Zuhause vermittelt werden; ab dem 22. Oktober besteht außerdem die Möglichkeit, die Tiere nach Deutschland zu bringen. Wer Interesse hat, sollte bedenken, dass eine Übergabe verantwortungsvoll vorbereitet wird – Kastration der Mutter, Impfungen und Chip sind auf Wunsch möglich und werden organisiert.

Für die Pfarrerin und den Pfarrer war die Rettung mehr als ein kurzfristiger Einsatz. Es ist eine kleine Atempause für eine ebenso kleine Familie gewesen, ein Zeichen dafür, wie Nachbarschaft funktionieren kann. Am Abend hört man oft Stimmen aus dem Garten, ein Kind mit einem Eimer, das vorbeiläuft, und irgendwo ein leises Schnurren aus dem Gästezimmer – so klein können Rettungen sein.

Wer einem der Kätzchen ein Zuhause bieten kann oder einen Tipp hat, meldet sich bitte direkt bei Martje Mechels: Telefon +34 687 123 575. Die Vermittlung läuft über die Gemeinde in Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen; Interessenten werden gebeten, ernsthaftes Interesse und Platz für ein Tier nachzuweisen.

Diese Geschichte zeigt, wie schnell aus einer unscheinbaren Begegnung Hilfe entstehen kann: ein Garten, zwei Menschen mit Herz und ein paar Mitstreiterinnen – schon hat eine Katzenfamilie eine Chance auf ein ruhiges Leben. Ein kleines, gutes Signal für Playa de Palma, wo solche Momente den Alltag freundlich prägen.

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