Mallorquiner läuft sieben Marathons in sieben Tagen für Ichthyose

Sieben Marathons in sieben Tagen: Ein Mallorquiner läuft für Menschen mit Ichthyose

Sieben Marathons in sieben Tagen: Ein Mallorquiner läuft für Menschen mit Ichthyose

Joan Pere Carbonell (55) legte in einer Woche knapp 300 Kilometer zurück: sieben Marathons auf sieben Kontinenten – aus einem persönlichen Grund. Sein Lauf richtet Aufmerksamkeit und Spenden auf die spanische Ichthyose-Organisation.

Sieben Marathons in sieben Tagen: Ein Mallorquiner läuft für Menschen mit Ichthyose

300 Kilometer, viele Zeitzonen und ein sehr persönlicher Antrieb

In Palma, wenn die Sonne flach über dem Passeig Marítim steht und der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee aus den Bars der Stadt weht, spricht man noch begeistert über solche Geschichten. Die eines Mannes, der sich auf ein Programm einließ, das kaum vorstellbar ist: sieben Marathons an sieben Tagen auf sieben Kontinenten. Joan Pere Carbonell, 55 Jahre alt und aus Calvià, hat diese Serie nun abgeschlossen – mit dem Zieleinlauf in Miami.

Die Zahlen klingen nüchtern: knapp 300 Laufkilometer in sieben Tagen, Abstecher vom eisigen Start in der Antarktis über Kapstadt, Perth, Dubai, Madrid und Fortaleza bis nach Miami. Mehr als fünfzig Teilnehmer aus aller Welt stellten sich der sogenannten World Marathon Challenge; für Carbonell war es weit mehr als ein sportlicher Wettbewerb. Seine Motivation: Aufmerksamkeit und Unterstützung für Menschen mit Ichthyose, eine seltene genetische Hauterkrankung. Nach Angaben der betroffenen Organisation leben in Spanien rund 500 Betroffene – die Ressourcen für Forschung und Familienhilfe sind begrenzt.

Dass der Einsatz persönlich ist, macht die Aktion für viele hier auf der Insel besonders fassbar. Carbonell ist Vater einer Tochter, die mit einer milden Form der Ichthyose lebt. Für ihn war klar: Die Kilometer sollten nicht bloß eine Einzelleistung bleiben, sondern einer Bewegung zugutekommen. Er übernahm die Projektkosten selbst und kündigte an, dass gesammelte Spenden vollumfänglich der spanischen Ichthyose-Organisation zugutekommen sollen. Unterstützung erhielt er unter anderem vom Rathaus seiner Heimatgemeinde Calvià; bereits beim Silvesterlauf in Calvià wurden Mitläufer und Zuschauer um freiwillige Beiträge gebeten.

Wer Carbonell im Training gesehen hat, kennt Szenen, die typisch sind für unser Alltagsleben auf Mallorca: frühe Läufe am Meer entlang, vorbei an Anglern am Moll Vell, Intervalle auf dem Rad zwischen Portals Nous und Santa Ponsa, manchmal gegen den Tramuntana-Wind angekämpft. Solche Bilder verbinden die große Entfernung der Challenge mit der Nähe zur Insel: Sport, Nachbarschaft und ein konkreter Hilfszweck.

Für die Menschen hier hat die Aktion gleich mehrere positive Effekte. Erstens rückt ein seltenes Leiden in den Blick, das sonst wenig Beachtung findet. Zweitens zeigt es: Engagement aus der eigenen Gemeinde kann internationale Wirkung entfalten. Und drittens erzeugt es lokale Energie – Läuferinnen und Läufer, die beim nächsten Volkslauf vielleicht an die Sache denken oder kleine Spenden bei Nachbarn einsammeln.

Wichtig ist: Wer helfen will, muss nicht gleich sieben Marathons laufen. Es gibt praktikable Wege, aktiv zu werden: sich bei lokalen Benefizläufen anmelden, bei der Gemeinde oder direkt bei der Ichthyose-Organisation nach Spendemöglichkeiten fragen oder kleine Solidaritätsaktionen im Freundeskreis organisieren. Konkrete Bankdaten oder Kontoinformationen sollten Interessierte stets über die offizielle Organisation oder die Gemeindeverwaltung Calvià einholen, damit die Unterstützung sicher ankommt.

Carbonells Abschluss in Miami markiert das Ende einer intensiven Woche am Limit — und den Anfang für andere, sich zu engagieren. Wenn an einem sonnigen Morgen jemand am Paseo Marítimo seine Runden zieht, mag er oder sie jetzt einen zusätzlichen Grund spüren: Jeder Kilometer kann für jemanden anders zählen. Das ist eine Art Inselgefühl, simpel und echt – man hilft bei der Nachbarin, bei der Freundin, beim Kind aus der Straße. Und manchmal reicht ein einziger Lauf, um eine Kette in Bewegung zu setzen.

Wer in Palma oder Calvià mitbekommen hat, wie die Leute nach dem Zieleinlauf applaudierten, weiß: Solche Aktionen nähren Gemeinschaft. Sie geben einer persönlichen Belastung eine Stimme und zeigen, dass Ausdauer mehr ist als Sport – sie ist ein Angebot an die Gesellschaft, Verantwortung sichtbar zu übernehmen. Vielleicht ruft das bei Ihnen das Bedürfnis hervor, selbst aktiv zu werden. Noch besser: Erzählen Sie anderen davon, melden Sie sich bei lokalen Laufveranstaltungen, oder fragen Sie die Behörde in Calvià nach laufenden Unterstützungsaktionen. Kleine Schritte, ein großer Effekt.

Häufige Fragen

Warum läuft ein Mallorquiner sieben Marathons in sieben Tagen?

Joan Pere Carbonell aus Calvià hat die Herausforderung vor allem genutzt, um Aufmerksamkeit für Menschen mit Ichthyose zu schaffen. Für ihn war das nicht nur eine sportliche Extremleistung, sondern auch eine sehr persönliche Sache, weil seine Tochter von einer milden Form der Krankheit betroffen ist. Die Aktion sollte Spenden und Sichtbarkeit für eine seltene Erkrankung bringen.

Was ist Ichthyose und wie betrifft die Krankheit Mallorca?

Ichthyose ist eine seltene genetische Hauterkrankung, die mit trockener, schuppender Haut einhergeht. Auch auf Mallorca gibt es Betroffene und Familien, die im Alltag mit der Krankheit leben und Unterstützung brauchen. Die Aufmerksamkeit für das Thema hilft, Forschung und Hilfe sichtbarer zu machen.

Woher kommt Joan Pere Carbonell auf Mallorca?

Joan Pere Carbonell stammt aus Calvià auf Mallorca. Er wurde durch seine Teilnahme an der World Marathon Challenge bekannt und verband den sportlichen Einsatz mit einer Spendenaktion für Menschen mit Ichthyose. Unterstützung bekam er dabei auch aus seiner Heimatgemeinde.

Wie kann man auf Mallorca für Ichthyose spenden oder helfen?

Wer helfen möchte, sollte sich an die offizielle Organisation oder an die Gemeindeverwaltung in Calvià wenden. Dort lassen sich verlässliche Informationen zu Spendenmöglichkeiten und laufenden Aktionen einholen. Wer nicht spenden kann, unterstützt oft schon mit Aufmerksamkeit, Teilnahme an Benefizläufen oder kleiner Hilfe im Umfeld.

Ist Laufen am Passeig Marítim in Palma bei Wind und Sonne überhaupt angenehm?

Der Passeig Marítim ist für viele Läuferinnen und Läufer in Palma ein typischer Trainingsort, weil die Strecke offen und direkt am Meer liegt. Bei Sonne und Wind kann das angenehm, aber auch anstrengend sein, besonders wenn der Tramuntana-Wind dazukommt. Wer dort trainiert, sollte Wetter und Tageszeit gut wählen und genug trinken.

Wie hart ist die World Marathon Challenge mit sieben Marathons auf sieben Kontinenten?

Die World Marathon Challenge gehört zu den extremsten Laufwettbewerben überhaupt, weil sieben Marathons an sieben Tagen und auf verschiedenen Kontinenten bewältigt werden müssen. Dazu kommen Klimawechsel, Reisen und kaum Regeneration zwischen den Läufen. Für die meisten Teilnehmenden ist das eine enorme körperliche und mentale Belastung.

Welche Temperaturen und Wetterbedingungen können beim Laufen auf Mallorca wichtig sein?

Auf Mallorca spielen Sonne, Wind und die Tageszeit beim Laufen eine große Rolle. Gerade an der Küste kann es morgens angenehm sein, während es später deutlich wärmer und anstrengender wird. Wer trainiert oder spazieren geht, sollte den Wetterverlauf im Blick behalten und die Strecke passend wählen.

Was sollte man für einen Laufurlaub auf Mallorca einpacken?

Für einen Laufurlaub auf Mallorca sind leichte Sportkleidung, Sonnenschutz und eine Trinkflasche besonders sinnvoll. Wer an der Küste oder in offenen Gegenden trainiert, sollte auch an eine Kappe und wetterangepasste Kleidung denken. Je nach Jahreszeit kann morgens oder abends deutlich angenehmer sein als zur Mittagszeit.

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