Eine Kaltfront bringt starken Nordwind, kräftige Böen und teils meterhohe Dünung – besonders im Norden und Nordosten der Insel ist Vorsicht geboten.
Aufheben, einpacken, nicht an den Strand
Ich war heute Morgen kurz an der Passeig Marítim unterwegs — Tüten in der Hand, der Wind riss am Schirm — und dachte mir sofort: Strandspaziergang? Auf keinen Fall. Eine neue Kaltfront schiebt sich über die Insel, und die Wetterwarnungen gelten inzwischen bis einschließlich Donnerstag, 27. November. Die stärksten Böen werden im Norden und Nordosten erwartet, dort kann der Wind lokal auf 70–80 km/h zulegen.
Was an der Küste passiert
Die See wird unruhig. Boote sollten lieber an Land bleiben oder sicher vertäut werden — man rechnet mit Wellen, die stellenweise an die zehn Meter heranreichen können. Wer an Yachthäfen oder Promenaden wohnt, hat vielleicht schon die ersten aufgewühlten Brandungsgeräusche gehört. Für Frachter und Fährverbindungen heißt das oft Einschränkungen: Fahrpläne könnten durcheinander geraten.
Nass, kalt und zwischendurch gefährlich
Mit der Kaltfront kommen auch Schauer, mitunter Gewitter und vereinzelt Hagel. Besonders am Dienstag und Mittwoch sind im Norden intensivere Schauer möglich; im Süden zeigt sich zwischendurch die Sonne. Die Schneefallgrenze sinkt vorübergehend auf etwa 1.000 Meter, das Tramuntana-Gebirge könnte also weiße Spitzen bekommen.
Die Tageshöchstwerte bewegen sich auf der Insel meist zwischen 15 und 18 °C, zum Teil weniger. Nachts wird es spürbar kälter: Mit Werten zwischen 2 und 9 °C liegen die Nächte unter dem langjährigen Mittel. Für Palma ist in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sogar nur rund 3 °C vorhergesagt — Jacke nicht vergessen.
Wo Vorsicht geboten ist
Orange und gelbe Warnstufen gelten vor allem an Küstenabschnitten im Norden und Nordosten. Das betrifft Spazierwege auf den Klippen, kleine Buchten und Bootsstege. Kinder von steilen Wellen fernhalten, Hunde an der Leine — und auf herunterfallende Äste achten, wenn Sie unter Bäumen parken.
Die aktuelle Vorhersage stammt vom staatlichen Wetterdienst; lokale Anpassungen sind möglich, also Augen offen halten: Radios, Wetter-Apps oder die Gemeindemitteilungen liefern stündliche Updates.
Besserung in Sicht — langsam
Ab Freitag sollen die Böen nachlassen und leichter Sonnenschein zurückkehren. Es wird etwas milder, aber frostige Nächte bleiben in geschützten Tälern noch möglich. Bis dahin gilt: Unnötige Autofahrten bei starken Böen vermeiden, lose Gegenstände sichern und die Lage an der Küste ernst nehmen. Ich räume jetzt jedenfalls die Balkonstühle weg — der Wind hier hat heute Vormittag schon einen Stuhl fast auf die Straße geblasen.
Bleiben Sie vorsichtig — und schauen Sie zweimal, bevor Sie die Küste ansteuern.
Für Dich gelesen, recherchiert und neu interpretiert: Quelle
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