
Regnerischer Herbsttag in Cala Millor: Einatmen, durchatmen, weiterlaufen
Ein grauer Morgen am Passeig von Cala Millor: leichter Regen, frische Meeresluft und leere Liegestühle. Warum so ein Tag der Insel guttut — und wie man ihn stilvoll übersteht.
Regnerischer Herbsttag in Cala Millor: Einatmen, durchatmen, weiterlaufen
Der Sommer ist offiziell in die Umkleidekabine gegangen, und Cala Millor trägt heute Trauer — oder besser: eine wasserdichte Jacke. Wer am Vormittag den Passeig entlangspaziert, hört das leise Trommeln des Regens auf den Markisen, sieht wenige Sonnenanbeter und einige hartgesottene Senioren, die den Kaffee trotzdem draußen halten. Die Luft riecht nach nassem Sand und angefeuchtetem Kiefernnadelduft, Möwen kreisen angesichts der Ruhe etwas tiefer über dem Meer.
Temperaturen und Wettergefühle
Technisch bleibt der Tag moderat: morgens rund 16 °C, am Nachmittag klettert das Thermometer auf etwa 20 °C — mehr wird es heute nicht. Die gefühlten Werte liegen durch Wind und Feuchtigkeit eher bei 18–19 °C, also kein Erfrierungsalarm, aber ein Wetter, das nach Lagenlook verlangt. Die Abendstunden bleiben mit knapp 19 °C ungewöhnlich mild. Für Familien mit Kinderwagen: der Stoffbezug wird schnell feucht, ein Tuch oder eine Abdeckung sind sinnvoller als ein neues Regenvergnügen für das Kleinkind. Weitere Informationen über das milde Herbstwetter finden Sie hier.
Wind, Luftdruck und Atmosphäre
Der Luftdruck liegt bei etwa 1025 hPa, die Luftfeuchte bei rund 61 %. Ein leichter Nordwind weht mit ca. 3,6 m/s, Böen können kurz bei 4,5 m/s liegen. Für Surfer heißt das: keine Riesenwellen, eher eine unruhige, gemischte See — gut für Einsteiger, weniger spektakulär für die Profis. Auf dem Wasser spiegeln sich graue Wolken, das sonst so grelle Blau erscheint heute pastelliger und fast beruhigend.
Wie die Insel den Regen annimmt
Die Cafés an der Promenade füllen sich gegen 9:00–10:00 Uhr: Kellner wischen Tische, Gäste ziehen die Stühle ein Stück näher, und die Espressomaschinen schnurren lauter als üblich. Die Fischer am Hafen bleiben draußen, nervöses Klappern von Netzen mischt sich mit dem leisen Quietschen der Boote — sie lächeln und sagen, dass Regen die Fische nicht stört, die Touristen schon. Die Strandliegen stehen kahler da, einige Hotelangestellte ziehen Planen über Polster, Kinder in Gummistiefeln springen begeistert in Pfützen, während die großen Gruppen lieber ins Innere ausweichen. Details über die spätherbstliche Atmosphäre in Cala Millor finden Sie hier.
Praktische Tipps für Einheimische und Gäste
Kurz und brauchbar: Regenschirm oder leichte, wasserdichte Jacke, feste Schuhe, ein dünner Pullover zum Drüberziehen. Für Radfahrer empfiehlt sich eine wasserdichte Sitzabdeckung, für Jogger ein atmungsaktives Oberteil. Wer einkaufen will, trifft die besten Chancen zwischen den Schauern; die Marktstände bleiben meist offen, Händler decken nur kurzfristig ab. Ein kleiner Vorteil: Die Promenade ist weniger überfüllt — ein guter Zeitpunkt für Fotos ohne Menschenmassen. Aktuelle Tipps für einen Regenspaziergang in Cala Millor finden Sie hier.
Warum so ein Tag gut tut
Nach den lauten, heißen Monaten wirkt der Regen wie ein Durchschnaufen. Die Natur bekommt Feuchtigkeit, die Luft klärt sich, und Cala Millor zeigt eine ruhigere Seite, in der man das Meer fast wie in Zeitlupe beobachten kann. Ein bisschen Melancholie gehört zum Herbst, aber auch die Hoffnung: mehr Wasser für die Brunnen, sauberere Luft und leere Parkplätze, wenn man spontan zum Einkauf oder zur kleinen Kaffeerunde aufbricht. Eine schöne Zusammenfassung über die herbstlichen Erlebnisse findet man hier.
Fazit: Kein Drama, eher eine Einladung, den Rhythmus zu drosseln. Ein Regenschirm, gute Schuhe und die Bereitschaft, den Blick auf das glitzernde, gedämpfte Meer zu richten — dann wird aus einem grauen Tag schnell ein entspannter Inselnachmittag.
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