Bootstour zu versteckten Calas ab Cala Serena – Familien-Tauchschule zeigt geheime Buchten

Kaum ein Tourist kennt diese Orte: Bootstour zu Mallorcas geheimen Calas

Kaum ein Tourist kennt diese Orte: Bootstour zu Mallorcas geheimen Calas

Mit einer elfköpfigen Gruppe startete eine Familien-Tauchschule von der Cala Serena zu versteckten Buchten. Drei Stunden, Neopren, klares Wasser – und Geschichten aus der Unterwasserwelt.

Kaum ein Tourist kennt diese Orte: Bootstour zu Mallorcas geheimen Calas

Am Morgen riecht die Luft an der Cala Serena nach Salz und Diesel, Möwen kreischen über dem Hafen, und auf dem Kiesweg vor dem Robinson-Club sitzen schon Leute in Badehose, die Sonnencreme zwischen den Fingern. Eine elfköpfige Truppe Wassersportfreunde trifft sich vor der kleinen Tauchschule: Dive Center Mallorca. Die Stimmung ist locker, manche tragen kurzärmelige Shirts, andere zupfen am Reißverschluss der Neoprenanzüge – das Meer hat hier um diese Jahreszeit rund 19 Grad, die Luft klettert auf etwa 24 Grad.

Die Tour ist ein Familienbetrieb: Geschäftsführerin Natascha Korger arbeitet mit ihrem Mann Armin, unterstützt von den Söhnen Luca und Maximo. Kapitän an diesem Tag ist Luca, der das 18 Jahre alte Schlauchboot namens „Vamos“ steuert. Das Boot mag schon älter sein, doch man merkt: es wird gepflegt – das leise Brummen des Motors, das Klirren der Leiter gegen den Rumpf und das gelegentliche Klatschen von Wasser sind hier vertraute Töne.

Los geht’s in Richtung offener Buchten. Zwischen kurzen Einweisungen zur Maske und einem Blick auf die Route erklärt Luca, warum Posidonia-Wiesen wichtig sind: sie halten Sand, produzieren Sauerstoff und bieten Fischen Schutz – kurz gesagt, sie sind eine Art Lunge für das Mittelmeer. Die Fahrt führt an kleinen Höhlen vorbei, an Steilwänden mit Tropfstein-Formationen und zu Calas, die vom Strandwanderer oft ungesehen bleiben. Vorbei an Cala Sa Nau, dann ein Stück weiter zu einer abgelegenen Cala, wo das Wasser so klar ist, dass man mehrere Meter weit unter Wasser schauen kann.

Die Teilnehmer springen nacheinander über die Bootsleiter ins Wasser. Unter der Oberfläche wartet eine andere Welt: dichte Fischschwärme, vereinzelte Zackenbarsche und sogar ein größerer Tintenfisch sorgen für Staunen. Gelegentlich zeigt sich ein völlig harmloser Katzenhai; Luca erklärt, dass große Haiarten auf den Balearen in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen sind – ein Hinweis auf das fragile Gleichgewicht der Meere.

Die Tour mischt Entdeckung und Lernen: kurze Schnorchelgänge werden begleitet von Hinweisen zu Flora und Fauna, Sicherheit wird großgeschrieben. Für Einsteiger bietet die Tauchschule auch SSI Open Water Kurse an; die Familie organisiert sowohl Anfänger- als auch zertifizierte Tauchausflüge. Nach ungefähr drei Stunden geht es gemütlich zurück zur Cala Serena, wo das Boot anlegt und die Gruppe noch kurz auf dem Steg beisammensitzt, die Sonnenstrahlen genießen und die Eindrücke austauscht.

Das ist so eine Tour, die Mallorca gut tut: Sie zeigt, dass es abseits der stark besuchten Strände noch ruhige, natürliche Plätze gibt, die mit Respekt vor der Natur erlebt werden können. Kleine Betriebe wie diese schaffen Arbeitsplätze, bringen Wissen über das Meer näher und sorgen dafür, dass Besucher die Insel nicht nur konsumieren, sondern verstehen.

Wer Lust hat, selbst eine solche Exkursion zu machen, sollte sich früh anmelden, mit Neopren rechnen und offene Augen mitbringen. In Zeiten, in denen viele Strände überlaufen sind, sind solche familiären Angebote eine Einladung, die Insel vom Meer aus zu entdecken – leise, langsam und mit Respekt vor dem, was unter der Oberfläche lebt.

Ausblick

Mehr dieser kleinen Touren würden helfen, Touristendruck zu entzerren und Einheimischen Perspektiven zu bieten. Ein kleiner Tipp: Packt eine wasserfeste Kamera, zieht die Sonnencreme nicht zu früh ab und bleibt neugierig – Mallorca hat noch Ecken, die nicht auf Instagram sind.

Häufige Fragen

Wie warm ist das Meer auf Mallorca für eine Bootstour oder zum Schnorcheln?

Das Wasser kann auf Mallorca je nach Jahreszeit noch recht frisch sein, wirkt an sonnigen Tagen aber oft schon angenehm für kurze Schnorchelgänge. Für Bootstouren mit Stopps im Wasser ist es sinnvoll, mit Neopren zu rechnen, wenn man nicht lange im Meer bleiben möchte. Wer empfindlich auf kühleres Wasser reagiert, ist mit einem dünnen Neoprenanzug meist besser beraten.

Lohnt sich auf Mallorca eine Bootstour zu kleinen Buchten und Calas?

Ja, gerade wer ruhigere Stellen abseits der großen Strände sucht, kann Mallorca vom Wasser aus sehr anders erleben. Viele kleine Calas sind zu Fuß nur schwer erreichbar oder deutlich voller, während man per Boot entspannter an klarere und naturbelassene Abschnitte kommt. Solche Touren verbinden oft Baden, Schnorcheln und einen Blick auf die Küste, ohne dass es hektisch wird.

Was sollte man für eine Bootstour auf Mallorca mit Schnorchelstopp mitnehmen?

Praktisch sind Badezeug, Sonnencreme, Handtuch und etwas zum Überziehen für die Rückfahrt. Wer empfindlich auf kühleres Wasser reagiert, sollte auch an Neopren denken, weil das Meer nicht immer sehr warm ist. Eine wasserfeste Kamera kann sich lohnen, wenn man die Unterwasserwelt festhalten möchte.

Kann man auf Mallorca auch als Anfänger schnorcheln oder tauchen lernen?

Ja, auf Mallorca gibt es Angebote für Einsteiger, die sicher an das Tauchen oder Schnorcheln heranführen. Solche Touren und Kurse beginnen meist mit einer Einweisung und achten darauf, dass sich auch Neulinge wohlfühlen. Wer tiefer einsteigen möchte, kann auf der Insel auch Tauchkurse für den Einstieg machen.

Was macht Posidonia auf Mallorca so wichtig für das Meer?

Posidonia-Wiesen sind für das Mittelmeer enorm wichtig, weil sie den Sand halten, Sauerstoff produzieren und vielen Meerestieren Schutz bieten. Auf Mallorca sieht man ihre Bedeutung besonders gut in ruhigen Buchten und klaren Küstenabschnitten. Wer beim Baden oder Schnorcheln darauf trifft, sollte diese Pflanzen möglichst respektieren und nicht beschädigen.

Wo liegt Cala Serena auf Mallorca und was macht den Ort aus?

Cala Serena liegt an der Ostküste Mallorcas und wirkt eher ruhig und lokal als wie ein großer Touristentreff. Dort starten auch Bootstouren zu kleineren Buchten und Schnorchelplätzen. Wer einen unaufgeregten Ausgangspunkt sucht, findet hier einen praktischen Zugang zum Meer.

Ist Cala Sa Nau auf Mallorca einen Ausflug wert?

Cala Sa Nau gehört zu den Buchten auf Mallorca, die für klares Wasser und eine schöne Küstenlage bekannt sind. Je nach Tageszeit kann es dort lebhaft werden, weshalb eine Anfahrt per Boot oft entspannter wirkt als ein Besuch am Strand selbst. Wer ruhigere Eindrücke sucht, kombiniert den Ort am besten mit weiteren kleinen Calas entlang der Küste.

Wann ist auf Mallorca die beste Zeit für eine Bootstour zu abgelegenen Buchten?

Für Bootstouren zu ruhigeren Buchten sind oft die Monate angenehm, in denen das Wetter stabil und das Meer noch nicht zu unruhig ist. Auf Mallorca spielt aber auch die Tageszeit eine Rolle, weil es morgens meist ruhiger und angenehmer ist als später am Tag. Wer etwas abseits der vollen Strände erleben möchte, ist mit einem frühen Start oft gut beraten.

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