
Endlich Ruhe im Klostergarten: Gericht bestätigt Eigentum der Hieronymitinnen in Palma
Endlich Ruhe im Klostergarten: Gericht bestätigt Eigentum der Hieronymitinnen in Palma
Der spanische Oberste Gerichtshof hat das langjährige Verfahren um das Kloster Santa Isabel in Palma beendet. Die Hieronymitinnen bleiben Eigentümerinnen, das Bistum trägt die Prozesskosten. Eine Gemeinschaft kann wieder aufatmen.
Endlich Ruhe im Klostergarten: Gericht bestätigt Eigentum der Hieronymitinnen in Palma
Zwölf Jahre Streit enden, die Schwestern atmen auf – und Palma gewinnt ein Stück Alltag zurück
Am späten Freitagnachmittag, wenn die Sonne die Ziegel der Altstadt erwärmt und die Möwen über der maurischen Stadtmauer kreisen, war im Viertel rund um das Konvent de Sant Jeroni spürbar weniger Aufregung als noch vor Jahren. Das oberste spanische Gericht, Gericht stoppt Benachteiligung, hat die letzte Beschwerde des Bistums nicht zur Entscheidung angenommen und damit das Urteil bestätigt: Die Schwestern des Klosters Santa Isabel sind die rechtmäßigen Eigentümerinnen.
Für die kleine, in Klausur lebende Gemeinschaft bedeutet das ein Ende einer langen, zermürbenden Auseinandersetzung, die 2014 ihren Anfang nahm. Die Hieronymitinnen – eine Gemeinschaft mit Wurzeln, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen und das Anwesen seit 1485 betreuen, so heißt es in den Unterlagen – dürfen ihr Zuhause, den alten Bau und den berühmten Garten weiter pflegen. Vor dem Tor hört man jetzt wieder häufiger das Rascheln von Blättern und das leise Gespräch der Schwestern bei den täglichen Arbeiten.
Aus jurischer Sicht ist die Sache damit abgeschlossen: Die Nichtzulassung der Kassationsbeschwerde macht den Beschluss rechtskräftig. Damit sind auch Eintragungen aus dem Grundbuch, die auf Bescheinigungen aus der Amtszeit von Bischof Javier Salinas Viñals (2012–2016) beruhten, nicht mehr haltbar und wurden gelöscht. Das Bistum wurde darüber hinaus zur Übernahme der Verfahrenskosten aller Instanzen verpflichtet.
Die Entscheidung wurde gegenüber der Gemeinschaft überbracht; Ordenssekretärin María del Carmen und Schwester Natividad (Ángeles Sanz Rodríguez), die die Föderation der Hieronymitinnenklöster vertritt, zeigten sich erleichtert. Die Anwältin der Schwestern, Pilar Rosselló, machte deutlich, dass mit diesem Schritt die juristische Belastung ein Ende finde und die Nonnen wieder in Ruhe leben könnten.
Das hat nicht nur lokale Bedeutung für die Betroffenen. In Palma geht es auch um den Erhalt eines historischen Ensembles, das zur Textur der Altstadt gehört: enge Gassen, das Murmeln der Passanten, das Grün eines klösterlichen Gartens hinter hohen Mauern. Wenn solche Orte gesichert sind, profitiert die Stadt insgesamt – nicht zuletzt, weil Kulturerbe und Gemeinschaftsleben oft Hand in Hand gehen.
Vor Ort lässt sich jetzt praktisch überlegen, wie die nächsten Jahre aussehen: Die Schwestern werden weiter für den Erhalt des Gebäudes und des Gartens sorgen. Gleichzeitig bietet die gerichtliche Klarheit Verwaltung und Nachbarn Planungssicherheit. In Zeiten, in denen Baulärm und Tourismusdruck in der Altstadt oft spürbar sind, ist Stabilität ein seltener Wert.
Ein kleiner Vorschlag aus dem Alltag: Gemeinden, Nachbarschaften und Ehrenamtliche könnten gemeinsame Aktionen zur Pflege des Gartens koordinieren – natürlich nur, wenn die Gemeinschaft das möchte. Solche Projekte schufen in anderen Teilen Palmas bereits gute Nachbarschaften, erlauben ein vorsichtiges Öffnen ohne die Atmosphäre der Klausur zu stören und verbinden Tradition mit moderner Stadtkultur.
Und noch etwas scheint wichtig: Die Auseinandersetzung hat gezeigt, wie schnell jahrhundertealte Besitzverhältnisse in Frage gestellt werden können und wie sehr das Menschenleben dahinter leidet. Die Entscheidung des Gerichts schenkt den Schwestern jetzt einen Raum, wieder mehr Alltag zu leben – der Klang ihrer Schritte, das leise Schließen einer Klostertür und der Duft aus dem Garten gehören weiter zu Palma.
Was bleibt, ist eine leise Zufriedenheit: In einer Stadt, in der Baustellen, Touristen und Politik oft die Schlagzeilen bestimmen, zeigt dieses Ende eines Rechtsstreits, dass manche Konflikte gut ausgehen können. Für die Nachbarschaft bedeutet das weniger Streit, für die Schwestern ein sicheres Dach über dem Kopf und für Palma ein Stück kulturelle Beständigkeit.
Häufige Fragen
Wie ist das Wetter auf Mallorca im Frühling meistens?
Wann kann man auf Mallorca gut baden gehen?
Was sollte man für einen Stadtbummel durch Palma de Mallorca einpacken?
Lohnt sich ein Besuch der Altstadt von Palma de Mallorca?
Was ist das Konvent de Sant Jeroni in Palma?
Wer sind die Hieronymitinnen in Palma?
Warum sind historische Klöster in Palma für die Stadt so wichtig?
Wann ist die beste Zeit für einen ruhigen Spaziergang durch Palma?
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