Energy BYD Challenge in Pollença: Schüler erleben Nachhaltigkeit praktisch

Energy BYD Challenge in Pollença: Kinder treten für Strom und Ideen

Energy BYD Challenge in Pollença: Kinder treten für Strom und Ideen

110 Schüler auf der Plaça Major lernten, wie Pedalen Strom erzeugen, entwarfen Plakate für E‑Mobilität und nahmen Setzlinge mit nach Hause. Eine kleine, aber konkrete Nachhaltigkeitslektion für Pollença.

Energy BYD Challenge in Pollença: Kinder treten für Strom und Ideen

Auf der Plaça Major wurde Nachhaltigkeit praktisch – und ein Stück Alltag mitgegeben

Am vergangenen Freitag füllte Kinderlachen die Plaça Major von Pollença. Kurz nach Schulschluss waren 110 Schülerinnen und Schüler aus Monti­sion, CEIP Joan Mas und CEIP Costa i Llobera zu Gast, um an Stationen auszuprobieren, was nachhaltige Mobilität und erneuerbare Energien konkret bedeuten können. Die Sonne stand mild über den Kalksteinfassaden, Papageientaucher‑? — Verzeihung, Möwen fehlten zwar, dafür klangen Glocken der Kirche San Salvador in der Ferne und gelegentlich wehte der Duft von frisch geernteten Orangen vom Markt herüber.

Im Zentrum der Aktion standen sechs Standfahrräder, an denen die Kinder in die Pedale traten und live verfolgen konnten, wieviel Energie sie erzeugten. Auf angeschlossenen Bildschirmen wurde die Leistung in Echtzeit angezeigt. Die einfache Botschaft: Strom entsteht nicht nur aus der Steckdose, er kann durch Bewegung erzeugt werden – und das fanden die meisten sofort spannend.

Daneben gab es eine Mischung aus Information und Praxis. BYD stellte kurze Lernfilme und einen interaktiven Fragebogen vor, um die Grundlagen der Elektromobilität zu erklären. Ein Techniker von Scoobie zeigte ein Spezialfahrzeug für technische Einsätze, das elektrisch betrieben ist und an Effizienz und Alltagstauglichkeit orientiert wurde. Qwello widmete seine Präsentation den erneuerbaren Energien; die Inhalte waren bewusst kindgerecht aufbereitet.

Kreativität kam nicht zu kurz: In einem Workshop entwarfen Teams Plakate für eine nachhaltigere Gemeindeflotte. Die Schülerinnen und Schüler von Monti­sion setzten sich besonders weitreichend mit dem Thema auseinander und formulierten eine klare Bitte an die Kommune: Polizei und Zivilschutz sollten sukzessive auf Elektrofahrzeuge umstellen. Die Idee sorgte für Gesprächsstoff bei den anwesenden Vertretern der Gemeindeverwaltung, die die Initiative unterstützten.

Ein spielerischer Parcours verband Sport mit Abfalltrennung. In Staffelläufen mussten Teams Verpackungen, Papier und Bioabfälle korrekt zuordnen. Treffgenauigkeit und Tempo zählten gleichermassen, und zwischendurch wurden Fehler gemeinsam erklärt – eben Lernen durch Tun. Für die Stärkung danach standen frisches Obst aus der Region und Wasser bereit. Als Andenken erhielt jedes Kind einen Setzling der mallorquinischen Tomatensorte zum Mitnehmen – eine kleine Aufforderung, zuhause weiterzupflanzen und Verantwortung zu übernehmen.

Die Veranstaltung fand mit Unterstützung der Gemeinde Pollença sowie des Ministeriums für Wirtschaft, Beschäftigung und Energie der Balearen statt. Ebenfalls beteiligt waren das Konsortium Serra de Tramuntana, BYD Quadis Dream, Qwello, TBC, die Stiftung Saica und Viveros Can Juanito. Vor Ort waren Gemeindemitglieder aus Bildung, Tourismus, Soziales sowie Sport, die sich die Aktivitäten ansahen und das Gespräch mit den Kindern suchten.

Was bleibt? Kein herzbewegender Auftritt, sondern kleine, konkrete Schritte: Kinder, die verstehen, wie Energie entsteht; Plakate, die eine Idee für kommunale Politik hineintragen; Setzlinge, die auf den Fensterbänken wachsen können. Auf Mallorca, wo enge Straßen, historische Zentren und kurze Wege den Einsatz von Elektrofahrzeugen sinnvoll erscheinen lassen, ist das mehr als ein Schaulaufen.

Die Plaça Major war an diesem Tag ein Labor des Alltags geworden. Kein Theoriekurs, sondern eine praktische Erfahrung, die in Klassenzimmern und Familien weiterwirken kann. Für Pollença bleibt die Herausforderung, die Impulse aufzugreifen – mehr Ladestellen an zentralen Punkten, Testphasen für Elektrowagen in der Gemeindeflotte, und Bildungskonzepte, die solche Aktionen anschlussfähig machen. Kleine Ideen, umgesetzt vor Ort, bringen die Insel schrittweise weiter. Und daran lässt sich gut weitertreten.

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