
Hunde-Oma „Neu“ sucht ein warmes Plätzchen in Palma
Hunde-Oma „Neu“ sucht ein warmes Plätzchen in Palma
Eine ältere Hündin namens „Neu“ wurde in Palma aufgegriffen – ohne Chip, sehbehindert und untergewichtig. Im städtischen Tierheim Son Reus wartet sie nun auf einen ruhigen Lebensabend. Wir erzählen, wie Sie helfen können.
Hunde-Oma „Neu“ sucht ein warmes Plätzchen in Palma
Im städtischen Tierheim Son Reus hofft eine betagte Hündin auf Menschen, die ihr noch einmal Geborgenheit schenken
Manchmal sind es die leisen Gestalten, die am meisten berühren: Eine ältere Hündin, die nun den Namen „Neu" trägt, wurde vor kurzem in Palma aufgegriffen. Zugestoßen ist sie offenbar schon länger: Beim Auffinden wirkte sie orientierungslos und geschwächt. Ohne Mikrochip, wie die Helfer feststellen mussten – ein Detail, das ihre Herkunft im Dunkeln lässt.
Die Tierehrenamtlichen der Organisation Los Olvidados de Son Reus haben sie ins städtische Tierheim Son Reus gebracht. Dort lebt sie aktuell in dem Bereich, den Besucher als Käfig 1 kennen. Die Erstbeurteilung: mindestens zehn Jahre alt, Sehkraft stark vermindert und zu leicht für ihr Alter. Trotz all dem strahlt die Hündin eine bemerkenswerte Gelassenheit aus. Die Helfer beschreiben sie als sanft, liebevoll und ruhig – eine echte Großmutter unter den Straßenhunden.
Wer in Palma unterwegs ist, kennt die kleinen Alltagsgeräusche: Busse, die auf dem Passeig Mallorca abbiegen, das Klappern von Tassen im Café am Plaça Major, der Geruch von frischgebackenem Brot am frühen Morgen. Ganz ähnlich wirkt „Neu“: unaufgeregt, fast stoisch gegenüber dem Trubel. Freiwillige haben erzählt, wie sie bei den täglichen Spaziergängen gemächlich neben ihnen herläuft, ohne zu drängen. Das macht sie für viele Menschen besonders sympathisch – gerade für Familien, die einen ruhigen Hund suchen, oder für ältere Menschen, denen kein hektischer Vierbeiner mehr zugemutet werden soll, wie der Vorfall Spielplatz-Angriff in Palma verdeutlicht.
Dass „Neu“ keinen Chip trägt, ist leider kein Einzelfall – ähnliche Fälle, etwa die Hündin im Müllcontainer, machen das Problem sichtbar. In Spanien ist die Kennzeichnung von Haustieren vorgeschrieben; fehlt sie, bleibt oft unklar, ob ein Tier je ein Zuhause hatte oder wie lange es bereits auf der Straße lebte. Augenzwinkernd, aber ernsthaft: Ein Chip kann einem Hund wie „Neu“ die Chance geben, wieder nach Hause zu finden – oder wenigstens den Kontakt zu Menschen zu erleichtern, die helfen möchten.
Wie kann man jetzt konkret unterstützen? Wer ein ruhiges Zuhause hat, kann beim Tierheim Son Reus anfragen, ob eine Adoption oder eine Pflegestelle in Frage kommt. Nicht jeder kann ein Tier dauerhaft aufnehmen – in solchen Fällen sind Patenschaften, finanzielle Zuwendungen für Futter und Tierarztkosten oder das Teilen von Aufrufen in sozialen Netzwerken enorm hilfreich. Auch ein Besuch im Tierheim, ein Spaziergang mit „Neu“ oder eine kleine Gabe im Spendenkässchen macht einen Unterschied, besonders nachdem auf der Insel Ereignisse wie der Bericht über 27 tote Hunde nach einer Fährüberfahrt die Notwendigkeit von Unterstützung deutlich machen.
Auf der Insel wächst die Zahl der Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren: In kleinen Gruppen werden Gassirunden organisiert, Medikamente transportiert oder Transportboxen geschreinert. Diese Nachbarschaftshilfe ist eine typisch mallorquinische Antwort auf ein altes Problem: Wir kümmern uns selbst, weil wir unsere Stadt und ihre Tiere nicht sich selbst überlassen wollen – ein Engagement, das in Berichten wie der Hündin im Müllcontainer immer wieder thematisiert wird.
Für „Neu“ bedeutet das: Zeit. Zeit, Vertrauen aufzubauen, die Welt langsam zu erkunden und vielleicht noch einmal das Gefühl einer warmen Couch kennenzulernen. Wer der Hündin eine letzte, liebevolle Unterkunft bieten möchte oder Tipps hat, kann sich an das städtische Tierheim Son Reus oder an die Helfer von Los Olvidados de Son Reus wenden. Jede Weitergabe der Geschichte hilft, jede Stunde, die Freiwillige mit ihr verbringen können, zählt.
Ein kleiner, praktischer Rat am Schluss: Wenn Sie selbst einen Hund haben, prüfen Sie den Chipstatus; oft ist das nur eine kurze Anfrage beim Tierarzt. Und wenn Sie beim Spazierengehen ein Tier sehen, das sich verirrt hat, rufen Sie das Tierheim an oder sprechen Sie die Helfer vor Ort an. So verhindern wir, dass noch mehr „Neu“-Geschichten entstehen.
Palma ist eine Stadt mit Herz. Man sieht es an den Menschen, die morgens ihre Hunde am Hafen treffen, an den Cafés, die Wassernäpfe hinstellen, und an den Ehrenamtlichen, die spät abends noch Runden im Tierheim drehen. Für „Neu“ könnte genau dieses Herz die Tür zu einem warmen Plätzchen öffnen.
Häufige Fragen
Wie ist das Wetter auf Mallorca im Winter für ältere Hunde?
Kann man in Palma einen alten Hund adoptieren?
Welche Hunderassen oder Hundetypen passen zu älteren Menschen auf Mallorca?
Was mache ich, wenn ich auf Mallorca einen streunenden Hund finde?
Was ist Son Reus in Palma?
Warum ist ein Mikrochip für Hunde in Spanien wichtig?
Wie kann ich Tierschutz in Palma unterstützen, wenn ich kein Tier adoptieren kann?
Woran erkenne ich, ob ein älterer Hund auf Mallorca gesundheitliche Probleme hat?
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