
Die „Kaos“ vor Camp de Mar: 110 Meter Luxus in Sicht
Die „Kaos“ vor Camp de Mar: 110 Meter Luxus in Sicht
Kurz nach Mittag glitt die 110 Meter lange Superyacht „Kaos“ vor Camp de Mar entlang. Ein Blick auf die Maschine, die Ausstattung und was solche Besucher für die Insel bedeuten.
Die „Kaos“ vor Camp de Mar: 110 Meter Luxus in Sicht
Ein Riesenjacht-Alarm, der die kleine Bucht kurz atmen ließ
Am frühen Donnerstagmittag veränderte ein ungewohnter Schatten das Bild vor Camp de Mar. Aus der Ferne zeichnete sich ein langes, dunkles Profil ab und ließ Spaziergänger, Strandbesucher und die Stammgäste des kleinen Hafens stehen bleiben. Die Maschine, die da aufkreuzte, ist schwer zu übersehen: 110 Meter Länge, weißer Rumpf, Name an Backbord – die „Kaos“. Begleitet wurde sie von einem schnellen Beiboot mit der Aufschrift „Kaos Open“, das immer wieder zwischen Yacht und offener See pendelte.
Die „Kaos“ wurde 2017 in den Niederlanden gebaut und stammt von der Werft Oceanco. Die Baugeschichte ist ungewöhnlich: das Schiff lief einst unter anderem Namen vom Stapel, später wechselte es den Eigner und erhielt seinen heutigen Taufnamen. Mit einer Kapazität für mehr als 30 Gäste und einer Großbesatzung, technischen Antrieben von MTU und einer Reichweite für über 5.000 Seemeilen gehört sie zu den größten privaten Yachten, die hier regelmäßig auftauchen.
Wer am Ufer stand, hörte zuerst das Rauschen der Wellen, dann das tiefe Brummen der Motoren und das entfernte Pfeifen von Seeleuten, die Leinen bereithielten. Auf der Promenade roch es nach Sonnencreme und frittiertem Fisch vom kleinen Chiringuito; Kinder spielten im Sand, als, nur wenige Seemeilen entfernt, Hubschrauberlandeplatz und Spa-Anlage an Bord die Fantasie beflügelten. Solche Bilder passen nicht jeden Tag in Camp de Mar.
Was diese Yacht technisch und an Bord bietet, ist beeindruckend: mehrere Gäste-Suiten, großzügige Bereiche zum Ausruhen, Wellness-Angebote wie Sauna und Hammam, ein eigener Beach Club und Platz für helikopterbasiertes Zusteigen inklusive Betankungsmöglichkeit. Der Antrieb erlaubt gemütliche Fahrten um die 19 Knoten, die Kombination aus Größe und Komfort macht das Schiff sowohl zu einer schwimmenden Villa als auch zu einem logistischen Aufwand für Liegeplatz, Versorgung und Ankermanöver.
Warum so ein Besuch für Mallorca bemerkenswert ist, hat nicht nur mit dem Glamour zu tun. Wenn ein solches Schiff an Mallorcas Küsten auftaucht, sorgt das für lokale Nachfrage: Mannschaften benötigen Proviant, Handwerker und Treibstoff; Restaurants und kleine Läden in den nächsten Häfen profitieren; aufstrebende Servicefirmen für Yachten können Aufträge erhalten. In einem Ort wie Camp de Mar, wo Luxusferien und Familienurlaub auf engem Raum zusammentreffen, sieht man das Zusammenspiel von Alltag und gehobener Seefahrt sehr unmittelbar.
Gleichzeitig ist das Schauen und Staunen ein Stück lokaler Verankerung: Anwohner und Stammgäste tauschen sich über den Kurs, fotografieren aus sicherer Entfernung und beobachten das Treiben. Respekt vor Privatsphäre und Sicherheit bleibt dabei wichtig – Decks und Liegeplätze sind kein öffentlicher Raum, und Platz für Rettungs- oder Versorgungsmanöver muss freigehalten werden.
Für Besucher, die den Blick auf Megayachten lieben, gibt es ein paar gute Stellen: die Klippenwege oberhalb von Camp de Mar, der kleine Aussichtspunkt bei der Cala und die Terrasse des Cafés am Hafen liefern oft die besten Perspektiven. Wer hingegen handfeste Infos über Technik und Ausstattung sucht, findet auf den Schiffswerft- und Herstellerseiten Details zu Baujahr, Motorisierung und Ausstattung; viele Daten sind öffentlich zugänglich.
Zu guter Letzt bleibt der Anblick ein sommerlicher Moment: die „Kaos“ verließ die Bucht später wieder, begleitet vom Klappern der Wellen an der Reling und dem Gelächter von Urlaubern, die noch Fotos machten. Solche Begegnungen fügen sich ein in die Sommergeschichte Mallorcas: Ein Mix aus Alltagsgeräuschen — Hundebellen, Möwenschrei, Kinderlärm — und dem für einen Nachmittag ungewöhnlichen Hauch von See-Ruhm.
Für die Insel heißt das: Augen auf, respektvoll bleiben und sich freuen, wenn der nächste Gigant die Kaimauer streift. Solche Gäste bringen kurzzeitig Aufregung – und oft auch etwas Geschäft in die kleinen Läden der Küste.
Häufige Fragen
Was macht die 110 Meter lange Yacht Kaos vor Camp de Mar für Mallorca interessant?
An welchen Aussichtspunkten sieht man Megayachten in Camp de Mar am besten?
Welche Ausstattung bietet die Kaos und was bedeutet das für Besucher?
Wie beeinflusst der Besuch solcher Yachten Camp de Mar wirtschaftlich?
Welche Jahreszeit empfiehlt sich am besten, um Mallorca mit Strand und Küste zu genießen?
Welche Verhaltensregeln gelten beim Beobachten von Megayachten an Mallorcas Küste?
Was sollte man beim Packen für einen Mallorca-Trip beachten?
Wie oft tauchen Megayachten wie Kaos an Mallorcas Küsten auf und wie lange bleiben sie in der Nähe?
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