Uhren und Ring aus Wrack geborgen: GEAS findet persönliche Gegenstände in Bucht von Palma

Kleines Wiedersehen: Taucher bergen Uhren und Ring aus dem Wrack der wally Tilakkhanahat

Kleines Wiedersehen: Taucher bergen Uhren und Ring aus dem Wrack der wally Tilakkhanahat

Bei einer Übung in der Bucht von Palma stießen Guardia-Civil-Taucher auf das Wrack der „wally Tilakkhanahat“ und hoben drei Armbanduhren sowie einen Goldring in einem Rucksack. Die Gegenstände wurden dem früheren Besitzer in Palma übergeben.

Kleines Wiedersehen: Taucher bergen Uhren und Ring aus dem Wrack der wally Tilakkhanahat

Aus einem alten Rucksack kamen Erinnerungsstücke ans Licht — ein Glücksfall bei einer Übung in der Bucht von Palma

An einem Tag, an dem die See ruhig war und Möwen über dem Moll Vell kreisten, fiel einer Ausbildungsgruppe der Guardia Civil etwas auf, das nicht zur Übung gehörte: ein altes Wrack in jener Tiefe, in der das Licht kaum noch durchdringt. Was zunächst wie ein weiterer Schiffsrest wirkte, entpuppte sich als Überbleibsel einer 24 Meter langen Segelyacht, die vor knapp zweieinhalb Jahren in Brand geraten und gesunken war.

Die auf Unterwassereinsätze spezialisierte Einheit GEAS verlagerte ihre Trainingsaufgaben an die Fundstelle und begann die freiwillig geplante Durchsuchung des Rumpfes. In einem wasserdichten Rucksack fanden die Taucher drei Armbanduhren und einen Goldring. Die Gegenstände blieben intakt genug, um sie an die Oberfläche zu bringen und später zuzuordnen.

Für die zurückgebrachten Stücke gab es kein großes, öffentliches Ereignis — eher ein ruhiger Moment im Büro der Guardia Civil in der Carrer de Manuel Azaña in Palma, wo der frühere Besitzer die Gegenstände entgegennahm. Die Rückgabe erfolgte nach interner Prüfung und Abgleich mit den Ermittlungen, die klären sollten, wem die Funde gehören. Dass persönliche Dinge nach einem Schiffsuntergang wieder auftauchen, ist selten; dieser Fall fühlte sich wie ein kleines, menschliches Happy-End an.

Die Yacht, eine Wally aus dem Jahr 2004 mit Heimathafen in Palma und unter britischer Flagge registriert, war im September 2023 in der Bucht von Palma gesunken, nachdem an Bord ein Brand durch einen Kurzschluss ausgebrochen war. Rettungskräfte hatten damals die Besatzung von drei Personen in Sicherheit gebracht. Das Wrack liegt nach Hafenangaben in rund 40 bis 47 Metern Tiefe — eine Zone, in der Einsätze nicht ohne Erfahrung möglich sind und in der die GEAS regelmäßig trainiert.

Solche Übungen sind wichtig: Sie halten Fähigkeiten frisch, die bei echten Einsätzen Leben retten können. Gleichzeitig schaffen sie Gelegenheiten, Altes wiederzufinden. In diesem Fall war es ein Fund, der für den Betroffenen mehr als materiellen Wert hat — Erinnerungsstücke, die nach einem traumatischen Vorfall wieder in die richtigen Hände gelangten.

Am Hafen erzählt man sich solche Geschichten gern beim Spaziergang auf dem Paseo Marítimo, zwischen den Klängen von Schiffsglocken und dem gelegentlichen Motorengeräusch der Arbeitsboote. Es sind kleine Alltagsmomente, die zeigen, dass maritime Sicherheit hier auf Mallorca nicht nur Theorie bleibt: Polizei- und Rettungseinheiten arbeiten, üben und sind bereit — und manchmal bringen ihre Übungen etwas zurück, das verloren schien.

Für die Insel ist die Meldung mehr als eine kuriose Randnotiz. Sie erinnert daran, wie eng Alltag, Freizeit und Arbeit auf dem Wasser miteinander verknüpft sind. Die Teams, die hier täglich trainieren, sichern nicht nur den Tourismusbetrieb und den schnellen Rettungseinsatz; sie sorgen auch dafür, dass persönliche Schicksale nicht ungeklärt bleiben. Einblicke wie dieser erzählen von Professionalität, Durchhaltevermögen und einem Hauch menschlicher Wärme.

Das Wrack selbst bleibt auf dem Meeresgrund, gekennzeichnet und dokumentiert. Für die Menschen an Land bleibt die kleine Rückgabe ein freundlicher Moment: Ein Rucksack, ein paar Schmuckstücke und die Gewissheit, dass auf Mallorca selbst in der Tiefe noch Verbindungen hergestellt werden können.

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