
Mit Whirlpool auf Deck: Die 45‑Meter‑Yacht „Lady Rose“ liegt im Port d’Andratx
Mit Whirlpool auf Deck: Die 45‑Meter‑Yacht „Lady Rose“ liegt im Port d’Andratx
Im Port d’Andratx hat vor kurzem die 45 Meter lange Motoryacht „Lady Rose“ festgemacht. Aluminiumrumpf, Fitnessraum an Bord, drei Beiboote – ein Blick auf Ausstattung und Bedeutung für den Hafen.
Mit Whirlpool auf Deck: Die 45‑Meter‑Yacht „Lady Rose“ liegt im Port d’Andratx
Aluminiumrumpf, Fitnessraum und Platz für zwölf Gäste – ein Stück Luxus, das die Marina belebt
Am späten Vormittag, wenn die Cafés an der Uferpromenade von Port d’Andratx ihren Espresso ausschenken und die Möwen über den Kaimauern kreisen, fällt einem sofort das glänzende Heck der „Lady Rose“ ins Auge. Die 45 Meter lange Motoryacht liegt aktuell im Yachtclub vor Anker und zieht bekannte Gesichter aus dem Hafen wie auch Spaziergänger an, die langsamer gehen, um einen Blick zu erhaschen.
Worum es konkret geht: Die „Lady Rose“ ist 1986 bei Hitachi Zosen vom Stapel gelaufen und erfuhr 2008 eine umfassende Renovierung. Sie fährt unter gibraltarischer Flagge und bietet Platz für bis zu zwölf Gäste in sieben Suiten; die Crew kann aus bis zu neun Personen bestehen. Solche Zahlen sorgen für entspannte Abläufe an Bord und für Service, der auch längere Aufenthalte angenehm macht.
Besonders ins Auge springen die Bordausstattung und die Freizeitmöglichkeiten: Auf dem Deck gibt es einen Whirlpool, außerdem einen eigenen Fitnessraum. WLAN ist an Bord vorhanden, was für lange Reisen oder Arbeit auf See heutzutage fast unverzichtbar ist. Für Wasserspaß sind zwei Jet‑Skis an Bord, dazu ziehbare Wasserspielzeuge, Wasserski sowie Ausrüstung für Angeln und Schnorcheln. Als Hilfe beim Aus- und Einsteigen oder für Ausflüge dienen drei Beiboote.
Technisch ist die „Lady Rose“ kein Rückschritt in die Achtziger: Rumpf und Aufbau bestehen aus Aluminium, sie fährt mit einer Reisegeschwindigkeit von etwa 13 Knoten und kommt auf bis zu 15 Knoten Spitze. Mit Tanks, die 95.660 Liter fassen, erreicht sie bei rund 11 Knoten eine Reichweite von bis zu 7.300 Seemeilen – genug, um weite Meeresstrecken zwischen Häfen zu überbrücken.
Was bedeutet das für Mallorca? Solche Yachten bringen Gäste, die in der Regel nicht nur im Hafen liegen, sondern auch die Insel ansteuern: Versorgung, Landgänge, Restaurantbesuche, Bootsservice und gelegentlich Reparaturen schaffen Arbeit für lokale Betriebe. Die kleinen Handwerksbetriebe an der Avenida im Hafen, die Lieferanten frischer Lebensmittel im Fischmarkt und die Trockendocks ein paar Kilometer weiter spüren das.
Vor Ort ist es immer wieder ein kleines Schauspiel: Die Crew läuft mit Kisten an Land, es riecht nach Diesel und frisch gebackenem Brot, ein Fischer rechnet noch seine Netze durch. Nachmittags sitzen Besucher am Kai, die Sonne steht tief, das Gespräch dreht sich um Routen, Insidertipps und um die Frage, ob die „Lady Rose“ vielleicht bald wieder ausläuft — Richtung Cabrera, Ibiza oder auf eine längere Fahrt.
Für die Gäste an Bord heißt das vor allem eins: Privatsphäre kombiniert mit Möglichkeiten. Wer mag, trainiert im Fitnessraum, während andere im Whirlpool sitzen und aufs Meer starren. Wer Action will, holt die Jet‑Skis heraus. Und wer Ruhe sucht, zieht sich in eine der sieben Suiten zurück.
Solche Schiffe sind Teil des maritimen Alltags auf Mallorca geworden. Sie gehören zu jener Mischung aus traditionellen Fischerbooten, Ausflugskatamaranen und privaten Yachten, die die Häfen lebendig halten. Und sie bieten lokalen Dienstleistern eine willkommene Einnahmequelle, wenn sie an- und ablegen.
Wenn Sie also demnächst am Port d’Andratx spazieren gehen und eine Yacht mit Whirlpool und ordentlichem Platz an Bord sehen: ein kurzer Blick über die Reling zeigt viel mehr als bloßen Luxus — es zeigt, wie abhängig die Insel noch immer vom Meer und seinen Besuchern ist. Ein bisschen Neugier, ein Espresso am Kai und das Hafengelände erzählen an so einem Tag ihre eigene Geschichte.
Für Dich gelesen, recherchiert und neu interpretiert: Quelle
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