
Auf der sicheren Seite: Wie Sie Taschendiebstahl auf Mallorca vermeiden
Praktische, ehrliche Tipps für alle, die auf Mallorca zu Fuß unterwegs sind: Wie Sie mit wenigen Verhaltensregeln unangenehme Überraschungen vermeiden und den Tag sorgenfrei genießen.
Auf Mallorca sicher unterwegs: ein kurzer, ehrlicher Leitfaden
Ich laufe viel — morgens am Passeig del Born, wenn der Duft von frischem Kaffee durch die Gassen zieht, nachmittags durch die Rambla, wo Stimmen und Motorroller ein leises Durcheinander bilden, und abends über die Strandpromenade, wenn die Wellen gegen die Mole plätschern. Aus all den kleinen Wegen und Begegnungen haben sich einfache Verhaltensweisen ergeben, die tatsächlich helfen, unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Keine Panikmache, nur Praxis — und ein bisschen Mallorquinisches Augenmaß.
Basisregeln, die (wirklich) funktionieren
Tragen Sie nur das Nötigste. Geld, eine Karte, der Personalausweis und ein kleines Handy reichen meistens. Große, offene Taschen voller Kram sind oft eher Einladung als Stil-Statement. Tragen Sie die Tasche auf der Hausseite des Gehwegs — also zwischen Ihnen und den Häusern — so hat niemand von außen leichten Zugriff.
Besondere Vorsicht gilt in der Innenstadt, auf Märkten und an Bahnhöfen: Zwischen 15:00 und 18:30 wird es enger, der Olivar-Markt, die Umgebung der Estació und die Wege rund um die Kathedrale sind typische Orte, an denen Ablenkungsmanöver vorkommen. Wenn jemand plötzlich „hilft“ oder etwas Ungewöhnliches anbietet, ein freundliches, klares „Nein, danke“ und weitergehen ist oft das Beste.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf plötzliche Berührungen im Gedränge, auf Personen, die scheinbar Fragen stellen, während eine andere Hand „aus Versehen“ den Rucksack berührt, oder auf Gruppen, die Sie unerwartet umringen. Das sind klassische Methoden, um abzulenken. Wenn Sie sich beobachtet fühlen oder etwas nicht stimmt: Gehen Sie in ein Geschäft, sprechen Sie eine Uniformsperson an oder suchen Sie eine belebtere Straße — laute Plätze sind für Diebe meist untauglich.
Praktisches Verhalten
Reißverschluss statt offener Taschen, die Tasche quer über den Körper getragen, eine Hand immer halb auf der Tasche in der U-Bahn — das sind keine modischen Statements, aber sie funktionieren. Kleine Geldtaschen unter der Kleidung, eine Kopie wichtiger Dokumente im Hotel, Fotos der Ausweisdokumente auf dem Handy: Dinge, die im Ernstfall Zeit und Nerven sparen. Zeigen Sie keinen auffälligen Schmuck offen, tragen Sie die Kamera bei Spaziergängen lieber unauffällig, wenn Sie nicht aktiv fotografieren.
Melden, dokumentieren, weitergeben
Wenn doch etwas passiert: Ruhe bewahren, Tatort merken, mögliche Zeugen ansprechen und sofort melden. Notruf 112 gilt auf ganz Mallorca; Guardia Civil und Policía Local sind die richtigen Ansprechpartner. Zusätzlich ist die Nutzung von Apps wie AlertCops praktisch, um Vorfälle schnell digital zu melden. Jede Anzeige hilft, Muster zu erkennen — und Hotspots besser zu schützen.
Sammeln Sie Belege: Zeit, Ort, Beschreibung der Täter, Zeugen, und wenn möglich Fotos oder Videoaufnahmen von Überwachungskameras in der Nähe. Sperren Sie Karten sofort über die Bank, dokumentieren Sie Seriennummern von gestohlenen Geräten und holen Sie sich eine offizielle Polizeibestätigung (Denuncia) für Ihre Versicherung.
Kurz und knapp: wachsam, aber nicht ängstlich. Ein paar einfache Verhaltensregeln und ein bisschen Aufmerksamkeit reichen oft, um den Tag — und den Urlaub — zu retten. So bleibt mehr Zeit für das, was Mallorca wirklich ausmacht: das Meerrauschen, die Stimmen in den Gassen und die kleine Unbeschwertheit, die wir alle hier so schätzen. Informieren Sie sich auch über aktuelle Vorfälle, um noch besser vorbereitet zu sein.
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