
Mehr Wasser als im Vorjahr: Mallorcas Stauseen atmen auf
Mehr Wasser als im Vorjahr: Mallorcas Stauseen atmen auf
Der Regen im September hat die Reserven der Tramuntana aufgefüllt: Gesamtfüllstand rund 35 Prozent, Cúber bei 40,42 Prozent, Gorg Blau bei etwa 31,5 Prozent. Emaya wertet das positiv, AEMET meldete über 33 l/m² in Escorca am 9. September.
Mehr Wasser als im Vorjahr: Mallorcas Stauseen atmen auf
Kurze Regenschauer im September haben den Füllständen einen spürbaren Schub gegeben
Am Passeig Mallorca flirrt an diesem Spätsommertag die Hitze, die Straßenkioske füllen wieder die Eiskaffeebecher und auf den Terrassen klirren die Tassen ein bisschen seltener — weil die Tage abends noch warm sind. In den Bergen dagegen, wo die Tramuntana die Wolken bricht, ist die Stimmung anders: Die Talsperren liefern gerade eine Atempause für die Wasserversorgung der Inselhauptstadt.
Die Bilanz: Die Stauseen, die Palma mit Trinkwasser versorgen, stehen dieses Jahr besser da als im gleichen Zeitraum 2025. Insgesamt liegen die Werte bei rund 35 Prozent, das sind etwa 7,5 Prozentpunkte mehr als Ende September des Vorjahres. Besonders der Cúber zeigt sich belebter: 40,42 Prozent Füllstand sind aktuell eingetragen — im Vorjahr waren es Ende September knapp 29 Prozent. Der Gorg Blau liegt bei ungefähr 31,5 Prozent, verglichen mit ca. 26 Prozent vor einem Jahr.
Messdaten untermauern die Entwicklung: In der Zone um Escorca, wo Cúber und Gorg Blau liegen, registrierte die staatliche Wetteragentur AEMET am 9. September mehr als 33 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Das war genug, um die Speicher kurzzeitig wieder spürbar zu füllen. Das städtische Versorgungsunternehmen Emaya bewertet diese Niederschläge deshalb als nützlich für die Reserven der Insel.
Für alle, die regelmäßig zum Cúber oder auf den Mirador de ses Barques fahren: Der Anblick verändert sich spürbar. Der sonst oft matt erscheinende Wasserstand hat an manchen Ufern wieder eine dunkelblaue Linie, und zwischen den Zypressen über dem Stausee ist die Luft ein wenig frischer. Wanderer und Radfahrer berichten, dass die Quellen auf den Höhenwegen wieder etwas lebhafter plätschern.
Das ist eine gute Nachricht für Palma. Mehr Vorräte in den Stauseen bedeuten nicht automatisch, dass alle Probleme gelöst sind — sie schaffen aber eine Pufferzone, die in Trockenzeiten Zeit verschafft und Druck von kurzfristigen Maßnahmen nehmen kann. Für Gärtner, kleine Landwirte und jene, die auf regelmäßige Wasserzufuhr angewiesen sind, ist jeder Prozentpunkt mehr in den Speichern spürbar.
Gleichzeitig mahnt die Wetterlage zur Vorsicht: AEMET rechnet für die folgenden zwei Wochen mit überwiegend heiteren Himmeln und kaum Niederschlag; das Amt spricht von einem warmen Herbstbeginn mit Tageshöchstwerten um 29 bis 30 Grad. Sprich: Die jüngsten Regenfälle haben geholfen, aber neue Nachschläge sind erst einmal nicht sicher.
Was heißt das konkret für den Alltag auf der Insel? Erstens: Die Lage hat sich entspannt, aber sie ist nicht vorbei. Wer einen Garten hat, gießt weiterhin lieber in den kühleren Abendstunden; wer in Palma lebt, kann die aufgefüllten Speicher als Erleichterung sehen, nicht als Freifahrtschein für verschwenderischen Umgang mit Wasser. Zweitens: Für Besucher ist es ein guter Moment, die Tramuntana in Ruhe zu erleben — mit etwas Glück sind die Wege griffiger, die kleinen Wasserstellen führen wieder Wasser, und die Aussicht über Cúber und Gorg Blau wirkt frischer.
Insipration für den Alltag: Ein kurzes Kontrollblick auf die Regenwassertonne oder der Austausch des Bewässerungsplans reicht oft, um die neu gewonnenen Reserven verantwortungsvoll zu nutzen. Und weil die Insel Temperatursprünge kennt, lohnt sich ein flexibler Umgang mit Wasser: Sammeln, dosieren, abends gießen.
Am Ende bleibt ein positives Bild: Die Stauseen haben im Vergleich zum Vorjahr zugelegt und schenken Palma und der Insel ein wenig Ruhe. Ob die Füllstände weiter steigen, hängt jetzt wieder vom Wetter ab. Bis dahin sind die 35 Prozent ein willkommener Puffer, der den Gleichklang zwischen Stadt, Land und Bergen ein kleines Stück weit stabilisiert — und das hört man an den ruhiger werdenden Gesprächen in den Cafés, an den zufriedeneren Blicken der Wanderer am Mirador und am leiseren Seufzen, das durch die Olivenhaine weht.
Häufige Fragen
Wie haben sich die Füllstände der Stauseen um Palma entwickelt und was bedeuten sie?
Welche Wetteraussichten gibt es für Mallorca in den kommenden Wochen?
Wie sinnvoll ist es, Wasser auf Mallorca aktuell zu nutzen und zu sparen?
Welche Auswirkungen haben die jüngsten Niederschläge auf Cúber, Gorg Blau und die Wasserversorgung?
Wie verändert sich das Landschaftsbild rund um den Stausee Cúber und am Mirador de ses Barques?
Was bedeutet die erhöhte Wasserlage konkret für Palma als Stadt?
Ist jetzt eine gute Reisezeit, um Mallorca und die Tramuntana zu erleben?
Wie lange halten die positiven Veränderungen der Stauseen voraussichtlich an?
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