Mirador de na Miranda reopens with views of Sa Dragonera

Mirador de na Miranda in Andratx wieder offen – Blick auf Sa Dragonera zurückgewonnen

Der Aussichtspunkt Mirador de na Miranda bei Andratx ist nach Sanierung wieder geöffnet. Die neue Plattform bietet wieder Panoramablicke auf Sa Dragonera und Sant Elm — sicherer und frisch hergerichtet.

Mirador de na Miranda in Andratx wieder offen – Blick auf Sa Dragonera zurückgewonnen

Mirador de na Miranda in Andratx wieder offen – Blick auf Sa Dragonera zurückgewonnen

Wer in den letzten Jahren von Sant Elm den Blick über die See zur kleinen Insel Sa Dragonera suchte, musste ohne den bekannten Aussichtspunkt auskommen. Das ist jetzt vorbei: Der Aussichtspunkt Mirador de na Miranda in Andratx wurde nach mehr als drei Jahren Sanierung wieder freigegeben. Die Plattform wurde komplett neu hergerichtet und ist ab sofort wieder begehbar.

Die Arbeiten betrafen vor allem eine beschädigte Betonplatte, die als einsturzgefährdet galt und entfernt werden musste. An ihrer Stelle liegt nun eine frisch aufgearbeitete Plattform von etwa 70 Quadratmetern. Laut Mitteilung des Inselrats beliefen sich die Kosten auf rund 10.000 Euro. Für eine kleine Gemeindeinvestition ist das eine sichtbare Verbesserung: Mehr Raum für den Blick, mehr Sicherheit für die Besucher.

Am Mirador spürt man sofort den Unterschied. Auf einem sonnigen Vormittag trifft man hier frühaufstehende Einheimische mit Thermoskannen, Hundebesitzer und solche, die einfach eine Pause vom Alltag suchen. Möwen kreisen, einzelne Fischerboote ziehen ihre Linien im Wasser und in der Ferne hebt sich die Silhouette von Sa Dragonera gegen den Himmel ab. Ein kurzer Pfad führt vom Parkplatz hinauf; der Weg ist steinig, aber nicht schwer, die Pinien geben Schatten und Duft – typisch Mallorca.

Solche Aussichtspunkte sind mehr als Fotomotive. Sie sind Orte, an denen sich Nachbarn zufällig treffen, an denen Kinder das Meer erklären und an denen Feriengäste überlegen, ob sie nach Sant Elm fahren. Für die Gastronomie und die kleinen Betriebe in der Umgebung bedeutet das wieder einen kleinen Impuls: Mehr Besucher bleiben stehen, trinken einen Kaffee im Ort, kaufen vielleicht ein Eis oder ein Souvenir – ähnlich wie im Mirador d'es Colomer.

Die Sanierung hat auch eine Sicherheitskomponente: Eine instabile Platte kann schnell zur Gefahr werden, besonders an windigen Wintertagen, wenn der Stechregen über die Felsen peitscht. Dass die Gemeinde hier gehandelt hat, sorgt für Ruhe bei Leuten, die den Mirador regelmäßig nutzen. Gleichzeitig ist klar: solche Stellen brauchen regelmäßige Pflege, nicht nur einmalige Reparaturen.

Ein positiver Nebeneffekt ist die Möglichkeit, die Aussichten neu zu entdecken. Mit ein bisschen Geduld sieht man oft Meeresschildkröten oder kleine Delfinschulen, vor allem in ruhigen Monaten. Vogelkundler finden Nistplätze an den Klippen, und bei klarem Wetter reiht sich über der Insel eine Kette kleiner Boote – mal Segler, mal Ausflugsdampfer.

Praktisch: Wer früh kommt, hat den Mirador oft fast für sich allein. Später am Tag ziehen Gruppen nach, besonders an Wochenenden und in der Hauptsaison. Für Familien lohnt sich der Besuch am späten Nachmittag; dann färbt das Licht die Küste warm und die Kinder können sicher auf der ebenen Plattform toben, während Erwachsene die Sicht genießen.

Der wiederhergestellte Mirador ist auch ein kleines Beispiel dafür, wie geschickt wenig Geld eingesetzt werden kann. Rund 10.000 Euro für 70 Quadratmeter Fläche klingen unspektakulär, und doch ergibt sich daraus ein Ort mit hohem Aufenthaltswert. Vielleicht eine kleine Anregung an andere Gemeinden: Lokale Infrastruktur pflegen zahlt sich aus, gerade an solchen Knotenpunkten zwischen Natur und Alltag.

Damit der Mirador lange Freude macht, können Besucher helfen: Auf den markierten Wegen bleiben, keinen Abfall hinterlassen und Rücksicht beim Fotografieren üben. Die Vegetation rundherum ist empfindlich, und die Pfade neigen bei großen Besucherzahlen zur Erosion. Ein bisschen Vorsicht schont den Platz für die nächsten Jahre.

Für alle, die einen Plan brauchen: Sant Elm ist der kleine Hafenort zu Füßen des Miradors. Ein kurzer Spaziergang oder eine entspannte Fahrt bringen einen dorthin. Wer länger bleiben möchte, findet in Andratx und Umgebung einige Cafés und Bäckereien, die lokale Spezialitäten anbieten und nach einem Ausflug sehr willkommen sind.

Der Mirador de na Miranda ist zurück – mit stabiler Plattform, frischem Anstrich der Wege und dem gleichen weiten Blick auf Sa Dragonera. Für Einheimische ist das ein Stück Vertrautheit, für Besucher ein weiterer Ort, der Mallorca von seiner ruhigen Seite zeigt. Frühaufsteher, Spaziergänger und Fotografen können sich wieder auf einen verlässlichen Platz am Rand der Klippen freuen.

Ein Tipp zum Schluss: Wer den Mirador am Morgen besucht, erlebt oft Ruhe, klare Luft und das leise Klappern der Boote im Hafen. Perfekt, um den Tag langsam zu beginnen oder einen Spaziergang mit Meerblick ausklingen zu lassen.

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