Hostal an der Playa bleibt: Marco & Tamara Gülpen erhalten Pacht für acht Jahre

Pachtverlängerung an der Playa: Marco und Tamara Gülpen bleiben – und die Nachbarschaft atmet auf

Pachtverlängerung an der Playa: Marco und Tamara Gülpen bleiben – und die Nachbarschaft atmet auf

Nach monatelanger Unsicherheit haben Marco und Tamara Gülpen Gewissheit: Der Pachtvertrag für ihr Hostal an der Playa de Palma ist um acht Jahre verlängert worden. Für das Paar bedeutet das Planungssicherheit – und für die Nachbarschaft Kontinuität.

Pachtverlängerung an der Playa: Marco und Tamara Gülpen bleiben – und die Nachbarschaft atmet auf

Einfach weitermachen: Acht Jahre mehr für ein kleines Stück Playa de Palma

Am frühen Vormittag, wenn die Fischerboote noch schlafen und die ersten Lieferautos die Promenade an der Playa de Palma entlangtuckern, steht das Hostal zwischen den Balnearios 3 und 4 ruhig da. Dort, wo vor wenigen Jahren noch renovierungsbedürftige Fliesen und quietschende Türen waren, gibt es heute frische Farbe, Gäste, die nach dem Frühstück die Strandliegen ansteuern, und die kleine Cocktailbar im Erdgeschoss mit ihrem namensgebenden Klassiker – dem Despacito in einer ausgehöhlten Ananas.

Marco und Tamara Gülpen haben diese Ecke nicht aufgeben müssen. Auf Instagram teilten sie kürzlich die Nachricht: "Wir dürfen weitere acht Jahre bleiben." Für ein Haus, das Marco 2012 in ziemlich traurigem Zustand übernahm und das das Paar später mit einem sechsstelligen Betrag instand setzte, ist das mehr als eine Formalität. Es ist Planungsgrundlage für Personal, für Investitionen und für die Gewissheit, dass die Arbeit der letzten Jahre nicht vergebens war.

Die Nachricht hat auch etwas Vertrautes zurückgebracht in den Alltag hier: die Stammgäste, die seit Jahren wiederkommen, die Nachbarcafés, die morgens die Kaffeemaschine aufdrehen, und die Hausmeister, die ihre Schaufeln bereithalten. Gerade solche kleinen Unterkünfte bieten oft den mikrokosmischen Rhythmus, der einer Ferienmeile das Gefühl von Heimat gibt – und das bleibt erhalten.

Wer das Haus kennt, weiß, dass hinter dem Projekt Herz und Schweiß stecken. 2021 eröffneten die Gülpens zusätzlich die Cocktailbar Despacito im Erdgeschoss, ein Raum, der an langen Sommerabenden laut wird vor Gelächter und Musik. Die Familie pendelte lange zwischen Deutschland und Mallorca, zog aber endgültig hierher, als der Sohn eingeschult wurde. Vor wenigen Monaten zogen sie in ein Haus zwischen Cala Blava und El Arenal (Gemeinde Llucmajor) mit fünf Schlafzimmern auf etwa 300 Quadratmetern – ein Zuhause, nach zwölf Monaten intensiver Suche, in einem Wohnungsmarkt, der vielen noch Sorgen bereitet.

Warum das auch für Mallorca gut ist, lässt sich in drei Sätzen erklären: Kontinuität sichert Arbeitsplätze, Eigentümer trauen sich eher an Renovierungen, und Viertel behalten ihren Charakter, wenn Menschen, die hier verwurzelt sind, bleiben dürfen. Ein verlässlicher Pachtvertrag ist deshalb mehr als Papier: Er ist Grundlage für kleine Wirtschaftskreisläufe entlang der Küste, für Handwerkeraufträge, für die Barfrau, die seit Jahren die gleichen Bestellungen kennt.

Die kleine Lehre für andere Gastgeber ist klar und nicht besonders glamourös: Wer investieren will, braucht Sicherheit. Eigentümer und Verwaltungen sollten das bedenken, wenn sie Verträge verhandeln. Für Gäste wiederum ist es ein schöner Grund, bewusst zu buchen: Ein Aufenthalt in einem Hostal, das dort bleibt, bedeutet Authentizität statt anonymem Austauschbarerlebnis.

Am Ende ist es einfach ein gutes Gefühl, morgens an der Playa entlangzugehen und zu sehen, dass Türen offenstehen, die Bar aufschließt und der Duft von Kaffee und Salzwasser in der Luft hängt. Marco und Tamara haben den Anruf bekommen, auf den sie gehofft hatten. Die Nachbarschaft kann durchatmen – und die nächsten acht Jahre am Meer planen.

Ausblick: Wenn Pachtverträge Perspektive bieten, lohnt sich die Investition in Material und Menschen. Ein Tipp für Urlauber: Wer kleine Hostals unterstützen will, schaut im Voraus nach Bewertungen, fragt gezielt nach familiären Angeboten und bringt etwas Bargeld für den Tresen mit – das kommt meist direkt bei den Leuten an, die hier leben und arbeiten.

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