Pierce Brosnan auf Mallorca: Valldemossa, La Posada und ein Kulturspaziergang

Pierce Brosnan nimmt sich Zeit für Mallorca: Wein, Pa amb oli und ein Spaziergang durch Valldemossa

Pierce Brosnan nimmt sich Zeit für Mallorca: Wein, Pa amb oli und ein Spaziergang durch Valldemossa

Während der Dreharbeiten zur Serie 'Mobland' hat Pierce Brosnan Valldemossa und Palma besucht: ein Lunch in der historischen La Posada, ein Rundgang in La Seu und ein Abstecher zur Fundació Miró. Ein ruhiger, freundlicher Besuch mit sichtbarem Nutzen für lokale Kulturorte.

Pierce Brosnan nimmt sich Zeit für Mallorca: Wein, Pa amb oli und ein Spaziergang durch Valldemossa

Ein ruhiger Star-Auftritt zwischen Bergdörfern, Kathedrale und Kunsthaus

Es war kein Blitzlichtmeer, kein Rennen durch Absperrungen — eher das genaue Gegenteil. Am Nachmittag, als der Tramuntana-Wind die Wolken über Valldemossa jagte und das Kopfsteinpflaster noch vom leichten Niesel glänzte, saß ein internationaler Schauspieler ganz entspannt auf der Panoramaterrasse des Palacio del Rey Sancho. Pierce Brosnan, aktuell mit Dreharbeiten zur Serie "Mobland" beschäftigt, gönnte sich dort ein typisch mallorquinisches Mittagessen im Restaurant La Posada.

Das Bild, das das Lokal anschließend auf seinem Instagram-Kanal veröffentlichte, zeigt den Gast inmitten des Teams. Begleitet wurde er von Mitgliedern des Filmteams und einem seiner Söhne. Auf den Tellern landeten einfache, vertraute Gerichte: Kroketten, Tintenfisch, Padrón-Paprika, Fleischbällchen, Gambas und selbstverständlich Pa amb oli. Dazu ein Weißwein aus der Region Binissalem und zum Abschluss Crema Catalana — ein Menü, wie man es sich in einem winterlichen Bergdorf wünscht.

Für die Menschen vor Ort war das kein lauter Promi-Event, sondern eine dieser Begegnungen, die den Alltag kurz spürbar verändern. Die Servicekräfte im Restaurant, die sonst Touristen ebenso willkommen heißen wie pensionierte Inselbewohner, standen einmal im Mittelpunkt eines kleinen, fröhlichen Fotoalbums. Die Szene: Lachen, Hände auf Steinmauern, ein Hund, der neugierig schnüffelte — genau solche Bilder kursieren jetzt in den sozialen Netzwerken.

Doch Brosnans Rundgang beschränkte sich nicht aufs Essen. In Palma stand ein Besuch der Kathedrale La Seu auf dem Plan. Dort führte ihn Kanoniker Pere Oliver durch das Gebäude, zeigte Fenster, Proportionen und das Zusammenspiel von historischer Baukunst mit moderner Ausgestaltung. Danach ging es weiter zur Fundació Miró Mallorca, wo die Ausstellungshäuser Edificio Estrella und der Taller Sert auf dem Programm standen. Zwei Orte, an denen sich Kunst und Inselgeschichte berühren — und die nun für einen Tag mit internationalen Blicken bespielt wurden.

Solche kurzen Aufenthalte wirken nach. Für ein kleines Restaurant in Valldemossa bedeutet ein Foto mit einer bekannten Persönlichkeit eine erhöhte Sichtbarkeit im Netz, für Museen und Kirchen eine Erinnerung daran, dass auch abseits der Strände kulturelles Interesse besteht. Anwohner, die an diesem Tag die Hauptstraße hinauf- oder hinuntergingen, werden sich noch lange an die ungewöhnliche Gästegruppe erinnern: der Bäcker, der seine Brote aus dem Holzofen holte, die Oma, die auf der Bank Sitz hielt, der Junge, der seine Schultasche zurechtrückte — Momente, die den Ort nicht verändern, ihn aber für einen Augenblick heller erscheinen lassen.

Das Positive liegt im Kleinen: Wenn Kulturorte, Restaurants und kleine Produzenten durch zufällige Begegnungen Aufmerksamkeit bekommen, zahlt das auf das Image der Insel ein. Es zeigt: Mallorca ist mehr als Strand und Partys. Die Berge, die historischen Innenhöfe, die Weinberge in Binissalem, die kleinen Kunststätten — sie sind Gründe, warum Menschen wiederkommen oder neue Besuche planen.

Ein praktischer Tipp für lokale Gastgeber: Authentizität zählt. Ein einfaches Menü, ein offenes Lächeln, ein gut platziertes Foto — das zieht. Und für Besucher gilt: Wer wenig Dramatik mag, findet auf Mallorca Orte, an denen man prominent sein kann, ohne ins Rampenlicht schleudert zu werden. Ruhe hat hier nach wie vor ihren Wert.

Am Ende des Tages waren es keine großen Worte, die geblieben sind, sondern Bilder von einer Terrasse mit Blick auf die Serra de Tramuntana, ein Glas regionalen Weißweins und das Gefühl, dass die Insel auch im Winter kleine, gute Geschichten schreiben kann. Ein sonniges Plätzchen, ein Teller mit Pa amb oli und ein freundlicher Handschlag — so einfach kann ein Besuch sein, und so nützlich für Mallorca.

Was das für die Insel bedeutet: Kleine Unternehmen erhalten Sichtbarkeit, Kulturstätten werden als Ziele wahrgenommen und die Insel zeigt sich als vielfältiger Ort. Ein Besuch, leise und durchaus wirksam.

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