Port d'Alcúdia: Boulevard statt Dollarstraße – Sanierung startet

Vom Asphalt zur Flaniermeile: Port d’Alcúdias «Dollarstraße» wird neu gedacht

Vom Asphalt zur Flaniermeile: Port d’Alcúdias «Dollarstraße» wird neu gedacht

Sechs Millionen Euro, breite Gehwege, neuer Radweg und mehr Bäume: In Port d’Alcúdia startet die Umgestaltung der Avenida Pere Mas i Reus. Was Anwohner und Besucher jetzt erwartet.

Vom Asphalt zur Flaniermeile: Port d’Alcúdias «Dollarstraße» wird neu gedacht

Sechs Millionen Euro für Boulevard, Radweg und neue Infrastruktur – Arbeiten starten am Montag

Wenn man den Hafen von Port d’Alcúdia an einem ruhigen Vormittag verlässt, hört man das Klappern der Kaffeetassen aus den Cafés, Möwen schreien über den Bootsmasten und die Lieferwagen rollen gemächlich die Avenida Pere Mas i Reus entlang. Genau hier, zwischen Hausnummer 24 in Richtung Siesta-Apartments und der Ausfahrt zum Puig de Sant Martí, beginnen ab Montag die Arbeiten an einer der meistkritisierten Straßen des Ortes: Die Straße, die viele nur noch «Dollarstraße» nennen, soll ein neues Gesicht bekommen.

Die Zahlen sind klar: Rund sechs Millionen Euro werden für die Sanierung veranschlagt, ein Teil davon kommt aus Mitteln des Inselrats. Geplant ist kein kosmetisches Aufhübschen, sondern ein Umbau mit mehreren Ebenen: unter der Oberfläche werden Kanalisation, Trinkwasserleitungen und das Regenwasserkanalisationsnetz erneuert; oben entsteht mehr Platz zum Gehen, ein neuer Radweg, neue Bäume sowie neue Bänke und Beleuchtung. Die Fahrbahn wird zwar schmaler, bleibt aber zweispurig.

Für Besucher bedeutet das bald: mehr Raum zum Schlendern, weniger Autos direkt vor den Schaufenstern und sichere Wege für Fahrradfahrende. Für Einheimische heißt es, die Straße bekommt Schatten dort, wo es bisher wenig Grün gab, und die Infrastruktur wird widerstandsfähiger gegenüber starken Regenfällen – ein kleiner, aber spürbarer Komfortgewinn im Alltag.

Die Verkehrsführung wird zudem so organisiert, dass nicht alles gleichzeitig zugeschüttet wird: Die Arbeiten sind in zwei Etappen geplant, damit die Touristensaison nicht komplett aus dem Takt gerät. Packen und Sperrungen wird es geben, ja. Aber nach den Phasen soll das Ergebnis eine einladendere Promenade sein, an der Familien, ältere Spaziergänger und Radpendler Platz finden.

Ein konkreter, sehr greifbarer Effekt: der neue Radweg. Wer morgens mit dem Rad vom Ort Richtung Playa de Muro fährt, wird künftig weniger zwischen parkenden Autos und Lieferverkehr ausweichen müssen. Das ist nicht nur angenehmer, sondern auch sicherer – und bringt zusätzliche Mobilitätsoptionen für Kurzstrecken in der Gemeinde.

Als zweite, begleitende Maßnahme laufen gleichzeitig zwei weitere touristische Projekte: ein Abschnitt der Straße von Artà wird modernisiert, und es entsteht eine Fußgängerinsel mit touristischer Beschilderung. Für den Inselrat und die Gemeinde addiert sich das zu einem Paket, das die Besucherführung verbessert und die Nahmobilität stärkt.

Vor Ort spürt man schon die Vorfreude: Die Bäckerin aus der Carrer nebenan meint beim Plaudern über die Baustelle, dass mehr Fußgänger am Wochenende auch für sie mehr Kunden bringen könnten. Am Hafen stehen Angler und nicken: Mehr Bäume heißen weniger grelle Mittagssonne auf der Promenade – ein simpler, aber wirkungsvoller Komfort.

Wichtig zu wissen: Auf einer Straßenseite werden Parkplätze wegfallen. Das ändert die Gewohnheiten, heißt aber auch, dass Platz für Aufenthaltsflächen und Radverkehr entsteht. Wer also mit dem Auto anreist, muss künftig etwas planen; wer zum Flanieren kommt, findet bald breitere Bürgersteige und mehr Sitzecken.

Der Terminplan bleibt ehrgeizig: Fertigstellung wird für Frühjahr bis Frühsommer angestrebt. Kommt alles wie geplant, hat Port d’Alcúdia dann eine freundlichere Hauptachse, die sowohl dem Tourismus als auch dem Alltagsleben dient. Und für einen Ort, der vom Meer und vom Spazieren lebt, ist das kein Luxus, sondern eine Investition in Lebensqualität.

Ausblick: Wenn die neue Straße steht, könnte sie als Modell dienen – nicht nur in Alcúdia, sondern für andere Orte der Insel, die ihre Promenaden und Zugänge zum Meer neu denken. Wer jetzt schon die Bank am Hafen benutzt, kann sich vorstellen, wie sich das Klangbild ändert: weniger Motorlärm, mehr Stimmen, Kinderlachen und das Geräusch von Fahrrädern auf glattem Belag. Kleine Dinge, die den Tag hier leichter machen.

Häufige Fragen

Wann starten die Bauarbeiten in der Dollarstraße in Port d’Alcúdia?

Die Arbeiten an der sogenannten Dollarstraße in Port d’Alcúdia sollen am Montag beginnen. Geplant ist ein Umbau in zwei Etappen, damit der Ort trotz Baustelle weiter erreichbar bleibt. Die Fertigstellung wird für Frühjahr bis Frühsommer angestrebt.

Was wird bei der Sanierung der Dollarstraße in Port d’Alcúdia verändert?

Geplant ist nicht nur eine neue Oberfläche, sondern ein umfassender Umbau. Unter der Straße werden Kanalisation, Trinkwasserleitungen und das Regenwassersystem erneuert, darüber entstehen breitere Gehbereiche, ein Radweg, neue Bäume, Bänke und Beleuchtung. Auch die Fahrbahn wird angepasst, bleibt aber zweispurig.

Wird die Dollarstraße in Port d’Alcúdia während der Bauarbeiten noch befahrbar sein?

Ja, die Straße soll trotz der Arbeiten weiter funktionieren. Die Verkehrsführung wird in Phasen organisiert, damit nicht der gesamte Abschnitt gleichzeitig offen aufgerissen wird. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte aber mit Einschränkungen und umständlicherem Parken rechnen.

Wie verändert sich das Parken in der Dollarstraße von Port d’Alcúdia?

Auf einer Straßenseite werden Parkplätze wegfallen. Dadurch entsteht mehr Raum für Aufenthaltsflächen, Fußgänger und den Radverkehr, was die Straße deutlich stärker als Boulevard wirken lässt. Wer mit dem Auto kommt, sollte künftig etwas mehr Zeit für die Parkplatzsuche einplanen.

Lohnt sich Port d’Alcúdia trotz der Baustelle für einen Spaziergang?

Ja, ein Besuch kann sich trotzdem lohnen, wenn man mit kleineren Einschränkungen leben kann. Die Baustelle soll schrittweise organisiert werden, damit der Bereich am Hafen und die Hauptachse weiterhin nutzbar bleiben. Wer vor allem zum Bummeln kommt, wird später von breiteren Gehwegen und mehr Sitzgelegenheiten profitieren.

Ist der neue Radweg in Port d’Alcúdia auch für Alltagsfahrten nützlich?

Ja, der neue Radweg soll nicht nur Touristen helfen, sondern auch den Alltag vor Ort erleichtern. Vor allem kurze Strecken Richtung Playa de Muro werden damit sicherer und angenehmer, weil Radfahrende weniger zwischen parkenden Autos und Lieferverkehr ausweichen müssen. Das macht die Verbindung für Freizeit und tägliche Wege deutlich praktischer.

Welche Vorteile bringt der Umbau der Dollarstraße für Port d’Alcúdia im Sommer?

Im Sommer dürfte vor allem der zusätzliche Schatten durch neue Bäume spürbar sein. Dazu kommen mehr Platz zum Gehen, bessere Beleuchtung und eine Straßenführung, die weniger auf reinen Autoverkehr ausgerichtet ist. Für einen Ort wie Port d’Alcúdia, der stark vom Flanieren lebt, ist das ein spürbarer Gewinn.

Was bedeutet die neue Gestaltung der Dollarstraße für Urlauber in Port d’Alcúdia?

Für Urlauber wird die Straße vor allem besser zum Bummeln, Sitzen und Radfahren. Wenn der Umbau abgeschlossen ist, dürfte der Bereich weniger nach reiner Durchfahrt wirken und stärker wie eine Flaniermeile mit Aufenthaltsqualität. Das ist besonders angenehm für alle, die den Hafenbereich zu Fuß erkunden möchten.

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