Regen füllt Cúber und Gorg Blau: Erleichterung für Palma

Nach Regen: Cúber und Gorg Blau füllen sich – Erleichterung nach nassen Feiertagen

Nach Regen: Cúber und Gorg Blau füllen sich – Erleichterung nach nassen Feiertagen

Die Regen- und Schneetage über Weihnachten haben die Wasserstände in Cúber und Gorg Blau merklich erhöht. Emaya meldet leichte Entspannung der Versorgungslage für Palma.

Nach Regen: Cúber und Gorg Blau füllen sich – Erleichterung nach nassen Feiertagen

Wer in diesen Tagen durch Palma ging, hörte das gleiche Geräusch wie auf den Dächern der Stadt: Regen, der auf Kopfsteinpflaster prasselte, jaulenlose Tropfen auf den Markthallen des Olivar. Auf den hohen Straßen der Tramuntana knirschte der erste Schnee dieses Winters unter Wanderstiefeln. Für die Wasserversorgung der Insel waren das keine Nebengeräusche, sondern gute Nachrichten.

Das städtische Versorgungsunternehmen Emaya hat die jüngsten Messwerte veröffentlicht: Insgesamt stieg der gefüllte Anteil der Stauseen, die Palma versorgen, in der vergangenen Woche von 36,43 Prozent auf 39,69 Prozent – ein Plus von 3,26 Prozentpunkten. Wer genauer hinschaut, sieht unterschiedliche Bewegungen bei den einzelnen Seen.

Der künstliche Cúber, an den Hängen rund um den Puig Major und den Morro de Cúber gelegen, war vor einigen Tagen noch deutlich knapper. Seine Füllmenge kletterte der Mitteilung zufolge von 29,17 Prozent auf jetzt 33,03 Prozent, also um 3,86 Prozentpunkte. Der Gorg Blau, ebenfalls künstlich angelegt und am Rand des Puig Major und des Puig de Masanella, wuchs von 41,01 auf 43,90 Prozent – ein Zuwachs von 2,89 Punkten. Flächenangaben: Cúber misst rund 59 Hektar, Gorg Blau etwa 60 Hektar. Beide Seen liefern seit 1971 Wasser in die Hauptstadt.

Das sind keine dramatischen Sprünge, aber sie sind spürbar. Wer morgens am Passeig del Born einen Kaffee holt und den Regen auf den Platanen hört, merkt: Die Insel hat etwas zurückbekommen von dem, was ihr in trockeneren Jahren oft fehlt. Besonders der Schnee in höheren Lagen – bis etwa 900 Meter wurden in Teilen der Tramuntana Schneehöhen gemeldet – bringt langsamere, länger anhaltende Zuflüsse in die Bäche, die zu den Stauseen führen.

Für die Gärtner in den Vororten, die Obstbauern im Inselinneren und die städtische Grünpflege ist das eine kleine Atempause. Mehr Wasser in den Speicherbecken bedeutet, dass weniger kurzfristig in den Verteilnetzen gequetscht werden muss. Für die Menschen, die morgens ihre Pflanzen gießen oder einen Brunnen betreiben, heißt das weniger Sorge um jeden Tropfen.

Und trotzdem: Regen ist kein Freifahrtschein. Jahresbeginn und die kommenden Wochen bleiben wichtig. Wenn die Niederschläge weiterhin regelmäßig kommen, dann hat Mallorca Luft, strategisch zu planen – etwa bei Wartungsarbeiten an Leitungen oder beim Auffüllen von Reserven vor dem Frühjahr. Für Stadtbewohner ist das so greifbar wie ein voller Wasserkessel im Haus.

Wer jetzt in Escorca oder am Mirador des Cúber unterwegs ist, sieht Wasserläufe mit neuem Schwung. Unten in Palma hängen die Menschen einen Moment länger die nassen Mäntel über Stühle und lachen über die plötzlich kräftigeren Wolkenbrüche. Das ist die kleine, konkrete Freude: keine Panik, sondern Arbeit, die erleichtert wird.

Ausblick: Bis die Seen wirklich gut gefüllt sind, bleibt noch Zeit. Aber die jüngsten Niederschläge geben Raum für Optimismus. Wer einen Spaziergang durch die Tramuntana plant, sollte feste Schuhe einpacken. Und wer Lust hat, die Insel zu unterstützen, kann jetzt auf kleine Dinge achten: tropffreie Leitungen, sparsames Gießen und regionale Produkte kaufen, die auf weniger Transport und Bewässerung angewiesen sind. In einer nassen Winternacht wie dieser zeigt sich, wie resilient Mallorca sein kann, wenn Himmel und Menschen zusammenarbeiten.

Kurzinformation: Emaya meldet Gesamtfüllstand: vorher 36,43 % → jetzt 39,69 % (+3,26 Prozentpunkte). Cúber: von 29,17 % auf 33,03 % (+3,86). Gorg Blau: von 41,01 % auf 43,90 % (+2,89). Beide Seen sind künstlich angelegt und versorgen Palma seit 1971.

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