Ryanair-Treppen: Wie sicher sind die einziehbaren 737-Stufen?

Gefährliche Stufen: Wie riskant sind Ryanairs einziehbare 737-Treppen?

Gefährliche Stufen: Wie riskant sind Ryanairs einziehbare 737-Treppen?

Zahlen aus einer Untersuchung zeigen: Die integrierten, ausfahrbaren Treppen an Boeing 737 sind schmaler und steiler als normale Flughafenstufen – und führen häufiger zu Stürzen. Was bedeutet das für Passagiere auf Mallorca und wer muss handeln?

Gefährliche Stufen: Wie riskant sind Ryanairs einziehbare 737-Treppen?

Leitfrage

Leitfrage: Sind die einziehbaren Treppen an Boeing 737 ein vermeidbares Sicherheitsrisiko – und wer auf Mallorca trägt die Verantwortung, damit Passagiere sicher an Bord kommen?

Kurz analysiert

Eine jüngere Untersuchung der zuständigen Flugsicherheitsbehörde dokumentiert, dass seit 2021 mehrere Hundert Passagiere auf den Metallstufen interner Flugzeugtreppen verletzt wurden. Allein in Italien wurden für 2023–2025 mehr als hundert gemeldete Sturzfälle registriert. Aus den Zahlen ergibt sich, dass bei den einziehbaren Treppen das Risiko spürbar höher ist als bei den herkömmlichen Flughafenstiegen – in den ausgewerteten Datensätzen mindestens doppelt so hoch.

Technisch gesehen sind diese Treppen kompakt gebaut: zwölf Stufen, knapp 61 Zentimeter breit, Stufenhöhe etwa 20 Zentimeter, Neigung rund 35 Grad. Die Norm für stationäre Flughafensteige sieht normalerweise deutlich mehr Breite (mindestens 100 Zentimeter), flachere Stufen und größere Trittflächen vor. Besonders: Die oberste Stufe am Flugzeug ist trapezförmig – wegen des Rumpfverlaufs – und unterscheidet sich damit vom Rest der Treppe, was das Umsteigen ungewohnt macht.

Was der öffentliche Diskurs oft auslässt

Es wird viel über Preise und Pünktlichkeit gesprochen, weniger über konkrete Betriebsentscheidungen, die die Sicherheit beeinflussen. Drei Punkte fehlen häufig in der Debatte: erstens klare Verantwortlichkeiten zwischen Airline, Flughafengesellschaft und Hersteller, zweitens die konkrete Bewertung von Risikogruppen (ältere Reisende, Familien mit Kleinkindern, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen) und drittens praktikable Vorgaben für Flughäfen mit regem Ferienverkehr – wie Son Sant Joan auf Mallorca –, damit die günstigere Lösung nicht automatisch die riskantere wird.

Ein Mallorca-Alltagsszenario

Stell dir das vor: Früher Morgen in Palma, Terminal B. Ein Bus fährt vor, Sperrgraumgepäck klimpert, die Sonne brennt schon durchs Terminalglas. Ältere Urlauber mit Rollkoffer, ein Vater, der zwei Kinder an der Hand hält, eine alleinreisende Frau mit Highheels – alle sollen über die eingeklappte Flugzeugtreppe. Die Stufen sind schmal, das Treppengelände kurz, das Tempo hoch, weil das Boarding zügig gehen muss. Solche Momente sind typisch und erklären, warum hier Unfälle passieren.

Konkrete Lösungen

Es braucht keine Wunder, wohl aber drei praktische Änderungen: (1) Klare Betriebsregeln: Wenn ein Flugzeugtreppen verfügbarer, bodengebundener Stufen oder eine Fluggastbrücke nutzen kann, sollte die sicherere Variante bevorzugt werden – besonders bei Flügen mit vielen Senioren oder Familien. (2) Technische Nachbesserungen: Rutschfeste Beläge, deutlichere Markierungen an der trapezförmigen oberen Stufe und gegebenenfalls eine geringfügige Reduktion der Stufenhöhe könnten Fehltritte reduzieren. (3) Menschliche Unterstützung: Bodenpersonal gezielt dort einsetzen, wo es nötig ist; kurze Lautsprecherdurchsagen und sichtbare Hinweise, wer Hilfe benötigt; außerdem Training für schnelles, sicheres Assistieren beim Ein- und Ausstieg.

Wer müsste handeln?

Die Verantwortung liegt verteilt: Flugzeughersteller liefern die Option, Airlines entscheiden über deren Nutzung, Flughäfen organisieren das Bodenmanöver. Behörden können verbindliche Mindestanforderungen oder Empfehlungen erlassen – etwa zur Breite, Neigung oder zur Priorisierung sichererer Bodenstiegen an stark frequentierten Urlaubsorten.

Fazit

Die Fakten sind klar genug: kompakte, steile, schmale Treppen bergen ein messbares Risiko. Auf Mallorca, wo täglich Menschen aus allen Altersgruppen starten und landen, sollte das Motto lauten: Praktikable Sicherheit vor Zeitgewinn. Ein paar überschaubare Änderungen reichen, um manche Stürze zu verhindern. Kein großes Drama, aber Handlungsbedarf – und zwar jetzt.

Häufige Fragen

Sind die einziehbaren Treppen an Boeing 737 wirklich riskanter als herkömmliche Flughafensteige?

Ja. Eine jüngere Untersuchung der Flugsicherheitsbehörde dokumentiert, dass das Risiko bei diesen Treppen höher ist als bei festen Steigen. Die Treppe hat zwölf Stufen, etwa 61 cm Breite, rund 20 cm Stufenhöhe und eine Neigung von ca. 35 Grad; die oberste Stufe ist trapezförmig, was den Umstieg erschwert. Das Risiko betrifft insbesondere Gruppen wie ältere Reisende oder Familien.

Wer trägt die Verantwortung, damit Passagiere sicher ein- und aussteigen – Airline, Flughafen oder Hersteller, auch am Mallorca-Flughafen Son Sant Joan?

Die Verantwortung liegt nicht bei einer einzigen Partei. Hersteller liefern die Bauform, Airlines entscheiden, ob sie genutzt wird, Flughäfen organisieren das Bodenmanöver und Behörden können Mindestanforderungen festlegen. Am Mallorca-Flughafen gelten ähnliche Grundsätze.

Welche praktischen Änderungen würden die Sicherheit beim Boarding erhöhen?

Drei praktikable Ansätze würden helfen: Erstens klare Betriebsregeln, wann eine Treppe genutzt wird oder eine Fluggastbrücke bevorzugt wird. Zweitens technische Nachbesserungen wie rutschfeste Beläge, bessere Markierungen an der oberen Stufe und ggf. eine geringfügige Reduktion der Stufenhöhe. Drittens mehr Unterstützung durch Bodenpersonal und sichtbare Hilfsangebote.

Welche Passagiergruppen sind beim Boarding mit Treppen besonders gefährdet?

Besonders gefährdet sind ältere Reisende, Familien mit Kleinkindern und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Sie profitieren von klaren Hilfen und, wo möglich, sichereren Alternativen beim Einstieg.

Wie sollte der Mallorca-Flughafen das Boarding handhaben, wenn es alternative, sichere Optionen gibt?

Bevorzugung sichererer Varianten wie Fluggastbrücke statt Treppe, besonders bei Flügen mit vielen Senioren oder Familien. Klare Hinweise, wer Hilfe benötigt, und gegebenenfalls zusätzliche Bodenunterstützung sollten Standard sein.

Welche Tipps helfen, Stürze beim Ein- oder Ausstieg zu vermeiden?

Hilfe frühzeitig anfordern, langsam gehen und auf Stufenhöhe achten. Tragen Sie bequeme Schuhe und nutzen Sie vorhandene Hilfsangebote des Bodenspersonals; klare Ansagen helfen ebenfalls.

Wie sieht das Mallorca-Wetter aus und welche Reisezeiten empfiehlt sich?

Mallorca bietet im Sommer oft warme Tage, Frühjahr und Herbst sind milder. Planen Sie längere Wartezeiten am Terminal je nach Saison besser in kühlere Stunden und nutzen Sie frühzeitiges Check-in.

Welche Packtipps passen zu einer Mallorca-Reise, insbesondere für das Reisen mit Rollkoffern?

Packen Sie bequeme, wettergerechte Kleidung, Sonnencreme und ausreichend Wasser ein. Eine leichte Jacke für Abende und Schuhe mit gutem Halt erleichtern längere Wege am Flughafen und am Strand.

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