
Shoppen am Airport: Neue Läden machen Palma-Abschied leichter
Shoppen am Airport: Neue Läden machen Palma-Abschied leichter
In der neuen Verteilerhalle von Palma haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Geschäfte eröffnet: Bäckereien mit Ensaïmadas, Cafés, Mode- und Schmuckläden sowie Reisebedarf. Ein Infoschalter soll Orientierung geben.
Shoppen am Airport: Neue Läden machen Palma-Abschied leichter
Auf dem Weg zum Gate riecht es plötzlich nach frisch Gebackenem, irgendwo klirrt ein Schmuckdisplay, und am Durchgang zur Abflughalle steht jetzt eine lange Reihe bunter Tüten mit mallorquinischen Motiven. Die Baustelle am Flughafen von Palma, die wir seit 2022 kennen, bekommt jeden Tag ein freundlicheres Gesicht: In der neuen Verteilerhalle haben in den vergangenen Wochen viele neue Geschäfte geöffnet.
Wer früher nur schnell durchs Terminal hetzte, bleibt jetzt öfter stehen. Die Bäckerei Horno Santo Cristo hat eine Filiale aufgemacht und verkauft Ensaïmadas in den typischen Schachteln — ideal für eine Mitbringsel-Notfalllösung. Gleich daneben lädt ein Süßwarengeschäft zum Tütenfüllen ein; Kinder und Erwachsene stellen dort gemischte Sackerl mit Süßigkeiten zusammen, ein kleiner Luxus vor dem Abflug.
Auch für den Kofferkampf finden Reisende einiges: Schon vorher gab es Gratis-Funde am Airport Palma, Stamp bietet praktische Reisegadgets, Schlafbrillen und Nackenkissen, daneben ist ein WHSmith mit Zeitungen und Snacks eingezogen. Für den schnellen Kaffee vor dem Boarding sind Costa Coffee und Deli&Cia Anlaufstellen geworden. An einem grauen Morgen hörte ich am Palmabelagerten Gang ein freundliches Barista-Gespräch — und fünf Minuten später war die lange Schlange vor dem Gate deutlich entspannter.
Mode- und Geschenkfans kommen nicht zu kurz: Marken wie Mango, Natura, Desigual und Parfois haben kleine Boutiquen, und die lokale Schmuckmanufaktur Majórica präsentiert Auslagen, die immer wieder Blicke anziehen. Ein weiterer Schmuckanbieter, Vidal & Vidal, soll folgen; für lokale Produzenten ist das Terminal damit ein moderner Marktplatz weit weg von den alten Duty-Free-Regalen.
Neu ist auch ein zentraler Infoschalter in der Verteilerhalle. Nicht nur Touristinnen mit überfüllten Koffern profitieren: Ältere Reisende, Familien mit kleinen Kindern und Menschen, die sich in den temporär umgeleiteten Wegen noch nicht zurechtfinden, fragen hier nach Gates, Gepäckbändern oder der nächsten Toilettenanlage. Es ist erstaunlich, wie viel Ruhe ein gut platzierter Mensch mit Tablet schaffen kann.
Was das für die Insel bedeutet? Mehr Auswahl für die Passagiere, klar. Aber auch ein Stück Arbeit für Zulieferer und Handwerker von hier: Bäckereien, Schmuckhandwerk und kleine Lifestyle-Anbieter bekommen zusätzliche Sichtbarkeit. In den Cafés stehen jetzt wieder junge Baristas, oft mit einem halben Ohr für Tipps zu Stränden und dem besten Torrente-Gebäck — kleine Begegnungen, die Mallorca als Reiseland menschlicher machen.
Die neuen Shops sind ein Puzzleteil der großen Modernisierung, für die Hunderte Millionen Euro veranschlagt sind. Bis das letzte Gerüst verschwindet, werden wir noch einige Irrwege kennen, doch die neuen Angebote mildern das Warten am Flughafen. Man sieht Familien, die statt mürrisch zu sein, gemeinsam Croissants auswählen; Paare, die in Schmuckvitrinen stöbern; Pendler, die eine praktische Schlafmaske im letzten Moment einkaufen.
In einer Zeit, in der vieles schnell und digital abläuft, ist es eine kleine, angenehme Rückkehr zum Anfassen. Ein Tipp für Reisende: Noch vor dem Sicherheitscheck einen Blick in die Verteilerhalle werfen — oft gibt es besondere Verpackungen für Ensaïmadas oder lokale Accessoires, die man so nicht in der Stadt findet. Für die Insel bleibt zu hoffen, dass diese neuen Angebote dauerhaft Arbeitsplätze sichern und kleine Produzenten von Mallorca sichtbarer machen.
Ausblick
Die Baustelle ist nicht verschwunden, aber sie zeigt jetzt mehr Läden als Bauzäune. Wenn die Umbauten fertig sind, dürfte der Flughafen nicht nur schneller, sondern auch freundlicher wirken. Und bis dahin: eine letzte Tasse Kaffee, ein kleines Geschenk aus localer Hand — und der Abschied von der Insel fällt vielleicht ein bisschen leichter.
Für Dich gelesen, recherchiert und neu interpretiert: Quelle
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