
Sonne im Winter: Fünf stille Buchten auf Mallorca, die jetzt besonders verzaubern
Sonne im Winter: Fünf stille Buchten auf Mallorca, die jetzt besonders verzaubern
Wintersand, ruhiges Meer, dezente Düfte von Pinien: Wir stellen fünf Buchten vor — von leicht erreichbar bis abenteuerlich — für entspannte Stunden an der Küste.
Sonne im Winter: Fünf stille Buchten auf Mallorca, die jetzt besonders verzaubern
Die Insel atmet anders im Januar: klarere Luft, leiser Verkehr und ein Licht, das die Steine der Küste warm macht. Wer jetzt an die Küste fährt, teilt die Bucht oft nur mit ein paar Spaziergängern, Möwen und dem gleichmäßigen Rascheln der Pinien. Ich bin in den letzten Tagen mit der Kamera und ohne Plan losgezogen — und habe fünf Orte gefunden, an denen man ganz ohne Trubel auftanken kann.
Portals Vells – bequem, aber nicht beliebig
Portals Vells im Südwesten eignet sich für alle, die keine längere Wanderung möchten: Man fährt auf der Ma-1 bis zur Ausfahrt Richtung Portals und findet gut ausgeschilderte Parkmöglichkeiten. Die kleine Dreifinger-Bucht bietet mehrere Nischen; eine ist windgeschützt, eine hat glatte Felsen zum Sitzen. Im Winter sind die Strandbars geschlossen, dafür hört man in der Nähe das Plätschern von Bootsmotoren und das entfernte Klappern von Segeln. Tipp: eine Decke, ein heißer Tee und die Sonne im Gesicht — mehr braucht es hier nicht.
Cala Santanyí – Südliche Ruhe mit Dörfchen-Flair
Wer den Süden mag, fährt nach Santanyí: das Dorf riecht morgens nach frisch gebackenem Brot aus den Bäckereien, und die Fahrt dorthin ist kurz und angenehm. Die Cala selbst hat feinen Sand und flaches Wasser, ideal für einen langen Strandspaziergang. Im Dezember und Januar sind die wenigen Parkplätze leicht zu bekommen, und in der Nähe laden schmale Treppen zu kleinen Erkundungen entlang der Felskante ein. Bringen Sie feste Schuhe mit, wenn Sie der Küste weiter folgen wollen — die Aussicht runter auf das klare Wasser ist das Gehen wert.
Cala Deià – Tramuntana-Stimmung und Felskulisse
Eine Fahrt entlang der Ma-10 durchs Tramuntana-Gebirge ist bereits ein Kurztrip. Kurz nach Deià führt ein schmaler Abstieg zur Bucht; es ist kein Sandparadies, eher eine Szenerie aus Felsen und klarem Wasser. Im Winter wirkt die Cala fast wie ein Geheimnis: nur wenige Einheimische spazieren mit Hunden, und der Gong eines kleinen Cafés auf der Höhe weht gelegentlich herunter. Für Künstler, Leser und Menschen, die Ruhe mit einer Prise Bergluft suchen, ist Deià ein Treffer.
Cala Varques – östliche Weite ohne Sommerdichte
Im Osten öffnet sich zwischen Portocolom und Porto Cristo die Cala Varques. Vom Parkplatz führt ein kurzer Spaziergang zur Bucht; im Sommer sind hier Sonnenliegen und Menschen, jetzt hingegen dominieren Kiesel, klares Wasser und große Himmelspanoramen. Im langsamen Licht der Winternachmittage steht das Meer in einer anderen Farbe als im Juli — tiefer, ruhiger. Wer ein Stück läuft, entdeckt kleine Felsbuchten zum Alleinsein. Das Parken ist im Januar meistens entspannt, ideal für spontane Fotostopps.
Cala Marmols – für Wanderfreunde und Stille-Sucher
Die Cala Marmols ist ein wenig anspruchsvoller: man biegt von der Ma-6110 ab, parkt und läuft ein Stück. Die Mühe lohnt sich; am Ende erwartet einen eine geborgene Bucht mit feinem, fast weißen Sand und der Art von Stille, die in die Haut kriecht. Der Weg ist Teil des Erlebnisses: Geröllpfad, gelegentlich ein Kräuterduft, und dann diese kleine Kieselbucht, die fast magisch wirkt. Für aktive Spaziergänger ist Marmols ein winterlicher Lieblingsplatz.
Wie man diese Tage am besten nutzt: Früh raus, warme Kleidung in Schichten, eine Thermoskanne und Respekt vor der Natur. Im Winter lassen sich Buchten ohne Menschenmassen erleben, aber das heißt nicht, dass sie weniger schützenswert sind. Packen Sie Ihren Müll wieder ein, treten Sie vorsichtig auf Pflanzen und beobachten Sie die Küstenvögel mit Abstand. Wer fotografiert, entscheidet sich besser für ruhige Zeiten um die goldene Stunde — das Licht hier ist gnädig.
Für Mallorca selbst sind diese stillen Tage eine Erinnerung daran, dass die Insel mehr ist als Strände und Partys: Es sind Landschaften, Gerüche und kleine Routinen in Dörfern, die Besuchern und Einheimischen gleichermaßen gut tun. Wenn Sie also dem Grau der Stadt entfliehen wollen, wählen Sie eine der genannten Buchten, lassen das Handy in der Tasche und hören Sie einfach auf das Meer. Das ist Winterurlaub auf der Insel — leise, klar und überraschend reich an Momenten.
Für Dich gelesen, recherchiert und neu interpretiert: Quelle
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