Stauseen Mallorca 2026: Gorg Blau und Cúber deutlich voller nach regenreichem Januar

Stauseen füllen sich: Nach regenreichem Januar atmet Mallorca durch

Stauseen füllen sich: Nach regenreichem Januar atmet Mallorca durch

Gorg Blau und Cúber zusammen bei 63,72 Prozent: Der regenreiche Januar hat die Wasservorräte deutlich aufgefüllt. Emaya sieht vorerst keine Einschränkungen, Aemet warnt weiter vor wechselhaftem Wetter.

Stauseen füllen sich: Nach regenreichem Januar atmet Mallorca durch

Gorg Blau und Cúber zusammen bei 63,72 Prozent, Aemet registrierte ungewöhnlich viel Niederschlag

Wenn man an einem feuchten Morgen durch Palmas Altstadt schlendert, riecht man die nassen Steine der Carrer de Sant Miquel, hört das Plätschern von Regenrinnen und sieht die Leute ihre Schirme einpacken. Diese Alltagsszenen spiegeln gerade etwas Größeres wider: Die beiden Hochgebirgsstauseen, die Palma mit Trinkwasser versorgen, haben sich deutlich erholt.

Das städtische Versorgungsunternehmen Emaya meldete, dass die kombinierten Reserven von Gorg Blau und Cúber am 9. Februar 2026 bei 63,72 Prozent liegen. Zum Vergleich: Vor einem Jahr standen die Reservoirs zusammen bei 50,88 Prozent. Gorg Blau selbst liegt aktuell bei 68,50 Prozent, der Cúber bei 56,15 Prozent. Auch die Entwicklung in den letzten Wochen ist sichtbar: Vor einer Woche waren die Bestände bereits etwas niedriger, und Ende Oktober 2025 notierte man zusammen nur 26,32 Prozent – ein klares Zeichen dafür, wie viel Wasser die Winterstürme bringen können.

Die staatliche Wetteragentur Aemet hat für die Tramuntana gemessen, dass im vergangenen Januar rund 309 Liter pro Quadratmeter fielen – etwa doppelt so viel wie in einem durchschnittlichen Januar. Solche Werte erklären, warum die Seen so schnell zulegen konnten. Aemet weist jedoch darauf hin, dass die kommende Woche unbeständig bleiben kann; ein neues Sturmtief wird für Freitag erwartet und dürfte am Wochenende weitere Niederschläge bringen. Wer also plant, ins Tramuntana-Gebirge zu fahren oder eine Wanderung zu unternehmen, sollte die Vorhersagen beobachten.

Für den Alltag auf der Insel bedeutet die bessere Füllung der Stauseen etwas Ruhe für Gärtner, Betriebe und Haushalte: Emaya hat angekündigt, vorerst keine Wassereinschränkungen in Palma vorzunehmen. Das ist eine Erleichterung – die Gärten an der Avinguda Jaume III und die kleinen Landparzellen rund um Inca atmen auf. Gleichzeitig erinnert die Lage daran, wie schnell sich die Situation ändern kann: Das Mittelmeerklima kennt trockene Phasen, und die Reserven können binnen Monaten wieder schrumpfen.

Ein kleiner Blick auf die Praxis: Auf dem Wochenmarkt in Santa Catalina erzählen Händler, dass das Gemüse dieses Jahr frischer wirkt, weil die Böden durch die letzten Regenfälle wieder Feuchtigkeit haben. Auf den Bergpfaden der Tramuntana trifft man wieder Wanderer, die nach langem Regen die klaren Luftschichten genießen. Diese positiven Alltagsbilder zeigen, warum volle Stauseen nicht nur Zahlen sind, sondern das Leben auf der Insel erleichtern.

Was bleibt zu tun? Auch wenn heute keine Einschränkungen geplant sind, lohnt es sich, die Wassergewohnheiten beizubehalten, die sich im Sommer bewährt haben: tropfbewässerte Balkonkästen statt ständigem Gießen am Vormittag, Regenfässer für die Außenbewässerung, tropfsysteme im Garten und das schnelle Reparieren tropfender Hähne in Wohnungen an der Plaça Major. Kommunale und private Initiativen, die Regenwasser sammeln oder auf wassersparende Bewässerung umstellen, helfen, die neu gewonnenen Reserven zu schonen.

Ausblick: Wenn die angekündigten Schauer kommen, könnten die Stauseen weiter ansteigen. Aemet bleibt die Referenz für kurzfristige Warnungen; Emaya überwacht die Speicherstände kontinuierlich. Für die Inselgemeinschaft heißt das: eine Verschnaufpause, aber kein Anlass zur Nachlässigkeit. Wer morgens den Regen über Palma hört oder an der Küste den Geruch von nassem Asphalt einatmet, spürt, wie sehr diese Wassermenge das kleine Ökosystem Mallorca beruhigt.

Für uns hier vor Ort heißt das: Kaffees draußen wiedersetzen, Gummistiefel anziehen, die Landschaft genießen – und dabei daran denken, dass Wasser ein knappes Gut bleibt, das wir gemeinsam bewahren müssen.

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