Tren de Sóller startet in die Saison 2026

Roter Blitz rollt wieder – Tren de Sóller startet in die Saison

Roter Blitz rollt wieder – Tren de Sóller startet in die Saison

Seit dem 2. Februar fährt der historische Tren de Sóller wieder zwischen Palma und Sóller. Erste Abfahrt war um 10:30 Uhr, Rückfahrt-Ticket kostet 30 €.

Roter Blitz rollt wieder – Tren de Sóller startet in die Saison

Ab 2. Februar wieder täglich zwischen Palma und Sóller, Hin- und Rückfahrt 30 Euro

Am Morgen des 2. Februar hörte man auf der Plaça d'Espanya in Palma wieder dieses vertraute, leicht scheppernde Geräusch: den Tren de Sóller, der langsam aus dem Bahnhof rollt und Richtung Tramuntana verschwindet. Der erste Zug der Saison verließ Palma um 10:30 Uhr – für viele Einheimische und Besucher ein kleines, willkommendes Ritual nach der Winterpause.

Der Zug war seit dem 24. November in der Werkstatt. In dieser Zeit standen Wagen und Gleise auf dem Prüfstand: Bremsen, Kupplungen, Schienenprofile, aber auch Sitze und Holzverkleidungen wurden kontrolliert und, wo nötig, repariert. Solche Inspektionen sind bei historischen Fahrzeugen keine Formalität, sondern eine Notwendigkeit. Die Betreiber haben deutlich gemacht, dass Sicherheit vor Schnelligkeit geht – und das beruhigt die Pendler genauso wie die Touristen mit Kamera.

Eine Rund- und Rückfahrt kostet 30 Euro pro Person. Tickets können wie gewohnt an den Bahnhöfen in Sóller und Palma gekauft werden; wer seinen Platz sicher haben will, schaut zusätzlich auf die offizielle Website trendesoller.com, dort stehen auch die aktuellen Fahrpläne und Tarife für 2026.

Für Bewohner der Insel hat der Zug einen anderen Wert als für Urlaubsreisende. Er ist kein reines Nostalgieobjekt, sondern Teil des Alltags: Schüler, Markthändler, Rentner auf dem Weg zum Zahnarzt — in der Stadt und im Tal werden Türen geöffnet, Kaffeebecher festgehalten. Auf der kurzen Strecke öffnet sich die Landschaft; Zitronen- und Orangenbäume säumen das Tal, Olivenhaine blitzen silbern in der Februarsonne. Das ist eine kleine Flucht, ohne weit zu fahren.

In Sóller selbst merkt man die Rückkehr des Zuges sofort: Die Cafés an der Plaça und die kleinen Läden in der Carrer de sa Lluna empfangen wieder mehr Gäste. An der Strandpromenade von Port de Sóller hört man später das Nachklingen, wenn der kleine Tram von der Stadt zum Hafen pendelt — die Verbindung Zug–Tram ist ein Stück mobilitätskulturelles Gefüge, das den Ort prägt.

Wer jetzt an Wochenenden einen Ausflug plant, sollte die Stoßzeiten im Blick behalten. Gerade an sonnigen Tagen füllt sich der Zug schnell; wer entspannt reisen will, nimmt eine der früheren oder späteren Verbindungen und kombiniert das mit einem Spaziergang durch die schmalen Gassen von Sóller oder einem Kaffee an der Uferpromenade.

Der Neustart des Tren de Sóller ist auch für die Inselwirtschaft ein kleiner Impuls: Lokale Betriebe profitieren, Taxifahrer, Marketverkäufer, kleine Hotels. Für viele ist es ein Stück Identität, das wieder sichtbar und hörbar wird. Die Pflege solcher historischen Verbindungen kostet Zeit und Geld, aber sie zahlt sich in Lebensqualität aus.

Ein praktischer Tipp: Wer vorhat, den Zug und den anschließenden Tram zu nutzen, plant etwas Pufferzeit ein. Die Übergänge sind entspannt, aber gemütliches Einsteigen und ein kurzer Bummel in Sóller gehören einfach dazu. Und bitte: Auch wenn es verlockend ist — die historischen Holzwagen mögen keine schweren, nassen Kofferstapel auf den Sitzen.

Die Saison ist eröffnet, und für den Frühling sieht das nach vielen möglichen Tagen mit blühenden Mandelbäumen und klarer Luft aus. Für alle, die ein Stück Mallorca erleben wollen, das sich nicht nur über Fotos verkauft, ist die Fahrt mit dem Tren de Sóller immer noch ein kleines Versprechen: Landschaft, Geschichte und ein bisschen langsamer leben. Wer jetzt einsteigt, hört das Rattern der Schienen und sieht, wie die Insel wieder ein Stück Alltag zurückbekommt.

Mehr Infos zu Zeiten und Preisen stehen auf trendesoller.com — oder einfach vor Ort am Bahnhof nachfragen. Gute Fahrt und Augen auf beim Blick nach draußen: Die Tramuntana wartet.

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