
Veganer Tapasabend auf Mallorca: Maya Leinenbach kocht für René Adler
Veganer Tapasabend auf Mallorca: Maya Leinenbach kocht für René Adler
Die junge Influencerin Maya Leinenbach reist nach Mallorca, um dem ehemaligen Torwart René Adler vegane Interpretationen klassischer Tapas zu servieren. Die Begegnung ist Teil der ARD-Doku „Better than Beef“ und zeigt die Insel als Kulisse für moderne Küche und lokalen Austausch.
Veganer Tapasabend auf Mallorca: Maya Leinenbach kocht für René Adler
ARD-Doku bringt pflanzenbasierte Küche in eine mallorquinische Küche und ein Gespräch über Genuss statt Dogma
Wenn in Palma der Wind vom Passeig Mallorca herüberweht und irgendwo in der Altstadt die Espressotassen klirren, passiert auf einmal etwas, das weder Touristen noch Stammgäste der Tapasbar erwartet hätten: eine junge Köchin, bekannt aus sozialen Netzwerken, erklärt einem ehemaligen Fußballprofi, wie man Albóndigas oder Tortilla ohne Fleisch und ohne dogmatisches Gehabe zubereitet.
Die 21-jährige Maya Leinenbach, die im Netz unter @fitgreenmind eine große Anhängerschaft hat, hat für die ARD-Dokumentation "Better than Beef" den Weg auf die Insel gewählt. Das Ziel: klassische spanische Häppchen in eine pflanzenbasierte Variante zu übersetzen und einen prominenten Geschmackstest zu arrangieren. Als Gast ist René Adler dabei, einst Torhüter in der Bundesliga und für die Nationalmannschaft aktiv. Die Sendung wird ab Mittwoch, 11. März, in der ARD-Mediathek zu sehen sein.
Man kann sich die Szene bildlich vorstellen: eine helle Küche, die Sonne schafft kurze Reflexe auf der Arbeitsfläche, im Hintergrund leise Alltagsgeräusche — Motorroller, Stimmen aus der Nachbarschaft, das entfernte Rufen eines Fischers von einem Marktstand. Maya schnippelt Paprika, frittiert Calamares‑Imitationen aus Mehl‑ und Algenmischungen und zeigt, wie eine herzhafte, vegane Bratling‑Version von Albóndigas mit frischem Tomatensugo funktioniert. Nicht als Belehrung, sondern als Einladung: Probier mal.
Das ist wohl das, was Maya in ihren Clips immer wieder betont: Überzeugen statt verurteilen. Ihre Videos — kurz, handwerklich und mit einem Augenzwinkern — haben viele Menschen erreicht. Dass so eine Begegnung auf Mallorca stattfindet, ist kein Zufall. Die Insel bietet frische Produkte vom Markt, Olivenöl aus der Umgebung, Zitrusfrüchte vom Baum, und Köche, die gerne experimentieren. Auf dem Mercat de l’Olivar sieht man tagsüber Händler, die genau solche Zutaten anbieten; abends wird in kleinen Bars mit regionalem Geschmack gespielt.
Für Mallorca ist das mehr als nur ein Fernsehtermin. Solche Formate rücken die Insel als Ort für kreative Küche ins Rampenlicht — und zwar außerhalb der üblichen Strand‑und‑Party‑Klischees. Lokale Erzeuger profitieren, wenn Kochteams regionale Produkte verwenden. Und für die Gastronomie kann das ein Impuls sein, das Angebot zu erweitern: mehr pflanzenbasierte Optionen auf den Karten schaden niemandem und sprechen neue Gäste an, ohne den traditionellen Charme zu verwerfen.
Der Alltag auf der Insel ist davon nicht über Nacht verändert: die Cafés an der Plaça del Mercat bleiben Treffpunkt, der Duft von Bratfisch bleibt für viele essenziell. Aber kleine Verschiebungen sind fühlbar. In Kochschulen, in Hofläden und manchmal auch auf privaten Terrassen in Orten wie Portixol oder Santa Catalina probieren Menschen Neues. Eine Nachbarin, die sonst immer Chorizo auf den Tisch stellt, erzählt, sie habe beim Marktgang eine ungewöhnlich gute Aubergine entdeckt — und wolle ihr Rezept anpassen.
Die Begegnung zwischen Leinenbach und Adler ist deshalb kein plakatives Statement, sondern eher eine Einladung: Essen kann neugierig machen, verbinden und überraschen. Die ARD‑Produktion ist ein Fenster, durch das Zuschauer sehen, wie traditionelle Gerichte in einer anderen Sprache weiterklingen können. Für Mallorca heißt das: eine weitere Geschichte, die die Insel als lebendigen Ort kulinarischer Ideen zeigt — im Winter wie im Sommer, zwischen Marktplatz und Küchenfenster.
Wer neugierig ist, findet die Folge ab 11. März in der Mediathek. Und wer lieber live probiert: es genügt oft ein Spaziergang über den Mercat, ein Gespräch mit einem Markthändler und ein offenes Rezeptbuch. Kleine Teller, große Wirkung — so lässt sich vielleicht das nächste Tapas‑Abendessen auf Mallorca neu denken.
Für Dich gelesen, recherchiert und neu interpretiert: Quelle
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