Mülltransfers vertagt: Wer zahlt, wenn Ibiza und Formentera nach Mallorca liefern?

Vorläufiger Stopp der Mülltransfers: Wer zahlt den Preis zwischen den Inseln?

Die geplanten Testtransporte von Abfällen aus Ibiza und Formentera nach Mallorca sind vertagt. Warum das Dekret scheiterte, welche Risiken oft übersehen werden und welche konkreten Schritte jetzt nötig sind.

Vorläufiger Stopp auf den Fähren: Die Probe verschoben

An einem milden Dienstagmittag, die Sonne flach über dem Hafen von Palma, ein Horn einer einlaufenden Fähre — und plötzlich steht ein Plan auf Eis: Die Probephase, mit der Abfälle aus Ibiza und Formentera nach Mallorca gebracht werden sollten, ist erst einmal verschoben. Ein Dekret, das die rechtliche Grundlage liefern sollte, scheiterte im Parlamentsplenum; die Abstimmung war knapp, entscheidend war die Gegenstimme von Vox. Die für Ende Oktober/Anfang November angekündigten Testläufe sind damit unbestimmt vertagt.

Die zentrale Frage: Wer trägt Verantwortung — und in welcher Form?

Es geht nicht bloß um Transportwege, sondern um Haftung, Umweltwirkung und Kostenverteilung. Die Verwaltung betont, sie arbeite an einer Lösung; gleichzeitig ist klar: Ohne belastbares Dekret lässt sich nichts zuverlässig planen. Keine Fähren werden extra bestellt, keine Kapazitäten in Anlagen wie Son Reus hochgefahren, keine verbindlichen Verträge für Entladung und Verarbeitung unterschrieben. Und damit bleibt offen: Wer zahlt für Zusatzaufwand, wer haftet beim Zwischenfall, wer überwacht die Einhaltung?

Was oft zu leise bleibt

In den Debatten dominieren Zahlen und Zuständigkeiten — aber praktische Risiken sind kaum sichtbar: Wer versichert Ladungen bei Sturm oder Unfall? Wie wird dokumentiert, dass kein kontaminiertes Material ankommt? Wer übernimmt Geruchs- und Hygienekontrollen, wenn die Tonnen steigen? Auf der Plaça de Cort diskutierten Ladeninhaberinnen am Nachmittag bereits über Imagefragen und mögliche Geruchsbelästigung, während

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