
ZDF überträgt evangelischen Gottesdienst aus der „Kristallkirche“ in Arenal
ZDF überträgt evangelischen Gottesdienst aus der „Kristallkirche“ in Arenal
Am 19. April um 9:30 Uhr sendet das ZDF einen deutschsprachigen Fernsehgottesdienst live aus der Kirche La Porciúncula in Arenal. Das Pfarrersehepaar Mechels und Braun bereitet sich mit Proben und TV-Coaching vor; Einlass erfolgt nur nach Anmeldung.
ZDF überträgt evangelischen Gottesdienst aus der „Kristallkirche“ in Arenal
„Schatzsuche auf Mallorca“: Live-Übertragung am 19. April, Einlass mit Anmeldung
Am Sonntag, 19. April, um 9:30 Uhr wird ein deutschsprachiger Fernsehgottesdienst des ZDF live aus der Kirche La Porciúncula in El Arenal ausgestrahlt. Das Pfarrersehepaar Martje Mechels und Holmfried Braun steht an diesem Morgen vor Kameras, Mikrofonen und einem größeren technischen Aufgebot als bei gewöhnlichen Gemeindegottesdiensten – und zu guter Letzt vor vielen Fernsehzuschauern in Deutschland.
Der Gottesdienst trägt den Titel „Schatzsuche auf Mallorca“. Inhaltlich dürfen die evangelischen Seelsorger die Predigt selbst gestalten; zeitlich jedoch ist alles durchgetaktet. Das ZDF-Format wird seit 1979 regelmäßig ausgestrahlt und erreicht wöchentlich zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer – die Einschaltquoten liegen nach Angaben des Senders meist zwischen 700.000 und 900.000.
Für das Fernsehteam ist die Kirche La Porciúncula mit ihren großen bunten Glasfenstern ein dankbarer Ort: Der Bau stammt aus den 1960er-Jahren und geht auf den mallorquinischen Architekten Josep Ferragut zurück, die Fenster – insgesamt 39 Scheiben mit Szenen aus dem Leben Christi und franziskanischen Motiven – schuf der Künstler Juan Bautista Castro. Bei Sonnenschein verwandelt sich das Kirchenschiff in ein Mosaik aus Farben; wer schon einmal an der Arenal-Promenade spazierte und in den Klosterhof hineinschlich, weiß, wie das Licht dort wirkt.
Vorbereitungen liefen über die letzten Monate. Im Herbst reisten Mechels und Braun zum TV-Training nach Berlin; sie verbrachten dort drei Tage mit Redakteurinnen und Redakteuren sowie mit Pfarrer Christof Enders, der die ZDF-Gottesdienste für die EKD begleitet. Dort ging es um Sprache, Tempo, Haltung und darum, wie Bewegungen im Talar vor der Kamera wirken. Anfang des Jahres kam ein technisches Team zur Vorabnahme auf die Insel: Sieben Technikerinnen und Techniker sowie Beleuchter prüften im Januar Ton, Stromanschluss und die Lichtverhältnisse in der Kirche.
Organisatorisch ist alles so geplant, dass das ZDF-Team mit mehreren Lastwagen auf dem Gelände des Franziskanerklosters stehen kann – eine logistische Erleichterung für die Aufbauarbeiten. Die Gastgeber vor Ort, die Franziskaner, stellen den Kirchraum und den Klosterhof zur Verfügung; der zuständige Padre wird bei Besucherfragen vor Ort Ansprechpartner sein.
Wer den Gottesdienst live in der Kirche miterleben möchte, muss sich registrieren: Die Anmeldung war ab Anfang März über die Webseite der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde der Balearen möglich; wegen begrenzter Plätze wird Einlass nur nach Anmeldung gewährt. Für die Gemeindearbeit ist das eine große Chance: Solche Übertragungen bringen die lokale Kirche und die Insel einem breiten Publikum näher – und erinnern daran, dass Mallorca mehr ist als Strände und Hotels.
Für Mechels und Braun ist das Ereignis eine Mischung aus Lampenfieber und großer Freude. Sie sagen, die genaue Abstimmung und die Proben seien nötig, aber die Aussicht, viele Menschen im deutschen Sprachraum zu erreichen, wiege schwer. Für die Insel bedeutet die Sendung: ein kurzer, aber sichtbarer Blick auf mallorquinische Architektur, christliches Leben und das ehrenamtliche Engagement in den Gemeinden.
Am Sonntagmorgen kann man an der Arenal-Kirche schon früh das Summen der Generatoren, das Klappern von Technik und das ferne Kreischen der Möwen hören; zugleich wird das bunte Licht der Fenster die Bänke füllen. Für die evangelische Gemeinde ist es ein besonderer Tag – und für alle, die gern hinschauen, ein Stück Mallorca, das ins Wohnzimmer geliefert wird.
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