Aleks Petrovic verlegt sein Leben nach Mallorca – FC Germania startet auf der Insel

Vom Reality-Studio auf den Sportplatz: Aleks Petrovic macht Mallorca zu seiner Basis

Vom Reality-Studio auf den Sportplatz: Aleks Petrovic macht Mallorca zu seiner Basis

Der Ex-Teilnehmer zahlreicher TV-Formate wechselt von Dubai auf die Insel und startet mit FC Germania Mallorca ein Projekt, das lokale Talente und Gemeinschaft verbinden soll.

Vom Reality-Studio auf den Sportplatz: Aleks Petrovic macht Mallorca zu seiner Basis

Der 35‑Jährige Unternehmer, Autor und Kampfsportler verlässt Dubai, um mit einem deutschen Verein neue Fußballwege auf der Insel zu gehen

Samstagmorgen in Pla de Na Tesa: Die Bäckerei riecht nach frischem Ensaimada, ein Lieferwagen tuckert die Landstraße hinunter, und auf dem kleinen Platz kickt ein Junge barfuß gegen eine PET‑Flasche. Genau dort will Aleks Petrovic jetzt anpacken. Der 35‑jährige Serbe, in Deutschland aufgewachsen, hat in den vergangenen Jahren in TV‑Formaten für Aufsehen gesorgt, doch seine neue Rolle ist eine andere: Manager und Mitgründer des FC Germania Mallorca.

Petrovic bringt ungewöhnliche Zutaten mit: einen technischen Hintergrund, Erfahrungen als Kampfsportler, ein Buch über Männlichkeit und ein Faible für mediale Inszenierung. Zusammen mit drei Partnern – darunter ein bekannter Ex‑Profi und zwei Unternehmer – hat er den Verein gegründet und eine Gesellschaft auf der Insel angemeldet. Das Ziel ist ehrgeizig: Den Club aus der untersten Spielklasse langfristig in höhere Gefilde zu führen. Ob es am Ende bis ganz oben reicht, bleibt offen. Was jetzt zählt, ist der Schritt vom Plan zur Praxis.

Konkretes sieht so aus: Spieler werden nicht nur verpflichtet, sondern auch auf der Insel untergebracht. Eine Online‑Auswahlaktion brachte innerhalb kurzer Zeit Hunderte, dann Tausende Bewerbungen. Der Club setzt auf Sichtbarkeit – über Social Media erreicht das Projekt nach eigenen Angaben bereits ein großes Publikum in Deutschland – und will jungen Talenten eine zweite Chance bieten. Für die Insel bedeutet das: mehr Leben an kleinen Sportstätten, neue Gesichter in Dorfcafés und zusätzliche Zuschauer an den Wochenenden.

Finanziell ist der Einstieg nicht ohne. Die Gründer sprechen von einer Anfangsinvestition, die in die höheren sechsstelligen Beträge geht. Statt frühzeitiger Großinvestoren setzen sie auf eigene Mittel und auf eine lokale Sponsorenschaft. Der Hauptsponsor stammt von der Insel, und das Management betont, dass sie eine Nähe zur mallorquinischen Bevölkerung suchen: Spanische Posts in Social Media, Vereinskicker aus der Region und die Bereitschaft, mit lokalen Clubs und Nachbarn zusammenzuarbeiten.

Für Mallorca ist das nicht nur ein weiterer Verein im Kalender. Es ist ein Projekt, das auf mehreren Ebenen Nutzen stiften kann: Nachwuchsspieler, die hier bleiben statt abzuwandern, zusätzliche Arbeitsplätze für Trainer, Physios und Logistik, und eine Intensivierung des Amateurfußballs in Gegenden, die sonst nur selten im Rampenlicht stehen. Ganz handfest: Sonntags mehr Menschen in Bars, mehr Bestellungen in Bäckereien und eine neue Wochenendroutine für Familien.

Petrovic selbst hat klare Grenzen gezogen: Die lauten Seiten seiner Fernsehzeit will er hinter sich lassen. Er plant, die Dokumentation des Klubaufbaus filmisch festzuhalten, aber nicht als Boulevardshow. Das Projekt soll zeigen, wie ein Verein von unten entsteht – mit ehrlichen Momenten, nicht mit inszenierten Konflikten. Hier gleicht sein Ansatz der Stimmung, die man an einem milden Mallorcatag spürt: weniger Blitzlicht, mehr Abendbrot auf der Plaça.

Die Reaktion vor Ort war bislang durchweg offen. Einheimische Sponsoren und sogar ein Kellner aus dem Dorf, der jetzt eine Chance auf den Kader erhält, zeigen, dass sich Sport und Nachbarschaft verknüpfen lassen. Schwierige Begegnungen auf dem Platz? Ja, einmal oder zweimal wurde hart gespielt, das gehört zum Amateursport. Ansonsten beobachten viele, wie schnell sich eine Mischung aus internationalen Mitspielern und lokalen Kräfte einleben kann.

Warum ist das eine gute Nachricht für Mallorca? Weil es Brücken baut: Zwischen Tourismus‑Rummel und Alltagsleben, zwischen jungen Sportlern mit Ambitionen und einer Insel, die von praktischen Lösungen profitiert. Es geht nicht nur um Schlagzeilen, sondern um Trainingszeiten, Busfahrten zu Auswärtsspielen und das einfache Glück, dass am Sonntag um 16 Uhr wieder Leute auf der Tribüne sitzen.

Der Blick nach vorn ist offen und ein bisschen optimistisch. Der Verein möchte wachsen, die Gründer wollen die Kontrolle über die Entwicklung behalten und die Community einbinden. Wer in der Nachbarschaft morgens den Ball nachspielen hört, merkt: Fußball verbindet eben doch. Und wenn ein ehemaliger Reality‑Teilnehmer künftig an der Seitenlinie steht, hat Mallorca wieder eine Geschichte, die vom Machen handelt – nicht vom Schauen.

Wenn Petrovic wirklich seinen Lebensmittelpunkt auf die Insel verlegt und die Kamera den Aufbau begleitet, könnte aus einem regionalen Projekt ein Beispiel dafür werden, wie man mit Ausdauer, lokalen Partnern und ein bisschen Medienwissen etwas Neues entstehen lässt. Für die Plaça in Pla de Na Tesa heißt das zunächst: mehr Stimmen, mehr Trikots und vielleicht bald ein gemeinsames Fest nach dem nächsten Heimspiel.

Häufige Fragen

Was ist der FC Germania Mallorca und welches Ziel verfolgt der Verein?

Der FC Germania Mallorca wurde von Aleks Petrovic und Partnern gegründet. Ziel ist, den Club aus der untersten Spielklasse langfristig nach oben zu führen und dabei lokale Strukturen zu stärken. Der Aufbau richtet sich weniger auf Boulevardangebote, sondern auf ehrliche, nachhaltige Entwicklung.

Wie wird der Verein finanziert und welche Rolle spielen lokale Sponsoren?

Die Finanzierung erfolgt aus eigenen Mitteln und einer lokalen Sponsorenschaft; ein Hauptsponsor kommt von der Insel. Die Gründer setzen auf Nähe zur mallorquinischen Gemeinschaft und enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, um Stabilität zu sichern. Dadurch soll die Entwicklung auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten tragfähig bleiben.

Welche Auswirkungen hat das Projekt auf Pla de Na Tesa und die Insel insgesamt?

Das Projekt soll mehr Leben in kleine Sportstätten bringen, neue Gesichter in Dorfcafés und mehr Zuschauer an Wochenenden. Es entstehen Arbeitsplätze für Trainer, Physios und Logistik; der Amateurfußball in ländlichen Gegenden erhält frische Impulse. Insgesamt stärkt es die Verbindung von Alltag, Gemeinschaft und sportlicher Entwicklung.

Wie läuft die Spieler-Auswahl ab und werden Spieler untergebracht?

Es gibt eine Online-Auswahlaktion, die schnell viele Bewerber hervorbringt. Spieler werden nicht nur verpflichtet, sondern auch auf der Insel untergebracht. Der Fokus liegt auf Sichtbarkeit und ehrlicher Entwicklung statt auf Boulevardshow.

Welche Reisezeit ist sinnvoll, um Mallorca möglichst angenehm zu erleben und Sportveranstaltungen zu sehen?

Mallorca lässt sich außerhalb der heißesten Zeiten gut erleben, besonders am Wochenende bietet sich Sportlive und echtes Inselleben. So erhält man Eindrücke von Dorfleben, Bars und lokalen Begegnungen rund um den Sport. Es ist eine gute Mischung aus Aktivitäten und Entschleunigung.

Wie ist das typische Klima auf Mallorca und wann lohnt sich ein Strandbesuch am besten?

Mallorca hat ein mediterranes Klima mit milderen Wintern und warmen Sommern. Strandbesuche lohnen sich vor allem in Zeiten, in denen die Temperaturen angenehm bleiben und man Zeit im Freien verbringen kann. Die Küstenregion bietet zu vielen Gelegenheiten passende Bedingungen.

Was gehört in eine Reisetasche für Mallorca, wenn man eine Wochenendreise plant?

Für Mallorca empfiehlt sich leichte Kleidung, Badekleidung, Sonnenschutz und festes Schuhwerk. Ergänzend kann eine leichte Jacke für kühlere Abende sinnvoll sein. Packen Sie je nach Planung auch Trinkwasser und alltägliche Dinge ein.

Welche Freizeitaktivitäten gibt es neben Fußball auf Mallorca, die man sich ansehen oder mitmachen kann?

Neben Fußball bietet Mallorca Strände, Plaças, Cafés, Märkte und schöne Wanderrouten. Die Insel lädt zu entspannten Wochenenden und Entdeckungen in Dorfleben ein. Es geht um echte Erlebnisse statt nur um sportliche Events.

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