
Sektempfang, roter Teppich und Mini‑Originale: Die Pre‑Nit del Art in der Galerie Mensing
Sektempfang, roter Teppich und Mini‑Originale: Die Pre‑Nit del Art in der Galerie Mensing
Knapp 400 Gäste, Champagner, Pop‑Art‑Akrobatik von Tom Boston und eine Tombola für die Parkinson‑Stiftung: Die Galerie Mensing verwandelte Palma in einen Abend voller Farbe, Musik und Gespräche.
Sektempfang, roter Teppich und Mini‑Originale: Die Pre‑Nit del Art in der Galerie Mensing
Rund 400 Gäste, Pop‑Art‑Momente und ein Erlös für die Asociación Balear de Parkinson
Am Donnerstagabend zog ein kurzer, aber lauter Cortège von der Carrer de Colom zur Galerie Mensing: High Heels auf altem Pflaster, Taxihupen in der Ferne und die Glocken von Plaça Cort, die gegen halb zehn noch einmal kurz mitklangen. Palma zeigte sich bei rund 24 °C und dichter Bewölkung von seiner milden Seite – genau das richtige Wetter für Champagner und Ausstellungen im Inneren eines 700 m² großen Kunsthauses.
Etwa 400 Besucher fanden Platz: Nachbarn, Sammler, Stammgäste der Kunstszene und Menschen, die einfach neugierig waren. Ein roter Teppich führte in die Ausstellungshalle, Champagner One stand bereit, und an den Wänden leuchteten Arbeiten in allen Größen. Die Stimmung war locker, Gespräche mischten sich mit dem leisen Klirren von Gläsern.
Besonders viel Aufmerksamkeit zog der in Palma anwesende Pop‑Art‑Künstler Tom Boston auf sich. Er verteilte an die Gäste kleine, handsignierte Kunststücke – keine Drucke aus der Maschine, sondern individuell bearbeitete Mini‑Arbeiten. Boston erzählte, dass er auf Drucke zusätzliche Graffiti‑Elemente sprüht und so jedem Stück eine eigene Struktur verleiht. Als Motive nannte er unter anderem Figuren, die viele kennen: Blues Brothers oder auch Ernie und Bert — Ikonen, die in seinen Händen neue Farbschichten bekommen.
Unter den Anwesenden mischten sich bekannte Gesichter mit lokalen Förderern: TV‑Persönlichkeiten, ehemalige Reality‑Teilnehmer und Menschen aus dem Immobilien‑ und Kulturbereich. Namen fielen, aber wichtiger an diesem Abend war das Gespräch vor Ort – zu sehen, wie ein Sammler vor einem Bild innehält oder wie eine Gruppe auf der Galerie‑Treppe über Technik und Lieblingsmaterialien fachsimpelt.
Für die Atmosphäre sorgte ein unkompliziertes musikalisches Arrangement: DJ Jerome legte Sets im Erdgeschoss auf, während die Violinistin Serafima mit kurzen, klaren Melodien kleine Pausen zwischen den Drinks füllte. Im zweiten Obergeschoss hatte Fotograf Sven Köhler einen Foto‑Stand aufgebaut, dort entstanden Porträts und Gruppenfotos, die den Abend noch einmal in anderer Perspektive festhielten.
Das Catering lag in den Händen von Rauschenberger: Tapas, kleine Häppchen und aufgespießte Garnelen zirkulierten, dazu wurde Wein von Son Amaret ausgeschenkt. All das passte zu dem Anliegen des Abends: Kunst erlebbar machen und Begegnungen ermöglichen – nicht vorrangig verkaufen, sondern ins Gespräch kommen.
Galerist Harry Mensing nutzte die Gelegenheit, Besuchern Werke zu erklären und auf die Nit de l'Art hinzuweisen, die am Freitag und Samstag folgt. Seine Botschaft war klar: Die Nächte der Galerien leben von persönlichem Austausch zwischen Künstlern, Galeristen und Publikum. Auf derselben Bühne gab es kurze Ansprachen von Personen aus dem Foto‑ und Medienumfeld, die den Abend einordneten und die lokale Kunstszene lobten.
Als Abschluss war eine Tombola geplant: Lose wurden verkauft, der Erlös geht an die Asociación Balear de Parkinson. Als Hauptpreis konnte ein Werk des New‑Yorker Künstlers Charles Fazzino mit nach Hause genommen werden – ein glücklicher Gast verließ die Galerie später an jenem Abend mit einem ganz besonderen Souvenir.
Solche Abende sind mehr als schöne Bilder fürs soziale Netzwerk. Sie zeigen, wie Kultur in Palma zusammenkommt: etablierte Galerien, internationale Künstler, Gastronomie und eine Portion Lokalkolorit. Wenn in den kommenden Tagen die Nit de l'Art die Stadt weiter füllt, bleibt zu hoffen, dass dieses freundliche, etwas chaotische Treiben erhalten bleibt: Gespräche auf der Treppe, ein Glas zu viel, ein neuer Kontakt für einen jungen Künstler.
Wer den Vibe der Pre‑Nit verpasst hat, sollte einen Spaziergang an der Carrer de Colom machen, dem Klang der Stadt lauschen und sich für die kommenden Galerieabende vormerken. Kultur lebt vom Kommen und Teilen – und an diesem Donnerstagabend in der Galerie Mensing war genau das spürbar.
Häufige Fragen
Wie war das Ambiente bei der Pre‑Nit del Art in Palma?
Welche Highlights gab es bei der Pre‑Nit del Art?
Welche Künstler waren bei der Pre‑Nit del Art präsent?
Welche Rolle spielte die Galerie Mensing an diesem Abend?
Wie war das Wetter am Abend in Palma und wie passte es zum Event?
Gab es eine Wohltätigkeitsaktion bei der Pre‑Nit del Art?
Wie wurde das Essen und Trinken gestaltet?
Was bedeuten solche Abende für Palmas Kunstszene?
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