
Nit de l'Art: Palma leuchtet am 20. September – die Stadt wird zur Galerie
Am 20. September verwandelt die Nit de l'Art Palma erneut in eine lange Kunstmeile. Galerien, Museen und kleine Projektflächen öffnen ab 18 Uhr und bieten Kunst, Musik und Performances bis spät in die Nacht.
Nit de l'Art: Palma leuchtet wieder — 20. September vormerken
Wenn die Straßenlaternen im Passeig del Born ein bisschen gelber scheinen und das Geräusch von Schritten auf dem Kopfsteinpflaster rhythmischer wird, dann ist wieder Nit de l'Art-Zeit. Am 20. September öffnen zum 29. Mal Galerien und Museen in Palma ihre Türen; von 18:00 bis etwa 23:00 Uhr verwandelt sich die Stadt in eine große, lauschige Galerie. Wer abends durch die Altstadt schlendert, hört nicht nur Stimmen und Kaffeemaschinen — es sind kleine Klanginseln: das Klirren eines Glases, eine Vorlesung in einer Hinterhofgalerie, das leise Stimmengewirr der Neugierigen. Weitere Informationen findet ihr in unserem Artikel Nit de l'Art: Palmas lange Kunstnacht kehrt zurück.
Was zu sehen ist: von lokalen Nischen bis zu größeren Häusern
Die Nit de l'Art ist keine sterille Vernissage, sondern ein Patchwork aus überraschenden Räumen. Erwartet nicht nur die kleinen Galerien in der Calle Sant Miquel oder rund um die Plaça del Mercat: Auch Institutionen wie Es Baluard, Casal Solleric und das CaixaForum haben Sonderprogramme angekündigt. Das macht den Reiz aus — in einer Stunde kann man von einem jungen Fotoprojekt zu einer konzeptionellen Installation wechseln und dann noch ein kurzes Konzert mitnehmen. Diese Mischung aus Newcomern und etablierten Häusern funktioniert wie eine kulturelle Geschmacksprobe für alle, die abends erst ihre Zeit finden. Für genauere Programme schauen Sie auf Abendspaziergang durch Palmas Kunstnacht.
Empfehlung: Start am Born, dann treiben lassen
Mein Tipp für den Abend: Beginnt am Passeig del Born. In zwei, drei entspannten Minuten erreicht ihr mehrere Stationen; Palma ist abends warmherzig, aber voller Ecken, die man leicht übersieht. Packt bequeme Schuhe ein — die Kopfsteinpflaster sind heimtückischer als man denkt — und nehmt eine dünne Jacke mit. Selbst an milden Spätsommerabenden frischt gegen 22 Uhr oft eine Meeresbrise auf, die aus Richtung Hafen herüberweht. Und ja: Ein kurzer Stopp in einer Bar zum Aufwärmen oder Erfrischen gehört dazu. Das gehört zu solchen Nächten wie der Duft von gebrannten Mandeln zum Herbstmarkt. Weitere Tipps für die Nit de l'Art findet ihr in der Übersicht Nit de l’Art 2025: Palmas lange Nacht der Kunst.
Programme, Klang und kleine Überraschungen
Es gibt mehr als weiße Wände und Beleuchtung. Erwartet Lesungen in Hinterhöfen, kurze Theaterperformances in verwinkelten Räumen und Live-Musik, die plötzlich aus einer offenen Tür wabert. Einige Galerien zeigen neue Serien, andere widmen sich Künstlerporträts oder bieten sparsamen, aber spannenden Kuratoreneinsatz. Für Familien sind viele Angebote freundlich gestaltet; Kinder finden oft eigene Ecken mit Mitmach-Aktionen. Für Sammler und Neugierige gleichermaßen ist die Auswahl reizvoll — man muss nur bereit sein, langsam zu gehen und die Stadt an diesen Abenden wie ein offenes, atmendes Kunstwerk zu betrachten.
Praktisches: Anreise, Zeitplan, Orientierung
Wer mit dem Auto kommt: Im Zentrum kann Parken zur Geduldsprobe werden. Besser die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Fahrrad nutzen, Parc de la Mar und die Straßen rund um die Kathedrale sind gut zu Fuß erreichbar. Das offizielle Programm listet detailliert, welche Galerie wann welche Veranstaltung anbietet — praktisch, um sich eine kleine Route zusammenzustellen. Mein Rat: Nicht alles sehen wollen. Lieber zwei, drei Orte intensiv erleben, als durch die Nacht hetzen. Es ist erstaunlich, wie viel Inspiration in einer Stunde in einer einzelnen Galerie stecken kann. Weitere Informationen dazu gibt es in unserem Artikel Nit de l'Art 2025: Palma zwischen Galerieglanz und Gedränge.
Warum sich die Nit de l'Art lohnt — auch für Palma
Abgesehen von ästhetischem Vergnügen ist die Nit de l'Art ein Motor für die lokale Kulturszene. Sie bringt Publikum in Räume, die sonst vielleicht nur Insider wahrnehmen. Junge Künstler bekommen Sichtbarkeit, kleine Galerien Besucher, die sie sonst nie sehen würden, und die Stadt gewinnt abends an Lebendigkeit — ohne laute Touristenscharen, sondern mit Menschen, die wirklich hinschauen. Für Palma bedeutet das: Kultur im Alltag, Vernetzung und eine Erinnerung daran, dass Kunst kein Luxus ist, sondern Teil des städtischen Lebens.
Ausblick: Mehr als eine Nacht
Solche Nächte haben Nachwirkungen. Gespräche in Bars, Begegnungen mit Künstlern, eine neu entdeckte Galerie — all das führt dazu, dass Menschen später wiederkommen, Kurse buchen oder Ausstellungen besuchen. Für Mallorcas Kulturlandschaft sind das kleine, aber wichtige Samen. Also: Kalender auf, Datum merken — 20. September, ab 18 Uhr — und dann spazieren, lauschen, staunen. Palma macht sich schick für die Kunst, und wer sich treiben lässt, findet vielleicht genau das, was er nicht gesucht hat.
Das vollständige Programm der Nit de l'Art findet ihr online im offiziellen Veranstaltungsverzeichnis. Ein Abend, den man sich gönnen sollte — ohne Hetze, mit offenen Augen und einem leichten Jackenkragen gegen die Meeresbrise.
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