Barítimo: Neue Tapas-Bar an Palmas Paseo soll Plaza de Santo Domingo beleben

Barítimo statt Marítimo: Palma bekommt eine neue Tapas-Adresse am Paseo

Barítimo statt Marítimo: Palma bekommt eine neue Tapas-Adresse am Paseo

Die Marport-Gruppe will den früheren Treffpunkt an der Plaza de Santo Domingo als „Barítimo“ neu eröffnen: 527 Quadratmeter, Tapas, mediterrane Küche und ein Investment von über 2,2 Millionen Euro.

Barítimo statt Marítimo: Palma bekommt eine neue Tapas-Adresse am Paseo

Ein Stück Hafenpromenade soll wieder zum Treffpunkt werden — mit Tapas, Terrasse und einer Prise Heimat

Wenn man heute am Paseo Marítimo entlangläuft, hört man das übliche Gemisch aus Motoren, Möwengeschrei und dem Klappern von Fendern an den Pollern. An der Plaza de Santo Domingo steht seit Jahren ein Leerstand, den viele aus dem Viertel noch mit Erinnerungen an die frühere Bar Marítimo verbinden. Jetzt hat die Marport-Gruppe ein Konzept vorgelegt, das diesen Ort wiederbeleben will: Unter dem Namen „Barítimo“ soll dort auf 527 Quadratmetern eine Bar mit Restaurantbetrieb entstehen, die vor allem Tapas und mediterrane Küche anbietet.

Das Projekt ist klar auf Palma zugeschnitten. Eigentümer Miquel Adrover Rigo und sein Team planen eine Mischung aus lockerer Bar, Familienessen und Feierabendtreff — also genau das, was Anwohner wie auch Gäste vom Hafen erwarten. Geplant sind Innenräume und eine großzügige Terrasse, so dass der Platz am Wasser wieder bespielt wird: Sonnenplätze für den Vormittag, lauschige Ecken am Abend und die Möglichkeit, Leute zu beobachten, die gerade mit dem Boot anlegen.

Finanziell ist das Angebot deutlich: Die Gruppe will mehr als 2,2 Millionen Euro in den Betrieb und die Herrichtung investieren. Konkret sind 1,42 Millionen Euro für die Umbauten vorgesehen; dazu kommt eine vertraglich vorgesehene jährliche Zahlung an die Hafenbehörde in Höhe von 100.000 Euro über zunächst elf Jahre. Durch die in der Ausschreibung geregelten Anpassungen entwickelt sich daraus eine kumulierte Zahlung, sodass die Gesamtsumme über die Vertragslaufzeit gerechnet mehr als 2,25 Millionen Euro beträgt. Sollte das Projekt den Zuschlag erhalten, würde gleichzeitig die erste Filiale der Marke Beewi im Hafen von Palma entstehen.

Wichtig zu wissen: Die Ausschreibung läuft noch. Der Vergabebeirat hat die verbliebenen Angebote geöffnet, aber noch keine Entscheidung getroffen. Zwei Unternehmen sind weiterhin im Verfahren — der Zuschlag steht aus. Falls Barítimo den Betrieb übernehmen darf, ist ein Mietvertrag von bis zu zwölf Jahren möglich, was dem neuen Betrieb eine mittel- bis langfristige Perspektive geben würde.

Warum das für Mallorca zählt, ist einfach: Leerstehende Ladenflächen am Wasser sind für die Lebensqualität schädlich. Eine lebendige Promenade mit einem Lokal, das sowohl Nachbarn als auch Besucher anspricht, schafft Begegnung und gibt dem Viertel Identität zurück. Für Deutsche, die hier gern einkehren, bedeutet das: vertraute Tapas, aber eben vor Ort zubereitet, und ein Sitzplatz mit Blick auf die Boote — kleine Alltagsfreuden, die viel ausmachen.

Vor Ort stelle ich mir das so vor: Einheimische sitzen auf die Bank vor der Kirche, Rentner führen ihre Hunde, und junge Leute teilen sich kleine Tellerchen; am Abend summt leise ein Gespräch, irgendwo klirrt ein Weinglas. Die Promenade belebt sich, nicht durch großen Kommerz, sondern durch ein Lokal, das den Ton der Nachbarschaft trifft.

Praktisch bleiben noch Fragen offen: Wie genau wird die Terrasse gestaltet, welche Öffnungszeiten sind vorgesehen und wie viel Lokalfläche bleibt für die Bewohner des Viertels reserviert? Das werden die kommenden Wochen der Ausschreibung zeigen. Für jetzt gilt: Die Idee liegt auf dem Tisch, das Geld ist angeboten, und die Hoffnung der Nachbarn auf ein Stück zurückgewonnene Alltagsqualität wächst.

Ein kleiner Ausblick: Gelingt die Vergabe an Barítimo, könnte die Plaza de Santo Domingo wieder zu einem Ort werden, an dem man morgens einen Cortado holt, mittags in Ruhe isst und abends mit Freunden anstößt — und das alles mit Blick auf den Hafen. Das passt zu Palma, einer Stadt, die sich gern an ihren Ufern trifft. Und wenn die ersten Tische draußen stehen, werden die Geräusche des Hafens plötzlich noch ein bisschen freundlicher klingen.

Stand der Dinge: Marport-Gruppe (Beewi) hat ein Angebot vorgelegt; Investitionssumme: mehr als 2,2 Mio. Euro; geplante Umbauten: 1,42 Mio. Euro; jährliche Zahlung an die Autoritat Portuària: 100.000 Euro (geplant für elf Jahre); Fläche: 527 m²; Ausschreibung noch offen (zwei Anbieter verbleibend).

Häufige Fragen

Was plant Barítimo am Paseo Marítimo in Palma?

Barítimo soll dort als Bar mit Restaurantbetrieb auftreten, Schwerpunkt Tapas und mediterrane Küche. Innenräume und eine großzügige Terrasse sollen den Platz am Wasser wieder nutzbar machen. Die Mischung zielt auf eine lockere Bar, Familienessen und einen Treffpunkt nach Feierabend ab.

Wie läuft der Zeitplan für Barítimo ab?

Die Ausschreibung läuft derzeit; der Vergabebeirat hat die verbleibenden Angebote geöffnet, eine Entscheidung steht noch aus. Sollte der Zuschlag erfolgen, wäre auch ein Mietvertrag von längerer Laufzeit möglich.

Wie groß ist die Gewerbefläche von Barítimo?

Die Fläche beläuft sich auf 527 Quadratmeter, inklusive einer großzügigen Terrasse. Damit bleibt ausreichend Platz für Innenbereich sowie Außenbereiche zum Verweilen.

Welche Kosten sind mit dem Projekt verbunden?

Die Investitionssumme liegt bei mehr als 2,2 Millionen Euro. Rund 1,42 Millionen Euro sind für Umbauten vorgesehen; zusätzlich wird eine jährliche Zahlung an die Hafenbehörde von 100.000 Euro über elf Jahre vertraglich festgelegt.

Welche Auswirkungen könnte Barítimo auf die Hafenumgebung haben?

Eine lebendige Lokalität könnte Begegnungen fördern und die Nachbarschaft lebendig halten. Vor Ort zubereitete Tapas und der Hafenblick schaffen kleine Alltagsmomente zum Verweilen. Damit geht es um Identität und Lebensqualität am Wasser.

Gibt es konkrete Betreiberpläne oder Markenverbindungen?

Beewi könnte die erste Filiale im Hafengebiet werden; der Marport-Gruppe liegt ein Angebot vor. Zwei Bieter befinden sich noch im Verfahren, ein Zuschlag steht noch aus.

Welche Bedeutung hat das Projekt für Anwohner und Besucher?

Es soll einen neuen Treffpunkt am Wasser schaffen, der Nachbarn und Gäste anspricht. Vor Ort zubereitete Tapas und der Blick auf Boote ermöglichen kleine Alltagsfreuden. So kann Identität und Lebensqualität im Umfeld gestärkt werden.

Wie könnte Barítimo die Zukunft eines Hafenviertels beeinflussen, falls der Zuschlag kommt?

Gelingt die Vergabe, könnte die Plaza de Santo Domingo zu einem Ort werden, an dem Cortado, Essen und Begegnung zusammenkommen – mit Blick auf Boote.

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